SG Bayreuth/Erlangen unterliegt Nürnberg klar im Franken-Derby mit 2:17

Teamfoto. Bild: Rouven Medisch

Teamfoto. Bild: Rouven Medisch

Am 4.11.2018 bestritt die SG Bayreuth/Erlangen das Lokal-Derby der 1. Landesliga Bayern gegen die Nürnberg Wizards auf dem Gelände der Hockey-Gesellschaft Nürnberg. Die Partie war mit einer ganz besonderen Note geprägt, da beide Teams in der vergangenen Saison unter Erlanger Banner auftraten sind sich als ehemalige Teamkollegen besonders gut kennen. Um die Konstellation vollends abzurunden wurde das Spiel von den Herren der 1. Mannschaft des Erlanger Turnerbunds gepfiffen, somit war die ganze fränkische Lacrosse-Familie vereint.

Bei Anpfiff standen sich achtzehn Nürnbergern den dreizehn Spielern der SG gegenüber. Das Spiel begann zunächst in der Hälfte der Gäste und die Mannschaft konnte sich in den ersten sechs Minuten gut gegen die Wizards behaupten. Irgendwann fand der Ball doch seinen Weg vorbei an dem sich stark präsentierenden Goalie Leon Häfner, der bis dahin erst zwei Spiele überhaupt bestritten hatte, folglich ging die Heimmannschaft in Führung. Die SG ließ sich einfach zu lange Zeit ins Spiel zu kommen und gab Nürnberg so die Chance innerhalb des ersten Viertels zwei weitere Male einzunetzen. Eine Schrecksekunde gab es dann beim dritten Tor, als Häfner nach einer missglückten Abwehraktion mit dem eigenen Mitspieler zusammen prallte, jedoch nach kurzer Behandlung auf dem Feld mit einer Rippenprellung weiterspielen konnte.

Beflügelt durch die Führung legte Nürnberg nun einen Zahn zu, noch mehr gelang dadurch für die Mittelfranken als in den ersten zwanzig Minuten. Die SG war zwar überragend stark bei den Face-Offs und gewann fast jeden Ball, jedoch lief es im Angriff nicht so wie gewünscht und es mussten diverse Ballverluste hingenommen werden, die Nürnberg eiskalt und souverän ausnutze.

Mit 0:9 ging es in die Halbzeit und es war klar, dass die SG endlich aufwachen, vorne mit mehr Druck agieren und das Mittelfeld sich disziplinierter in der Rückwärtsbewegung am Gegenspieler halten musste.
Diese Vorsätze wurden dann auch in die Tat umgesetzt, im dritten Viertel entstanden mehr Torchancen und neben einer viel stärkeren Defensive wurde selbst vorne durch Tim Hadraschek eingenetzt. Auch die unerfahrenen Spieler gaben sich stark und versuchten einige Male den Ball zu versenken, jedoch fehlten häufig ein paar Zentimeter oder eben das bekannte Quäntchen Glück zum Erfolg. Nach Ablauf der zwanzig Minuten ging es dann mit einer Viertelbilanz von 3:1 in die drei Minuten Pause vor dem letzten Quarter.

Spätestens jetzt merkte man, dass die „Tribesbears“ fünf Paar Beine weniger auf dem Platz hatten und die Kräfte minütlich schwanden. Nürnberg konnte somit noch mal seine technische und taktische Überlegenheit im Angriff ausnutzen und legte weiter nach. Jedoch sah auch die SG noch einmal eine Chance, die daraufhin auch prompt durch den Erlanger Henrik Kuske nach Vorlage vom Bayreuther Felix Graf verwertet wurde. Das Endergebnis konnte somit nicht groß geändert werden, jedoch war das Tor wichtig für das Mannschaftsgefühl und den Zusammenhalt des Teams, zu sehen, dass aus den großen Mühen auch Ergebnisse resultieren können.

Der Endstand von 2:17 (0:3, 0:6, 1:3, 1:5) war jedoch definitiv nicht repräsentativ für die Leistung der Spielgemeinschaft. In der kommenden Woche wird sich noch mal auf die individuelle Stärke konzentriert und beim Hinrunden-Abschluss am nächsten Samstag in München alles abgerufen, in der Hoffnung mit einem Sieg in die Winterpause zu gehen.

Text: Julian Heiks, Leon Häfner

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