Ben­ni Stark: “The Fashio­nist Tour – #klei­der. lachen. leu­te.” in Bam­berg

Benni Stark. Quelle: Salon Kultur

Ben­ni Stark. Quel­le: Salon Kul­tur

Wer B wie Busi­ness sagt, der muss auch A wie Arma­ni sagen. Der Weg nach oben führt nun mal durch die Umklei­de­ka­bi­ne. Auch für den Come­dy-Shoo­ting­star Ben­ni Stark. In sei­nem neu­en Solo­pro­gramm öff­net er den Vor­hang zu einer Welt, in die man Män­ner kaum hin­ein und Frau­en kaum her­aus­be­kommt: dem Mode­haus.

Hier kennt er sich aus, hier war er zu Hau­se. Ben­ni Stark war Her­ren­aus­stat­ter. 13 Jah­re lang half er Män­nern in die Anzü­ge, die ihre Frau­en gut fan­den. Er weiß, wer die Hosen anhat und wer sie aus­sucht. Er kürz­te Ärmel und ver­län­ger­te Bezie­hun­gen. Er blick­te in die tief­sten Abgrün­de zwi­schen Mann und Frau. Und dort sah er den wah­ren Grund, wes­halb Män­ner und Frau­en hei­ra­ten:

Frau­en freu­en sich, dass sie end­lich eine Anzieh­pup­pe haben, die ihnen auch im Bett die Füße wärmt und Män­ner las­sen alles über sich erge­hen, nur um drei Mal die Woche Sex zu haben. Ben­nis Emp­feh­lung: Bevor Du auf die Idee kommst, zu hei­ra­ten, mach erst eine Aus­bil­dung zum Her­ren­aus­stat­ter. Danach zeigt sich, ob Du wirk­lich dafür bereit bist.

„Klei­der. Lachen. Leu­te.“ zeigt die ande­re Sei­te des Shop­pings. Die dunk­le Sei­te… die wah­re Sei­te des Lebens.

Beim Klei­der­kauf kommt alles raus. Da gibt es kei­ne Lügen. Die Hose passt oder sie passt nicht. Auch wenn Män­ner ger­ne behaup­ten „Das Bäuch­lein krieg ich noch weg bis zur Hoch­zeit!“

War­um suchen Frau­en einen Anzug in hel­lem Schwarz? Und wie hell darf Schwarz sein, bevor es Grau wird?
Wor­an erkennt man, ob ein chi­ne­si­scher Tou­rist einen Anzug will, eine Cur­ry­wurst, oder nur zum Bahn­hof?
Und wie­so wird im Ver­kaufs­raum blöd gewinkt?
Fra­gen die nur Ben­ni Stark so auf den Punkt beant­wor­ten kann. Mit mes­ser­schar­fem Blick fin­det er die Fus­sel auf der sau­be­ren Weste sei­ner Mit­men­schen, ent­larvt jede zwi­schen­mensch­li­che Knit­ter­fal­te und bügelt mit Voll­dampf auch durch sei­ne Kind­heit und die Jugend in einer Vor­stadt­gang. Sei­ne Erkennt­nis heu­te: Den fein­sten Stoff zieht man an, nicht durch die Nase.

Doch Ben­nis Welt besteht nicht nur aus Anzie­hen. Schließ­lich hat er nur knapp die Hälf­te sei­nes Lebens in der Her­ren­ab­tei­lung ver­bracht. In der ande­ren Hälf­te lern­te er, Pro­ble­me zu lösen. Von Men­schen, die was davon ver­ste­hen. Von den Mit­glie­dern sei­ner Vor­stadt­gang, bei­spiels­wei­se. Oder von däni­schen Feri­en­haus­ver­mie­tern. – Drei Wochen Regen? Kein Strom im Haus? – „Das ist aber nicht so gut.“ – Ein Satz und schon ist die Ange­le­gen­heit erle­digt. Das wah­re Land des Lächelns heißt nicht Chi­na, son­dern Däne­mark.

Ben­ni Stark führt uns durch sei­ne Welt zwi­schen Ghet­to und Guc­ci. Er ist mal krat­zi­ger Woll­pull­over, mal sam­te­ne Sei­de, mal schar­fe Sche­re, mal fei­ne Steck­na­del. Er kom­bi­niert den Zwei­rei­her mit der Base­ball-Cap und ver­eint auf der Büh­ne, was eigent­lich nicht zusam­men­passt.

Ben­ni Stark live

  • am Frei­tag, den 30. Novem­ber 2018
  • um 19:30 Uhr
  • in der Alten Sei­le­rei, Bam­berg

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