Jusos Ober­fran­ken wäh­len neu­en Vor­stand im Zei­chen der Euro­pa­wahl

Vitus Mayr aus Bam­berg ist neu­er Vor­sit­zen­der

Die Jusos Ober­fran­ken haben sich auf ihrer Bezirks­kon­fe­renz am 04.11. in der Fran­ken­aka­de­mie Schney ganz der anste­hen­den Euro­pa­wahl ver­schrie­ben. Dabei stell­te der neu gewähl­te Bezirks­vor­sit­zen­de Vitus Mayr klar: „Die Sozi­al­de­mo­kra­tie kämpft seit 1925 für eine euro­päi­sche Föde­ra­ti­on. Im 21. Jahr­hun­dert haben wir die ein­ma­li­ge Chan­ce, Natio­nen end­lich zu über­win­den und die euro­päi­sche Eini­gung her­bei­zu­füh­ren!“. Der Beschlos­se­ne Leit­an­trag for­mu­liert die Wahl­kampf­zie­le in einem ähn­lich zuver­sicht­li­chen Tenor.

Her­vor­ge­ho­ben wur­den siche­re Flucht- und Migra­ti­ons­we­ge nach Euro­pa und die Bekämp­fung von Flucht­ur­sa­chen. So for­dern die Jusos Ober­fran­ken, dass die Waf­fen­in­du­strie in die öffent­li­che Hand gelegt und Expor­te außer­halb der EU unter­sagt wer­den sol­len. Dar­über hin­aus soll es in Zukunft „Fair-Tra­de-Abkom­men“ statt Frei­han­dels­ver­trä­ge zu geben, um Aus­beu­tung zu ver­hin­dern und Nach­hal­tig­keit zu för­dern. Auch die inter­na­tio­na­le Bekämp­fung des Kli­ma­wan­dels spielt eine wich­ti­ge Rol­le: so sol­len fos­si­le Ener­gien bis ins Jahr 2030 obso­let wer­den und der Pla­stik­ver­brauch redu­ziert wer­den. Als klas­si­sches Juso-The­ma wur­de die euro­päi­sche Sozi­al­uni­on her­vor­ge­ho­ben, bei der zahl­rei­che Pro­ble­me wie die Jugend­ar­beits­lo­sig­keit, nied­ri­ge Ren­ten und schlech­te gesund­heit­li­che Ver­sor­gung euro­pa­weit ange­gan­gen und gelöst wer­den kön­nen. „Eine Euro­päi­sche Uni­on, die Jugend­li­chen kei­ne sozia­le Absi­che­rung und beruf­li­che Per­spek­ti­ve bie­tet, wird lang­fri­stig nicht bestehen kön­nen“, so der Bezirks­vor­sit­zen­de Vitus Mayr.

Bei den Vor­stands­wah­len wur­de Vitus Mayr aus Bam­berg mit 66,6% der abge­ge­be­nen Stim­men zum neu­en Vor­sit­zen­den gewählt. Er führ­te das Amt bereits seit Juli 2018 kom­mis­sa­risch aus, nach dem sich die bis­he­ri­ge Vor­sit­zen­de Sophia Fischer zurück­zog. Als stell­ver­tre­ten­de Vor­sit­zen­de wur­den Harald Mül­ler, Anni­ka Küspert (bei­de Lkr. Wun­sie­del), Seba­sti­an Weber, Anna Tan­zer und Con­rad Uhlig (alle drei Stadt Bay­reuth) und Ste­fa­nie Grö­ger (Lkr. Kro­nach) gewählt. Im Arbeits­pro­gramm nimmt sich der neue Vor­stand eine Stär­kung des Bil­dungs­an­ge­bo­tes vor, möch­te die basis­de­mo­kra­ti­sche Aus­rich­tung des Ver­bands stär­ken und die Öffent­lich­keits­ar­beit ver­stär­ken.

Zur Debat­te um die Erneue­rung der SPD ist für den neu­en Vor­stand klar: „Wir müs­sen das selbst erle­di­gen, dür­fen kei­nen Stein auf den ande­ren las­sen und Orts­ver­ein für Orts­ver­ein über­neh­men!“, so Vitus Mayr in der Vor­stel­lung des Arbeits­pro­gramms. Ziel ist es, in der SPD Ver­ant­wor­tung zu über­neh­men und selbst Struk­tu­ren wie­der­auf­zu­bau­en. Dazu gehö­ren neue, schlag­fer­ti­ge Inhal­te und glaub­wür­di­ge Per­sön­lich­kei­ten – sowohl in den Vor­stän­den der Par­tei, als auch den Par­la­men­ten als Mandatsträger*innen. Rück­trit­te von Ein­zel­per­so­nen haben in der Ver­gan­gen­heit nichts gebracht, es wird ein grund­sätz­li­cher Neu­start der SPD gefor­dert.

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