Tipps zum Ein­bruch­schutz – Sichern Sie Ihr Zuhau­se

OBER­FRAN­KEN. Den Schutz der Däm­me­rung nut­zen Ein­bre­cher ins­be­son­de­re in der jetzt begin­nen­den dunk­len Jah­res­zeit. Doch nie­mand ist den Tätern schutz­los aus­ge­lie­fert – dies soll der Tag des Ein­bruch­schut­zes „K‑Einbruch“ am 28. Okto­ber 2018 ver­deut­li­chen. Dar­über hin­aus bie­ten die kri­mi­nal­po­li­zei­li­chen Bera­tungs­stel­len ganz­jäh­rig eine umfang­rei­che, indi­vi­du­el­le und kosten­lo­se Bera­tung zur Ein­bruchs­vor­sor­ge.

Die bun­des­wei­te Kam­pa­gne „K‑Einbruch“ fin­det all­jähr­lich am Tag der Zeit­um­stel­lung statt und soll die Bür­ge­rin­nen und Bür­ger getreu dem Mot­to „Eine Stun­de mehr für mehr Sicher­heit“ umfas­send über effek­ti­ven Ein­bruch­schutz infor­mie­ren. Stu­di­en zufol­ge lei­den Opfer noch Mona­te und teil­wei­se Jah­re unter den Ein­brü­chen, die neben dem mate­ri­el­len Scha­den auch einen erheb­li­chen Ein­griff in die Pri­vat­sphä­re bedeu­ten. Ein gro­ßer Teil der Taten könn­te durch die rich­ti­ge Siche­rungs­tech­nik, durch rich­ti­ges Ver­hal­ten und vor allem durch auf­merk­sa­me Nach­barn ver­hin­dert wer­den. Ein intak­tes sozia­les Umfeld ist oft­mals der Garant für wirk­sa­men Ein­bruch­schutz. So gelang es Anfang Novem­ber 2017 Poli­zei­be­am­ten in Hirschaid, Lkr. Bam­berg, mit Hil­fe der Bevöl­ke­rung, nach einem ver­such­ten Ein­bruch in ein Wohn­haus drei Täter im Rah­men der Fahn­dung fest­zu­neh­men. Bei der anschlie­ßen­den Über­prü­fung des Fahr­zeugs und der Per­so­nen konn­ten die Spe­zia­li­sten der Kri­mi­nal­po­li­zei Bam­berg einen wei­te­ren Ein­bruch nach­wei­sen.

Qua­li­fi­zier­te Ermitt­lungs­ar­beit zahlt sich aus

Im Jah­res­ver­gleich zu 2016 regi­strier­te die Ober­frän­ki­sche Poli­zei im Jahr 2017 einen leich­ten Anstieg der Woh­nungs­ein­bruchs­dieb­stäh­le um 30 Fäl­le auf 417 Straf­ta­ten (+7,8 Pro­zent). Der Anstieg steht im Gegen­satz zum Bay­ern­wei­ten Trend, dort sank die Anzahl der Fäl­le um ‑19,1 Pro­zent. Trotz des Anstiegs ist Ober­fran­ken mit eine der sicher­sten Regio­nen in Bay­ern. Auch im lau­fen­den Jahr dürf­ten sich die Fall­zah­len auf dem Niveau des Vor­jah­res bewe­gen. Die Bemü­hun­gen der Ober­frän­ki­schen Poli­zei, aber auch die Sen­si­bi­li­sie­rung der Bevöl­ke­rung haben in der Ver­gan­gen­heit mehr­fach zur Iden­ti­fi­zie­rung von Ein­bre­chern, aber auch zu Fest­nah­men auf fri­scher Tat geführt. Neben einer akri­bi­schen Spu­ren­su­che und ‑siche­rung an den Tat­or­ten, Ermitt­lun­gen durch qua­li­fi­zier­tes Per­so­nal und vor allem den Hin­wei­sen aus der auf­merk­sa­men Bevöl­ke­rung gelang es im Jahr 2017 in Ober­fran­ken jeden fünf­ten Fall und in Bay­ern jeden sech­sten auf­zu­klä­ren. Wie wich­tig eine pro­fes­sio­nel­le Spu­ren­si­che­rung ist, zeigt auch die Klä­rung einer Serie von Sport­heim­auf­brü­chen von Mai bis Okto­ber 2017 in den Land­krei­sen Bay­reuth, Kulm­bach und Forch­heim. In akri­bi­scher Klein­ar­beit mach­ten sich die Beam­ten der Spu­ren­si­che­rung an den Tat­or­ten an die Arbeit und konn­ten nach Aus­wer­tung und Abgleich der oft laten­ten Spu­ren mit den Daten­ban­ken einen Tat­ver­däch­ti­gen iden­ti­fi­zie­ren.

