Sonn­tags­ge­dan­ken: Von den Ord­nun­gen Got­tes, Teil IV

Pfarrer Dr. Christian Fuchs

Pfar­rer Dr. Chri­sti­an Fuchs

Gott hat nach bibli­schem Zeug­nis Mann und Frau für­ein­an­der bestimmt. Frei­lich gehört es auch zur Ehr­lich­keit, ja zur christ­li­chen Näch­sten­lie­be dazu, sich zu tren­nen, wenn es nicht anders geht. Die Ehe darf nicht zum Gefäng­nis, zur Höl­le auf Erden wer­den, und wer trotz allem nicht den rich­ti­gen Part­ner fin­det, der, des­sen Ehe schei­tert, soll sich nicht als min­der­wer­tig, als Ver­sa­ger, gar als von Gott bestraft füh­len. Viel­leicht kann er im Freun­des­kreis, im Ver­ein Wär­me und Aner­ken­nung fin­den. Fer­ner gibt es Men­schen, die sich nicht so fest bin­den wol­len. Auch das ist zu akzep­tie­ren.

Die Ehe ist nach evan­ge­li­scher Auf­fas­sung kein Sakra­ment, ist also nicht zum ewi­gen Heil not­wen­dig, ja, wie Mar­tin Luther sich aus­drück­te, sie ist ein welt­lich Ding, für das der Staat den Rah­men gibt. Dar­um akzep­tiert mei­ne Kir­che auch die staat­li­che Trau­ung von gleich­ge­schlecht­li­chen Paa­ren. Über die genaue Form der kirch­li­chen Zere­mo­nie wird der­zeit dis­ku­tiert.

Nach evan­ge­li­scher Auf­fas­sung bit­tet der Pfar­rer um den Segen Got­tes für die im Rat­haus Getrau­ten. Gott will jeden Men­schen, jedes Paar seg­nen. Neh­men wir aber die­sen Segen über­haupt an? Öff­nen wir uns im Gebet, im Lesen der Bibel für den Hei­li­gen Geist? Rich­ten wir uns nach den Regeln Got­tes für die Ehe, für das gro­ße Spiel namens Leben? Das eigent­li­che Pro­blem ist nicht die Bos­heit,- natür­lich gibt es auch wirk­lich böse Men­schen -, son­dern unse­re Ich­be­zo­gen­heit.

Wei­te­re Sonn­tags­ge­dan­ken

Pfar­rer Dr. Chri­sti­an Fuchs, www​.neu​stadt​-aisch​-evan​ge​lisch​.de

Infos zu Chri­sti­an Karl Fuchs:

  • geb. 04.01.66 in Neustadt/​Aisch
  • Stu­di­um der evang. Theo­lo­gie 1985 – 1990 in Neu­en­det­tels­au
  • Vika­ri­at in Schorn­weiss­ach-Vesten­bergs­greuth 1993 – 1996
  • Pro­mo­ti­on zum Dr. theol. 1995
  • Ordi­na­ti­on zum ev. Pfar­rer 1996
  • Dienst in Nürnberg/​St. Johan­nis 1996 – 1999
  • seit­her in Neustadt/​Aisch
  • blind

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