Erste Ermitt­lungs­er­geb­nis­se zum Poli­zei­ein­satz im Anker­zen­trum Bamberg

Symbolbild Polizei

Gemein­sa­me Pres­se­er­klä­rung des Poli­zei­prä­si­di­ums Ober­fran­ken und der Staats­an­walt­schaft Bamberg

BAM­BERG. Nach dem Poli­zei­ein­satz am frü­hen Diens­tag­mor­gen im Anker­zen­trum Bam­berg lau­fen die Ermitt­lun­gen von Kri­mi­nal­po­li­zei und Staats­an­walt­schaft auf Hoch­tou­ren. Am Vor­mit­tag über­prüf­ten Poli­zei­ein­hei­ten nach dem Poli­zei­auf­ga­ben­ge­setz wei­te­re Gebäu­de der Unterkunft.

Zu dem Groß­ein­satz mit zahl­rei­chen Ein­satz­kräf­ten der Poli­zei, des Ret­tungs­dien­stes und der Feu­er­wehr kam es am frü­hen Dienst­mor­gen, gegen 0.45 Uhr, als nach einer Ruhe­stö­rung meh­re­re Bewoh­ner die ver­stän­dig­ten Sicher­heits­mit­ar­bei­ter und Poli­zei­be­am­te angrif­fen und sich in dem Gebäu­de ver­bar­ri­ka­dier­ten. Außer­dem kam es zu einem Brand in einer Woh­nung der Ein­rich­tung, bei dem ein Sach­scha­den von geschätz­ten 100.000 Euro entstand.

Bewoh­ner und Poli­zei­be­am­ter verletzt

Nach­dem die tat­ver­däch­ti­gen Män­ner in der Fol­ge des Bran­des aus dem Gebäu­de geflüch­tet waren, konn­ten acht der eri­trei­schen Staats­an­ge­hö­ri­gen von den Poli­zei­kräf­ten vor­läu­fig fest­ge­nom­men wer­den. Einen wei­te­ren, zunächst flüch­ti­gen Tat­ver­däch­ti­gen über­wäl­tig­ten Spe­zi­al­ein­satz­kräf­te kur­ze Zeit spä­ter in einem Nach­bar­ge­bäu­de. Zehn Bewoh­ner der Unter­kunft, dar­un­ter die Tat­ver­däch­ti­gen, erlit­ten leich­te Ver­let­zun­gen, weil sie über­wie­gend Rauch­ga­se ein­ge­at­met hat­ten. Alle Ver­letz­ten wur­den vom Ret­tungs­dienst ver­sorgt und wei­te­re Bewoh­ner der Unter­kunft betreut. Ein Poli­zei­be­am­ter erlitt wäh­rend des Über­griffs mit einer Metall­stan­ge durch einen Tat­ver­däch­ti­gen Ver­let­zun­gen und muss­te eben­falls ärzt­lich behan­delt werden.

Tat­ver­dacht erhärtet

Im Rah­men der ersten Ermitt­lun­gen von Kri­mi­nal­po­li­zei und Staats­an­walt­schaft Bam­berg und der umfang­reich mit Dol­met­schern durch­ge­führ­ten Ver­neh­mun­gen erhär­te­te sich der Tat­ver­dacht nun gegen vier Haupt­ver­däch­ti­ge unter ande­rem wegen beson­ders schwe­rer Brand­stif­tung sowie wegen ver­such­ter Tötungs­de­lik­te zum Nach­teil von Poli­zei­be­am­ten. Die Haupt­ver­däch­ti­gen wer­den auf Anord­nung der Staats­an­walt­schaft am Mitt­woch dem Ermitt­lungs­rich­ter vorgeführt.

Wei­ter­hin gehen die Brand­fahn­der der­zeit davon aus, dass das Feu­er in dem Gebäu­de durch die Bewoh­ner selbst gelegt wur­de. Unter­stüt­zung bei der Ermitt­lun­gen erhal­ten die Beam­ten von einem Sach­ver­stän­di­gen des Lan­des­kri­mi­nal­am­tes und einem spe­zi­ell aus­ge­bil­de­ten Polizeihund.

Prä­ven­tiv-poli­zei­li­che Über­prü­fun­gen im Ankerzentrum

Im Ver­lauf des Diens­tag­vor­mit­ta­ges führ­ten Beam­te der Poli­zei­in­spek­ti­on Bam­berg-Stadt mit Unter­stüt­zung von meh­re­ren Ein­hei­ten der Baye­ri­schen Bereit­schafts­po­li­zei eine Bege­hung ein­zel­ner Gebäu­de­kom­ple­xe des Anker­zen­trums durch. Ziel die­ser prä­ven­ti­ven Maß­nah­men war es zum einen, die Iden­ti­tät der dort auf­häl­ti­gen Per­so­nen fest­zu­stel­len und zum ande­ren, einer Gefähr­dung ande­rer Bewoh­ner sowie des im Anker­zen­trum täti­gen Per­so­nals vor­zu­beu­gen. Die Über­prü­fun­gen, bei denen Ver­stö­ße gegen das Betäu­bungs­mit­tel­ge­setz sowie ver­meint­li­ches Die­bes­gut fest­ge­stellt wur­den, waren am spä­ten Vor­mit­tag beendet.

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