Trick­be­trü­ger in Ober­fran­ken unterwegs

Symbolbild Polizei

RÖDEN­TAL, LKR. COBURG / BAY­REUTH / LKR. KRO­NACH. 24.000 Euro erbeu­te­ten Trick­be­trü­ger am Mitt­woch­nach­mit­tag von einer Rent­ne­rin aus Röden­tal, indem sie sich tele­fo­nisch als ver­meint­li­che Fami­li­en­an­ge­hö­ri­ge aus­ga­ben. Die Kri­mi­nal­po­li­zei sucht nach Zeu­gen. Auch in ande­ren Regio­nen Ober­fran­kens kam es zu der­ar­ti­gen Anrufen.

Zunächst erhielt die 78-Jäh­ri­ge auf ihrem Tele­fon den Anruf eines Man­nes, der sich als ihr Nef­fe aus­gab und drin­gend Geld für einen Woh­nungs­kauf benö­ti­ge. Der Mann rede­te so lan­ge auf die unbe­schol­te­ne Frau ein, bis die­se tat­säch­lich der Mei­nung war, dass der Anru­fer mit ihr ver­wandt wäre. Die Rent­ne­rin sicher­te „ihrem Nef­fen“ dann zu, ihn mit 24.000 Euro zu unterstützen.

Kurz dar­auf mel­de­te sich eine Frau, die sich als Nota­rin aus­gab und der Röden­ta­le­rin erklär­te, wie sie sich nun zu ver­hal­ten habe. Anschlie­ßend ging die Rent­ne­rin zur Bank, hob dort das ver­spro­che­ne Geld ab und über­gab es vor ihrem Haus an einen unbe­kann­ten Abholer.

Die­ser Mann kann fol­gen­der­ma­ßen beschrie­ben werden:

  • unge­fähr 40 Jah­re alt
  • 170 – 175 Zen­ti­me­ter groß
  • schlan­ke Statur
  • halb­lan­ge, gelock­te Haare
  • dunk­le­re Hautfarbe
  • beklei­det mit einer län­ge­ren schwar­zen Leder­jacke und Schildmütze

Die Kri­mi­nal­po­li­zei bit­tet um Hin­wei­se zu ver­däch­ti­gen Per­so­nen und Fahr­zeu­gen im Wohn­ge­biet zwi­schen Gnai­le­ser Stra­ße, Thü­rin­ger Stra­ße und Meck­len­bur­ger Stra­ße unter der Tel.-Nr. 09561/645–0.

Bank­mit­ar­bei­te­rin ver­hin­dert Geldübergabe

Am gest­ri­gen Tag ver­such­ten die Betrü­ger offen­bar noch wei­te­re Senio­ren im Bereich Coburg, Kro­nach und Bay­reuth um ihre Erspar­nis­se zu brin­gen. Dies miss­lang aller­dings. In Bay­reuth ver­hin­der­te nur das schnel­le und beson­ne­ne Ein­grei­fen einer auf­merk­sa­men Bank­mit­ar­bei­te­rin die Über­ga­be von 25.000 Euro an die Täter.

Die Ober­frän­ki­sche Poli­zei rät deshalb:

  • Sei­en Sie miss­trau­isch, wenn sich Per­so­nen am Tele­fon als Ver­wand­te oder Bekann­te aus­ge­ben und Sie um Geld bitten.
  • Eine gesun­de Skep­sis ist kei­ne Unhöflichkeit.
  • Wenn tat­säch­lich ein Ange­hö­ri­ger von Ihnen Geld benö­tigt, wird die­ser auch per­sön­lich vor­bei kommen.
  • Rufen Sie bei Ihren Ange­hö­ri­gen an und ver­ge­wis­sern Sie sich, ob die­se tat­säch­lich ange­ru­fen haben und Geld benötigen.
  • Stel­len Sie dem Anru­fer geziel­te Fra­gen, die nur ein Ange­hö­ri­ger wis­sen kann und bestehen Sie auf die Beantwortung.
  • Geben Sie kei­ne Aus­künf­te über Ihre fami­liä­ren oder finan­zi­el­len Verhältnisse.
  • Geben Sie kei­ne Geld­be­trä­ge an unbe­kann­te Abholer.
  • Infor­mie­ren Sie älte­re Ange­hö­ri­ge und Nach­barn über die Betrugsmasche.
  • Infor­mie­ren Sie sofort die Poli­zei, wenn Ihnen dahin­ge­hend etwas ver­däch­tig vor­kommt – Not­ruf: 110

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