Maxim Kan­tor stellt in Bam­berg aus

Uni­ver­si­tät lädt zu Ver­nis­sa­ge und Work­shop mit inter­na­tio­nal renom­mier­tem Künst­ler ein

Zwei Esel mit Doktorhut, Frack und Krawatte als Gelehrtenkarikatur: „Garden of Knowledge“ ist eines der Gemälde Maxim Kantors, die in der Teilbibliothek 1 ausgestellt sind. Quelle: Maxim Kantor

Zwei Esel mit Dok­tor­hut, Frack und Kra­wat­te als Gelehr­ten­ka­ri­ka­tur: „Gar­den of Know­ledge“ ist eines der Gemäl­de Maxim Kan­tors, die in der Teil­bi­blio­thek 1 aus­ge­stellt sind. Quel­le: Maxim Kan­tor

Maxim Kan­tor zählt zu den bedeu­tend­sten rus­si­schen Künst­lern. Sei­ne Bil­der hän­gen in den gro­ßen Muse­en Austra­li­ens, Euro­pas und der USA – nun kommt er mit sei­nen Bil­dern nach Bam­berg. Im Jahr 2016 hat die Stadt wäh­rend der Hegel­wo­che an der Otto-Fried­rich-Uni­ver­si­tät das Herz des Uni­ver­sal­künst­lers erobert. Aus die­ser Ver­bun­den­heit ent­stand bereits damals sein Wunsch, sei­ne Kunst in Bam­berg zu zei­gen. Gemein­sam mit Prof. Dr. Chri­sti­an Illies, Inha­ber des Lehr­stuhls für Phi­lo­so­phie II und Orga­ni­sa­tor der Hegel­wo­che, und Dr. Fabi­an Fran­ke, Lei­ten­der Direk­tor der Uni­ver­si­täts­bi­blio­thek, ver­wirk­licht er nun die­ses Vor­ha­ben mit einer Aus­stel­lung. Sie wird am Frei­tag, 26. Okto­ber 2018, um 19 Uhr in der Teil­bi­blio­thek 1, An der Uni­ver­si­tät 2, unter dem Titel „Gar­ten des Wis­sens“ fei­er­lich in Anwe­sen­heit des Künst­lers eröff­net.

„Im Titel steckt durch­aus eine Por­ti­on Iro­nie“, erklärt Chri­sti­an Illies. „Denn die aus­ge­stell­ten Wer­ke haben selbst ein kri­ti­sches Ver­hält­nis zu Wis­sen und Ver­ste­hen: Teils möch­ten sie das mühe­vol­le Stre­ben nach Wahr­heit zum Aus­druck brin­gen, teils pran­gern sie ein fal­sches Ver­ständ­nis des Begriffs an.“ Neben regel­rech­ten Gelehr­ten­ka­ri­ka­tu­ren wird es Wer­ke Kan­tors zu sehen geben, die in ihren Moti­ven und Figu­ren ech­tes Wahr­heits­be­stre­ben the­ma­ti­sie­ren, bei­spiels­wei­se Litho­gra­fien aus sei­nem Faust­zy­klus. Was Wis­sen ist und sein kann, ist eine Dimen­si­on des Aus­stel­lungs­kon­zepts. Eine zwei­te stellt die poli­ti­sche Sei­te der Kunst Kan­tors in den Fokus, denn in vie­len sei­ner Arbei­ten ist die Bedro­hung durch poli­ti­sche oder öko­no­mi­sche Struk­tu­ren sicht­bar: Ego­is­mus und Klein­gei­ste­rei sticht er dabei eben­so mit spit­zem Pin­sel auf wie die tota­li­tä­ren Ten­den­zen im heu­ti­gen Russ­land.

Mit der poli­ti­schen Situa­ti­on sei­nes Hei­mat­lan­des beschäf­tigt sich Maxim Kan­tor, der sich der Kunst, Musik und Schrift­stel­le­rei ver­schrie­ben hat, auch in sei­nem Roman „Rotes Licht“. Zur Ver­nis­sa­ge gibt der Bam­ber­ger Schau­spie­ler und Autor Andre­as Ulich mit einer Lesung Ein­blick in die­se Facet­te des Œuvres Kan­tors. Dr. Harald Wydra, Pro­fes­sor für Poli­ti­sche Theo­rie, ins­be­son­de­re für Ost-Euro­pa, und Poli­ti­sche Anthro­po­lo­gie an der Uni­ver­si­tät Cam­bridge, führt mit einem Vor­trag in das künst­le­ri­sche Schaf­fen ein. Eine klei­ne Füh­rung durch die Aus­stel­lung run­det den Abend ab. Wer noch tie­fer in das Werk Maxim Kan­tors ein­tau­chen möch­te, hat dazu am Sams­tag, 27. Okto­ber 2018, Gele­gen­heit: In sechs Vor­trä­gen und Gesprä­chen stel­len sich Bam­ber­ger Wis­sen­schaft­le­rin­nen und Wis­sen­schaft­ler, Gast­red­ner sowie Maxim Kan­tor selbst aus unter­schied­li­chen phi­lo­so­phi­schen Blick­win­keln die Fra­ge, was Kunst bewe­gen kann. Der öffent­li­che Work­shop zur Macht der Schön­heit fin­det von 9.30 Uhr bis 18 Uhr im Gebäu­de Fleisch­stra­ße 2, Raum 1.01, statt. Da die Plät­ze begrenzt sind, ist eine Anmel­dung unter jana.​funk@​uni-​bamberg.​de erfor­der­lich. Die Aus­stel­lung kann bis 31. März 2019 bei frei­em Ein­tritt mon­tags bis frei­tags von 8.30 Uhr bis 20 Uhr sowie sams­tags von 10 Uhr bis 14 Uhr besich­tigt wer­den.

Wei­te­re Infor­ma­tio­nen zur Aus­stel­lung fin­den Sie unter www​.uni​-bam​berg​.de/​u​b​/​a​k​t​u​e​l​l​e​s​-​a​u​s​-​d​e​r​-​u​n​i​v​e​r​s​i​t​a​e​t​s​b​i​b​l​i​o​t​h​e​k​/​m​a​x​i​m​-​k​a​n​t​o​r​-​g​a​r​t​e​n​-​d​e​s​-​w​i​s​s​ens. Das Pro­gramm des Work­shops gibt es unter www​.uni​-bam​berg​.de/​p​h​i​l​o​s​o​p​h​i​e​/​v​e​r​a​n​s​t​a​l​t​u​n​g​e​n​/​v​e​r​a​n​s​t​a​l​t​u​n​g​s​h​i​n​w​e​ise.

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