IHK Ober­fran­ken: „Bei vie­len Bay­reu­ther Unter­neh­men läuft es rich­tig rund“

Sehr gute Geschäfts­la­ge, hohe Aus­la­stung – doch oft feh­len Fachkräfte

Die Wirt­schaft aus Stadt und Land­kreis Bay­reuth prä­sen­tiert sich wei­ter­hin kraft­voll. Im Rah­men der Herbst­um­fra­ge der IHK für Ober­fran­ken Bay­reuth wird vor allem die aktu­el­le Geschäfts­la­ge unge­bro­chen äußerst posi­tiv bewer­tet. „Der­zeit läuft es in vie­len Bay­reu­ther Betrie­ben rich­tig rund. Unse­re Unter­neh­men sind stark auf­ge­stellt, kön­nen sich am Markt gut behaup­ten und erfolg­reich wirt­schaf­ten. In einer gan­zen Rei­he von Betrie­ben ste­hen daher kräf­ti­ge Inve­sti­tio­nen an“, freut sich IHK-Vize­prä­si­dent Jörg Lich­ten­eg­ger, der auch Vor­sit­zen­der des IHK-Gre­mi­ums Bay­reuth ist.

Die Erwar­tun­gen an die wei­te­re Geschäfts­ent­wick­lung wer­den nicht mehr ganz so eupho­risch beur­teilt wie zuletzt und trü­ben sich leicht ein. Die Grund­stim­mung bleibt aber auch beim Blick in die Zukunft opti­mi­stisch. Der Kon­junk­tur­kli­ma­in­dex für Bay­reuth gibt um sie­ben Punk­te nach und liegt nun­mehr bei 128 Zäh­lern – einen Punkt höher als der ober­frän­ki­sche Durchschnitt.

Die Bay­reu­ther Wirt­schaft aus Stadt und Land berich­tet von einer im Sal­do guten Geschäfts­la­ge und soli­den Zuwäch­sen der Auf­trags­vo­lu­men. 55 Pro­zent der befrag­ten Fir­men geben an, dass ihre Geschäfts­la­ge gut sei, wei­te­re 37 Pro­zent stu­fen die geschäft­li­che Situa­ti­on befrie­di­gend ein und acht Pro­zent sind mit der Lage nicht zufrie­den. „Posi­tiv sind nicht nur die Nach­rich­ten aus der Indu­strie, auch Han­del, Dienst­lei­stun­gen, Bau- und Tou­ris­mus­ge­wer­be äußern sich zufrie­den“, freut sich Lichtenegger.

Denn nicht nur die Geschäfts­la­ge wird vor­nehm­lich posi­tiv bewer­tet, auch ihr Auf­trags­vo­lu­men kön­nen die Betrie­be im Sal­do stei­gern. Dies gilt sowohl im Inland, als auch im Geschäft mit dem Aus­land. In der Fol­ge ver­zeich­nen die Bay­reu­ther Unter­neh­men wei­ter eine hohe Kapa­zi­täts­aus­la­stung. Fast 95 Pro­zent der befrag­ten Unter­neh­men berich­ten von einer vol­len bzw. befrie­di­gen­den Aus­la­stung. „Der Aus­la­stungs­grad wird von der Bay­reu­ther Wirt­schaft am besten im gan­zen Kam­mer­be­zirk ein­ge­stuft“, berich­tet Lichtenegger.

Die Lage ist also gut und auch die Erwar­tun­gen der Bay­reu­ther Unter­neh­me­rin­nen und Unter­neh­mer an die kon­junk­tu­rel­le Ent­wick­lung sind zuver­sicht­lich. Man erwar­tet in den kom­men­den Mona­ten kei­ne grö­ße­ren Ver­än­de­run­gen der Geschäfts­la­ge, was bei dem hohen Niveau eine sehr gute Nach­richt ist. Die Ein­schät­zun­gen las­sen wei­ter auf sta­bi­le Geschäf­te und soli­de Zuwäch­se hof­fen. „Wir spü­ren, dass mehr Men­schen eine Beschäf­ti­gung und damit mehr Geld zur Ver­fü­gung haben. Die nied­ri­gen Zin­sen hel­fen uns dabei, denn man gibt das Geld lie­ber aus, als dass man es zur Bank bringt“, erklärt der Vor­sit­zen­de des IHK-Han­dels­aus­schus­ses Oli­ver Gieß­übel die der­zei­ti­ge Situation.

