Voll­ver­samm­lung des Zen­tral­ver­bands des deut­schen Hand­werks ver­ab­schie­det ein­stim­mig Reso­lu­ti­on gegen Frem­den­feind­lich­keit, Ras­sis­mus und Anti­se­mi­tis­mus

Der Zen­tral­ver­band des deut­schen Hand­werks (ZDH) setzt ein star­kes Signal: Die gestern (Frei­tag) in Ber­lin tagen­de Voll­ver­samm­lung hat ein­stim­mig eine Reso­lu­ti­on für ein welt­of­fe­nes, libe­ra­les und demo­kra­ti­sches Deutsch­land, für respekt­vol­len Umgang mit­ein­an­der und gegen jede Form von Frem­den­feind­lich­keit, Ras­sis­mus und Anti­se­mi­tis­mus ver­ab­schie­det. Damit will die Ver­tre­tung des deut­schen Hand­werks ihre Sor­ge wegen der zuneh­men­den Radi­ka­li­sie­rung der Gesell­schaft und um den sozia­len Frie­den in Deutsch­land aus­drücken.

Die Reso­lu­ti­on „Hand­werk für ein welt­of­fe­nes Deutsch­land“ ist eine spon­ta­ne Reak­ti­on der Voll­ver­samm­lung des ZDH, der alle Hand­werks­kam­mern und alle Hand­werks­ver­bän­de ange­hö­ren. Für die HWK für Ober­fran­ken waren Prä­si­dent Tho­mas Zim­mer, gleich­zei­tig ZDH-Vize­prä­si­dent, Vize­prä­si­dent Mat­thi­as Graß­mann und Haupt­ge­schäfts­füh­rer Tho­mas Kol­ler in Ber­lin vor Ort. Das Hand­werk, so mach­te die Voll­ver­samm­lung deut­lich, macht immer­hin zehn Pro­zent der Gesell­schaft aus.

Die Reso­lu­ti­on „Hand­werk für ein welt­of­fe­nes Deutsch­land“ im Wort­laut:

„Bei uns zählt nicht, wo man her­kommt. Son­dern wo man hin­will.

Das Deut­sche Hand­werk steht allen offen, die sich zu den Wer­ten unse­rer Wirt­schafts- und Gesell­schafts­grup­pe beken­nen. An den Werk­bän­ken, in den Back­stu­ben und auf den Bau­stel­len des Hand­werks ste­hen seit jeher Men­schen unter­schied­li­cher Natio­na­li­tä­ten zusam­men. Wir wis­sen: Geschick­lich­keit, Krea­ti­vi­tät, Genau­ig­keit, Kun­den­nä­he und Ver­ant­wor­tungs­be­wusst­sein sind uni­ver­sel­le Ansprü­che. Sie ver­bin­den – unab­hän­gig von Her­kunft, Reli­gi­on und Welt­an­schau­ung.

Als Mit­te der Gesell­schaft beob­ach­ten wir eine zuneh­men Radi­ka­li­sie­rung in Wort und Tat. Wir haben eine gro­ße Sor­ge um den sozia­len Frie­den in unse­rem Land, um das Bild unse­rer Hei­mat in der Welt und den Ruf des deut­schen Wirt­schafts­stand­or­tes.

Vor die­sem Hin­ter­grund stellt die Voll­ver­samm­lung des Zen­tral­ver­ban­des des deut­schen Hand­werks (ZDH) fest:

  • Das Deut­sche Hand­werk bekennt sich zu einem welt­of­fe­nen, libe­ra­len und demo­kra­ti­schen Deutsch­land.
  • Das Deut­sche Hand­werk stellt sich gegen jede Form von Frem­den­feind­lich­keit, Ras­sis­mus und Anti­se­mi­tis­mus.
  • Das Deut­sche Hand­werk setzt sich für einen respekt­vol­len Umgang mit­ein­an­der ein, auch gera­de in der Dis­kus­si­on mit poli­tisch Anders­den­ken­den.“

Ber­lin, am 28. Sep­tem­ber 2018

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