Knapp die Hälf­te aller Ein­brü­che blieb im Ver­suchs­sta­di­um stecken, auch weil die Täter schon oft von wir­kungs­vol­ler Siche­rungs­tech­nik abge­hal­ten wur­den. Aber auch auf­merk­sa­me Nach­barn kön­nen einen wert­vol­len Bei­trag zur Ver­hin­de­rung von Ein­brü­chen und zur Auf­klä­rung lei­sten.

Kri­mi­nal­po­li­zei­li­che Fach­be­ra­ter infor­mie­ren kosten­los

Neben den Ermitt­lungs- und Fahn­dungs­maß­nah­men setzt die Ober­frän­ki­sche Poli­zei vor allem auf die Prä­ven­ti­ons­ar­beit. Über die viel­fäl­ti­gen Mög­lich­kei­ten zur Siche­rung der eige­nen vier Wän­de infor­mie­ren kosten­los die Kri­mi­nal­po­li­zei­li­chen Bera­tungs­stel­len in Bam­berg, Bay­reuth, Coburg und Hof mit ihren kom­pe­ten­ten und erfah­re­nen Ansprech­part­nern. Ver­hal­tens­tipps wer­den dort im Zusam­men­wir­ken mit den Siche­rungs­ein­rich­tun­gen ver­ständ­lich erklärt und indi­vi­du­ell auf die Bedürf­nis­se und Vor­stel­lun­gen der Haus- und Woh­nungs­be­sit­zer abge­stimmt. Denn je schwe­rer es den Tätern gemacht wird, desto eher rücken sie ohne Beu­te auch wie­der ab. Belieb­te Angriffs­stel­len sind vor allem Haus- und Woh­nungs­tü­ren, Fen­ster und Ter­ras­sen­tü­ren.

Ein­fa­che Tipps für mehr Sicher­heit

Mit den fol­gen­den Ver­hal­tens­re­geln kann auch jeder Ein­zel­ne das Risi­ko mini­mie­ren, Opfer eines Ein­bruchs zu wer­den:

  • Wenn Sie Ihr Haus ver­las­sen – auch nur für kur­ze Zeit – sper­ren Sie unbe­dingt Ihre Haus­tür ab.
  • Ver­schlie­ßen Sie immer Fen­ster, Bal­kon- und Ter­ras­sen­tü­ren. Den­ken Sie dar­an: Gekipp­te Fen­ster sind offe­ne Fen­ster!
  • Ver­stecken Sie Ihren Schlüs­sel nie­mals drau­ßen. Ein­bre­cher fin­den jedes Ver­steck!
  • Wenn Sie Ihren Schlüs­sel ver­lie­ren, wech­seln Sie den Schließ­zy­lin­der aus.
  • Geben Sie kei­ne Hin­wei­se auf Ihre Abwe­sen­heit bei­spiels­wei­se in sozia­len Netz­wer­ken oder auf Ihrem Anruf­be­ant­wor­ter.
  • Prak­ti­zie­ren Sie Nach­bar­schafts­hil­fe! Betreu­en Sie die Woh­nung län­ger abwe­sen­der Nach­barn und erwecken Sie einen bewoh­nen Ein­druck, indem Sie bei­spiels­wei­se den Brief­ka­sten lee­ren oder die Roll­lä­den zur Nacht­zeit schlie­ßen.
  • Ach­ten Sie auf Frem­de in Ihrer Wohn­an­la­ge oder auf dem Nach­bar­grund­stück.
  • Notie­ren Sie sich Kenn­zei­chen und Beschrei­bun­gen ver­däch­ti­ger Autos und Per­so­nen.
  • Infor­mie­ren Sie bei ver­däch­ti­gen Beob­ach­tun­gen sofort die Poli­zei und auch ihre Nach­barn!
  • Umfas­sen­de Infor­ma­tio­nen zum The­ma Ein­bruch­schutz erhal­ten Sie auch unter www.k‑einbruch.de

Die ober­frän­ki­schen Kri­mi­nal­po­li­zei­li­chen Bera­tungs­stel­len fin­den Sie unter fol­gen­dem Link im Inter­net: http://​www​.poli​zei​.bay​ern​.de/​o​b​e​r​f​r​a​n​k​e​n​/​s​c​h​u​e​t​z​e​n​v​o​r​b​e​u​g​e​n​/​b​e​r​a​t​u​n​g​/​a​d​r​e​s​s​en/

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