Uni­ver­si­tät Bay­reuth erhält DHV-Güte­sie­gel: Beru­fungs­ver­hand­lun­gen sind „trans­pa­rent und fair“

Symbolbild Bildung
Professor Dr. Bernhard Kempen, Präsident des DHV, Prof. Dr. Stefan Leible, Präsident der Universität Bayreuth und UBT-Kanzler Dr. Markus Zanner. Foto: UBT/Rennecke

Pro­fes­sor Dr. Bern­hard Kem­pen, Prä­si­dent des DHV, Prof. Dr. Ste­fan Lei­ble, Prä­si­dent der Uni­ver­si­tät Bay­reuth und UBT-Kanz­ler Dr. Mar­kus Zan­ner. Foto: UBT/​Rennecke

Die Uni­ver­si­tät Bay­reuth hat das Güte­sie­gel des Deut­schen Hoch­schul­ver­bands (DHV) für fai­re und trans­pa­ren­te Beru­fungs­ver­hand­lun­gen erhal­ten. Nur drei Uni­ver­si­tä­ten im Frei­staat dür­fen sich damit schmücken. „Unse­re Beru­fungs­ver­hand­lun­gen sind gekenn­zeich­net durch kla­re Pro­zes­se, die stets wei­ter­ent­wickelt und ange­passt wer­den. Dass ein Beru­fungs­ver­fah­ren trans­pa­rent sein muss, ist Grund­über­zeu­gung der Hoch­schul­lei­tung in Bay­reuth“, erklärt Uni­ver­si­täts­prä­si­dent Prof. Dr. Ste­fan Lei­ble dazu. 

„Das DHV-Güte­sie­gel dient Uni­ver­si­tä­ten als kri­ti­scher Beglei­ter. Es legt Stär­ken und Schwä­chen offen und gibt dar­über hin­aus wich­ti­ge Anstö­ße für die Fort­ent­wick­lung des Beru­fungs­ma­nage­ments“, erklär­te der Prä­si­dent des DHV, Pro­fes­sor Dr. Bern­hard Kem­pen, heu­te bei der Über­ga­be der Urkun­de in Bay­reuth. „Die­ses Güte­sie­gel des Hoch­schul­ver­bands freut uns und ist Ansporn zugleich; denn es ist auch eine Selbst­ver­pflich­tung, wei­ter­hin die­se hohen Stan­dards ein­zu­hal­ten und mög­lichst noch aus­zu­bau­en“, sagt Uni-Prä­si­dent Lei­ble und betont: „Das Sie­gel wird sicher­lich hilf­reich sein, die besten Köp­fe an die Uni Bay­reuth zu brin­gen. Das ist vor allem vor dem Hin­ter­grund des Auf­baus der Fakul­tät VII, des Medi­zin­cam­pus Ober­fran­ken und von Bay­Batt sowie dem damit ver­bun­de­nen hohen Bedarf an Wis­sen­schaft­le­rin­nen und Wis­sen­schaft­lern wichtig.“ 

Der Deut­sche Hoch­schul­ver­band – die bun­des­wei­te Berufs­ver­tre­tung der Wis­sen­schaft­le­rin­nen und Wis­sen­schaft­ler mit mehr als 31.000 Mit­glie­dern – hat fest­ge­stellt: Beru­fungs­ver­hand­lun­gen an der Uni­ver­si­tät Bay­reuth „zeich­nen sich durch kur­ze Wege und deut­lich zum Aus­druck kom­men­de Wert­schät­zung aus. Ver­hand­lun­gen mit dem Ruf­in­ha­be­rin­nen und ‑inha­bern ver­lau­fen zügig und wer­den vom Kanz­ler und Prä­si­den­ten unab­hän­gig von der Besol­dungs­grup­pe als Chef­sa­che behan­delt.“ Das „sehr ange­neh­me und kon­struk­ti­ve Ver­hand­lungs­kli­ma bei Gesprä­chen wer­de von allen Betei­lig­ten posi­tiv her­vor­ge­ho­ben“. Wei­ter heißt es in der Begrün­dung: „Die Bay­reu­ther Beru­fungs­an­ge­bo­te sind zudem in der Regel sowohl in der Aus­stat­tung als auch in der Besol­dung gut bis sehr gut. Für Neu­be­ru­fe­ne exi­stie­ren viel­fäl­ti­ge Unter­stüt­zungs­an­ge­bo­te. Hier­zu gehö­ren neben Work­shops und Will­kom­mens­ver­an­stal­tun­gen auch gute Fort­bil­dungs­mög­lich­kei­ten. Um die Ver­ein­bar­keit von wis­sen­schaft­li­chem Beruf und Fami­lie zu erleich­tern, gibt es an der Uni­ver­si­tät Bay­reuth indi­vi­du­el­le Unterstützungsangebote.“