76 Pro­zent der Befrag­ten rech­nen mit einer gleich­blei­ben­den Geschäfts­la­ge, 17 Pro­zent gehen sogar von einer Ver­bes­se­rung aus, nur 7 Pro­zent befürch­ten schlech­te­re Geschäf­te. Auch die Pro­gno­sen für die Auf­trags­vo­lu­men sagen im Sal­do Zuwäch­se für das Inlands- und Aus­lands­ge­schäft vor­aus. Die Ein­schät­zung der Mehr­heit teilt auch Dr. Wolf­gang Mey­er, Geschäfts­füh­rer der Por­zel­lan­fa­brik Wal­kü­re GmbH & Co. KG in Bay­reuth: „Trotz zuneh­men­den Pro­tek­tio­nis­mus und Fach­kräf­te­man­gel kön­nen wir uns auf­grund der Inno­va­ti­ons­kraft der ober­frän­ki­schen Unter­neh­men welt­weit noch gut behaup­ten“, so der Bay­reu­ther Unternehmer.

Wirt­schafts­stand­ort Bay­reuth soll auch künf­tig wachsen

Das ste­ti­ge Wachs­tum des Wirt­schafts­stand­or­tes Bay­reuth soll sich nach Ein­schät­zung der befrag­ten Unter­neh­men auch künf­tig fort­set­zen. Die Inve­sti­ti­ons­nei­gung bleibt hoch und so plant der Groß­teil mit wei­ter stei­gen­den oder gleich­blei­ben­den Inve­sti­ti­ons­sum­men. „Für die erfolg­rei­che Wei­ter­ent­wick­lung der Unter­neh­men ist ein attrak­ti­ver Wirt­schafts­stand­ort wich­tig“, so IHK-Vize­prä­si­dent Jörg Lich­ten­eg­ger. „Hier ist es not­wen­dig, dass die Kom­mu­nen ihren Teil bei­tra­gen, unbü­ro­kra­tisch Geneh­mi­gun­gen ertei­len, aus­rei­chend Flä­chen zur Ver­fü­gung stel­len und den Stand­ort für unse­re Mit­ar­bei­ter attrak­tiv hal­ten“, führt der Geschäfts­füh­rer der GMK Medi­en. Mar­ken. Kom­mu­ni­ka­ti­on GmbH & Co KG in Bay­reuth aus.

Stär­ker als frü­her muss heu­te das Gesamt­pa­ket pas­sen, um Mit­ar­bei­ter zu gewin­nen. Nicht nur der Arbeits­platz muss attrak­tiv sein, auch das Umfeld. Feh­len­de Fach­kräf­te berei­ten der Wirt­schaft zuneh­mend Pro­ble­me und könn­ten so zur Wachs­tums­brem­se wer­den. Beson­ders stark ist der Druck bereits jetzt im Gast­ge­wer­be. Vor die­sem Hin­ter­grund hat es sich das IHK-Gre­mi­um Bay­reuth zur Auf­ga­be gemacht, für die beruf­li­che Bil­dung zu wer­ben. „Rich­tung Erfolg gibt es nicht nur den aka­de­mi­schen Weg, es gibt auch den Weg der beruf­li­chen Aus- und Wei­ter­bil­dung, der für ech­te Talen­te in den Unter­neh­men eine gleich­wer­ti­ge Alter­na­ti­ve ist und alle Kar­rie­re­chan­cen bie­tet“, betont IHK-Vize­prä­si­dent Jörg Lichtenegger.

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