Vor­trag “Prunk, Plai­sir und Poli­tik – Mark­gra­fen und Bischö­fe in Schloss See­hof” in Kulm­bach

Schloss Seehof. Foto: H. Peilnsteiner
Schloss Seehof. Foto: H. Peilnsteiner

In ihrer Vor­trags­rei­he zum 90. Jubi­lä­um ihres Ver­eins bege­ben sich die Freun­de der Plas­sen­burg the­ma­tisch etwas Main abwärts. Tau­sen­de von Auto­fah­rern sehen täg­lich auf der Auto­bahn A 70 kurz vor Bam­berg das pracht­vol­le Schloss See­hof mit sei­nen vier Kup­pel­tür­men wie gemalt in der Land­schaft lie­gen. Die wenig­sten haben es schon ein­mal von Innen betrach­tet. Am kom­men­den Mon­tag, den 29. Okto­ber 2018 ab 19:30 Uhr, sol­len die Teil­neh­mer des Histo­ri­schen Stamm­tischs der Freun­de der Plas­sen­burg in der Burg­schän­ke Al Castel­lo einen bil­der­rei­chen Ein­blick in die­ses fas­zi­nie­ren­de Schloss erhal­ten.

Der Bau dien­te nicht nur als so genann­tes Lust­schloss, son­dern als offi­zi­el­le Som­mer­re­si­denz der Fürst­bi­schö­fe von Bam­berg. Hier wur­de Poli­tik gemacht, hier tra­fen sich die katho­li­schen Bischö­fe auch mit den pro­te­stan­ti­schen Mark­gra­fen von Bran­den­burg-Kulm­bach-Bay­reuth. Jahr­hun­der­te lang bestimm­ten poli­ti­sche, wirt­schaft­li­che und reli­giö­se Span­nun­gen das Neben­ein­an­der der Fürst­bis­tü­mer Bam­berg und Würz­burg auf der einen und den Mark­gra­f­en­tü­mern Bran­den­burg-Ans­bach und Bran­den­burg-Kulm­bach-Bay­reuth auf der ande­ren Sei­te. Aber die Fol­gen von Auf­klä­rung, Krie­gen und Hun­gers­nö­ten führ­ten in der zwei­ten Hälf­te des 18. Jahr­hun­derts zu einer ste­ti­gen Annäh­re­rung die­ser Ter­ri­to­ri­en. Hol­ger Peiln­stei­ner wird über die Rol­le von Schloss See­hof bei die­sen poli­ti­schen Ver­hand­lun­gen und über deren prunk­vol­len Höhe­punkt refe­rie­ren, den der Besuch des Mark­gra­fen­paa­res Chri­sti­an Fried­rich Carl Alex­an­der und Frie­de­ri­ke Caro­li­ne mit Fürst­bi­schof Adam Fried­rich von Seins­heim zu Pfing­sten 1775 auf Schloss See­hof dar­stell­te. Abends darf in den beson­ders gekenn­zeich­ne­ten Berei­chen des Kaser­nen­hofs geparkt wer­den.

Der Ein­tritt ist frei.

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