Ledig­lich punk­tu­ell sieht der DHV noch Opti­mie­rungs­be­darf: „Mit Infor­ma­ti­ons­pa­ke­ten über Ver­fah­rens­ab­läu­fe und Ansprech­part­ner bei der Rufer­tei­lung könn­te die Infor­ma­ti­ons­po­li­tik wei­ter ver­bes­sert wer­den.“ Laut DHV soll­te die Uni­ver­si­tät Bay­reuth daher erwä­gen, ein Beru­fungs­por­tal mit einem Beru­fungs­ver­fah­rens­mo­ni­tor ein­zu­rich­ten, damit sich Bewer­be­rin­nen und Bewer­ber über den jewei­li­gen Ver­fah­ren­sten auf einem pass­wort­ge­schütz­ten elek­tro­ni­schen Por­tal infor­mie­ren kön­nen. Die Unter­stüt­zungs­lei­stun­gen im Bereich Dual Care­er, Fami­lie und Kin­der könn­ten zudem fall­wei­se ver­stärkt wer­den, so der Verband.

Die Uni­ver­si­tät Bay­reuth befin­det sich mit dem Sie­gel in bester Gesell­schaft: Bis­her erhiel­ten die RWTH Aachen, die Uni­ver­si­tät zu Köln, die TU Kai­sers­lau­tern, die Fern­uni­ver­si­tät in Hagen, die Uni­ver­si­tät Duis­burg-Essen, die Uni­ver­si­tät Bre­men, die Uni­ver­si­tät Sie­gen, die Uni­ver­si­tät der Bun­des­wehr Mün­chen, die Uni­ver­si­tät Han­no­ver, die Uni­ver­si­tät Hohen­heim, die Uni­ver­si­tät Mün­ster und die TU Mün­chen das Gütesiegel.

Wesent­li­che Grund­la­ge des DHV-Güte­sie­gels ist ein gewich­te­ter Fra­ge­bo­gen mit 42 Fra­gen, den der DHV auf Grund sei­ner Bera­tungs­er­fah­rung in Beru­fungs­ver­fah­ren ent­wickelt hat. Der DHV berät Wis­sen­schaft­le­rin­nen und Wis­sen­schaft­ler in ca. 70 Pro­zent aller Beru­fungs- und Blei­be­ver­hand­lun­gen in Deutsch­land. Der Schwer­punkt in der Bewer­tung wur­de auf Fair­ness, Wert­schät­zung, Trans­pa­renz und Ver­läss­lich­keit in den Beru­fungs- und Blei­be­ver­hand­lun­gen gelegt. Stel­lung­nah­men der begut­ach­te­ten Hoch­schu­le flos­sen in die Bewer­tung eben­falls ein. Hin­zu kamen Inter­views mit an die jewei­li­ge Hoch­schu­le beru­fe­nen Pro­fes­so­rin­nen und Pro­fes­so­ren zu ihren Erfah­run­gen im Beru­fungs­ver­fah­ren sowie das Erfah­rungs­wis­sen der DHV-Justitiare.

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