Ver­an­stal­tun­gen in der Aus­stel­lung „Hitler.Macht.Oper“ in Thurnau

Symbolbild Bildung

Atmo­sphä­re und Mate­ri­al. Zur Insze­nie­rung von Ausstellungen

Vor­trag von Dr. Mar­tin Schnmidl (Aka­de­mie der Bil­den­den Kün­ste München)

  • Ter­min: Don­ners­tag, 13. Dezem­ber 2018, 18:30 Uhr – frei­er Eintritt

Kura­to­ren­füh­rung mit Dani­el Reupke

  • Ter­min: Sams­tag, 15. Dezem­ber 2018, 16 Uhr – frei­er Eintritt

Haben Sie nicht irgend­ein Geheimfach?

Ope­ret­ten­lie­der­abend mit Soli­stin­nen und Soli­sten des Staats­thea­ters Nürnberg

Paul Abra­ham war der unan­ge­foch­te­ne König der Ber­li­ner Ope­ret­te: Sein kome­ten­haf­ter Auf­stieg Anfang der 1930er Jah­re mit sei­ner erfolg­rei­chen Tri­as „Vik­to­ria und ihr Husar“, „Die Blu­me von Hawaii“ und „Ball im Savoy“ ist eben­so legen­där wie die Gulasch-Par­tys, die er in sei­nem Ber­li­ner Domi­zil ver­an­stal­tet haben soll. Doch weni­ge Tage nach der Urauf­füh­rung von „Ball im Savoy“ kamen die Natio­nal­so­zia­li­sten an die Macht und setz­ten zum kul­tu­rel­len Kahl­schlag an: Abra­ham muss­te Deutsch­land, spä­ter auch Öster­reich und schließ­lich Euro­pa verlassen.

Bei die­sem Ope­ret­ten­lie­der­abend prä­sen­tie­ren Soli­stin­nen und Soli­sten des Staats­thea­ters Nürn­berg Hits aus bekann­ten und unbe­kann­ten Wer­ken des Kom­po­ni­sten – mit dabei das „Geheim­fach“ aus der Fuß­ball­ope­ret­te „Roxy und ihr Wunderteam“.

  • Ter­min: Sams­tag, 15. Dezem­ber 2018, 19 Uhr – 12€/9€ ermäßigt
  • Kar­ten­vor­ver­kauf: Thea­ter­kas­sen im Opern- und Schauspielhaus
  • Abend­kas­se ab 18 Uhr im Dokumentationszentrum

Erzähl­te Erin­ne­rung – Lesung aus Gesprä­chen mit Zeitzeugen

Kon­zept von Sil­via Bier, mit Darsteller*innen des Staats­thea­ter Nürn­berg und in Zusam­men­ar­beit mit dem For­schungs­in­sti­tut für Musik­thea­ter der Uni­ver­si­tät Bayreuth.

Die Arbeit mit Zeit­zeu­gen war der Auf­takt des For­schungs­pro­jek­tes zu Musik­thea­ter in Nürn­berg 1920–1950. Einem Pres­se­auf­ruf fol­gend mel­de­ten sich eini­ge Weni­ge, die den Thea­ter­be­trieb im Nürn­berg jener Zeit noch aus eige­nem Erle­ben kann­ten und bereit waren, ihre Erin­ne­run­gen mit­zu­tei­len. Aus der Sicht des Thea­ter­kri­ti­kers, des Chor­sän­gers oder der Tän­ze­rin im Kin­der­bal­lett offen­bar­ten sich Ein­blicke und Sicht­wei­sen jen­seits doku­men­ta­ri­scher Quel­len. Die­se spe­zi­el­le, sehr per­sön­li­che Per­spek­ti­ve auf das Nürn­ber­ger Thea­ter soll in einer Lesung von Aus­schnit­ten aus den Zeit­zeu­gen­ge­sprä­chen den inter­es­sier­ten Zuhö­rern eröff­net werden.

  • Ter­min: Mitt­woch, 16. Janu­ar 2019, 19 Uhr – frei­er Eintritt

Finis­sa­ge der Aus­stel­lung Hitler.Macht.Oper

mit dem Musik­thea­ter­pro­jekt Bir­ken­au 18/10 (UA)

Insze­nie­rung von Max Koch mit Darsteller*innen des Staats­thea­ter Nürn­berg in Zusam­men­ar­beit mit dem For­schungs­in­sti­tut für Musik­thea­ter der Uni­ver­si­tät Bay­reuth und dem Doku­men­ta­ti­ons­zen­trum Reichs­par­tei­tags­ge­län­de Nürnberg.

Anläss­lich der Finis­sa­ge der Aus­stel­lung Hitler.Macht.Oper laden wir zur Urauf­füh­rung des Musik­thea­ter­pro­jekts Bir­ken­au 18/10 ein: Mit der Ver­ab­schie­dung der Nürn­ber­ger Ras­se­ge­set­ze auf dem Reichs­par­tei­tag 1935 begann die kom­pro­miss­lo­se Ent­eig­nung und Aus­lö­schung der jüdi­schen Bevöl­ke­rung im Drit­ten Reich. Auch für die Kom­po­ni­sten Vik­tor Ull­mann (1898–1944) und Pavel Haas (1899–1944) war das KZ Ausch­witz-Bir­ken­au die letz­te Sta­ti­on auf einer qual­vol­len und unmensch­li­chen Rei­se in den Tod.

Die Stück­ent­wick­lung ver­webt Kunst­lie­der der bei­den Kom­po­ni­sten am und mit dem histo­ri­schen Ort des ehe­ma­li­gen Reichs­par­tei­tags­ge­län­des und der Archi­tek­tur der Aus­stel­lung Hitler.Macht.Oper. Die Darsteller*innen bege­ben sich auf die Spu­ren Ull­manns und Haas‘ und erin­nern an die Grau­sam­kei­ten des NS-Regimes. Bir­ken­au 18/10 ist ein inti­mes, kam­mer­spiel­ar­ti­ges Requi­em, wel­ches der bei­den Musi­ker gedenkt und ihre Musik wie­der zum Klin­gen bringt.

Das anschlie­ßen­de Publi­kums­ge­spräch mit Prof. Dr. Anno Mun­gen vom fimt und wei­te­ren Pro­jekt­be­tei­lig­ten fin­det sei­nen Aus­klang in der Finis­sa­ge im Foy­er des Dokuzentrums.

  • Ter­min: Sams­tag, 2. Febru­ar 2019, 19 Uhr

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