Land­kreis Kulm­bach ver­spei­ste 82 Ton­nen Honig im letz­ten Jahr

Tag des Honigs am 7. Dezem­ber: IG BAU warnt vor Glyphosat

Hinter dem Honig-Frühstück stecken fleißige Bienen. Aber die sind hierzulande immer stärker bedroht, warnt die Agrar-Gewerkschaft IG BAU.

Hin­ter dem Honig-Früh­stück stecken flei­ßi­ge Bie­nen. Aber die sind hier­zu­lan­de immer stär­ker
bedroht, warnt die Agrar-Gewerk­schaft IG BAU.

Appe­tit auf flüs­si­ges Gold: Rund 82 Ton­nen Honig aßen die Men­schen im Land­kreis Kulm­bach im ver­gan­ge­nen Jahr – rein sta­ti­stisch. Dar­auf hat die IG Bau­en-Agrar-Umwelt (IG BAU) zum „Inter­na­tio­na­len Tag des Honigs“ hin­ge­wie­sen. Die Gewerk­schaft beruft sich dabei auf Anga­ben der Bun­des­an­stalt für Land­wirt­schaft und Ernäh­rung (BLE). Danach lag der Pro-Kopf-Ver­brauch mit 1,1 Kilo bei gut zwei Glä­sern Honig im Jahr.

Mit Sor­ge beob­ach­tet die IG BAU Ober­fran­ken jedoch das Bie­nen­ster­ben, das den Imkern in der Regi­on zuneh­mend zu schaf­fen mache. „Dafür ist auch die indu­stri­el­le Land­wirt­schaft ver­ant­wort­lich. Mono­kul­tu­ren und Pesti­zi­de las­sen den Bie­nen immer weni­ger Lebens­räu­me“, sagt Bezirks­vor­sit­zen­der Gerald Nick­las. Gefähr­lich sei ins­be­son­de­re das Pflan­zen­schutz­mit­tel Gly­pho­s­at. Laut einer aktu­el­len Stu­die aus den USA greift das Her­bi­zid die Darm­flo­ra der Bie­nen an – und ist einer der Haupt­grün­de für den mas­si­ven Rück­gang der Bie­nen­völ­ker. Die IG BAU for­dert auch des­halb ein Ver­bot von Gly­pho­s­at. Das Mit­tel ist in Deutsch­land im Gegen­satz zu ande­ren EU-Län­dern wei­ter­hin erlaubt.

„Wenn wir in Zukunft über­haupt noch hei­mi­schen Honig essen wol­len, dann muss es ein Umden­ken in der Land­wirt­schaft geben – mehr Viel­falt und weni­ger Ein­satz von Che­mie“, for­dert Nick­las. Laut Sta­ti­stik wird schon jetzt der Groß­teil des in Deutsch­land geges­se­nen Honigs impor­tiert – ins­be­son­de­re aus Argen­ti­ni­en, Mexi­ko und der Ukrai­ne. Dabei steht die Bun­des­re­pu­blik beim Honig­ver­zehr welt­weit an der Spit­ze. Allein zwi­schen 2016 und 2017 nahm der Ver­brauch nach Anga­ben der BLE um 15 Pro­zent zu.

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