Vitri­ne für die älte­ste latei­ni­sche Inschrift Bam­bergs

Spen­den­über­ga­be im Diö­ze­san­mu­se­um

Museumsleiter Holger Kempkens, Domkapitular Norbert Jung, Bürgermeister Christian Lange, Dombergkoordinatorin Christiane Wendenburg (Foto: Pressestelle Erzbistum Bamberg/Hendrik Steffens)

Muse­ums­lei­ter Hol­ger Kemp­kens, Dom­ka­pi­tu­lar Nor­bert Jung, Bür­ger­mei­ster Chri­sti­an Lan­ge, Dom­berg­ko­or­di­na­to­rin Chri­stia­ne Wen­den­burg (Foto: Pres­se­stel­le Erz­bis­tum Bamberg/​Hendrik Stef­fens)

Für die zum 1000. Jubi­lä­um des Besuchs von Papst Bene­dikt VIII. 1020 in Bam­berg aus Mün­chen zurück­keh­ren­de Wei­hein­schrift der Tho­mas­ka­pel­le hat der Freun­des­kreis der Muse­en um den Bam­ber­ger Dom 1000 Euro für eine Vitri­ne gespen­det. Im Diö­ze­san­mu­se­um über­reich­ten Bür­ger­mei­ster Chri­sti­an Lan­ge in sei­ner Eigen­schaft als Erster Vor­sit­zen­der des Freun­des­krei­ses und die Dom­berg-Koor­di­na­to­rin Chri­stia­ne Wen­den­burg den Spen­den­scheck an Dom­ka­pi­tu­lar Nor­bert Jung und Muse­ums­lei­ter Hol­ger Kemp­kens.

Die Wei­hein­schrift wur­de 1936 im zu spä­te­rer Zeit ver­schüt­te­ten Unter­ge­schoss der Tho­mas­ka­pel­le der Alten Hof­hal­tung ent­deckt: Es han­delt sich um eine Wand­ma­le­rei auf Putz mit wei­ßen Buch­sta­ben auf Pur­pur­grund, die die Wei­he der Kapel­le durch Papst Bene­dikt VIII. (1012–1024) am 13. April 1020 doku­men­tiert. Sie gilt damit als die älte­ste latei­ni­sche Inschrift in Bam­berg. Da ihre Erhal­tung an Ort und Stel­le gefähr­det war, wur­de das Putz­feld mit der Inschrift in den 1990er Jah­ren abge­nom­men und am alten Platz durch eine Replik ersetzt. Das Ori­gi­nal wur­de in den Restau­rie­rungs­werk­stät­ten der Baye­ri­schen Schlös­ser­ver­wal­tung in Mün­chen kon­ser­viert und ein­ge­la­gert.

Nun soll die Inschrift nach Bam­berg zurück­keh­ren und im Diö­ze­san­mu­se­um aus­ge­stellt wer­den. Dazu muss aber zunächst noch eine spe­zi­el­le Vitri­ne mit pas­si­ver Kli­ma­ti­sie­rung her­ge­stellt wer­den, deren Anschaf­fung durch die Spen­de des Freun­des­krei­ses der Muse­en um den Bam­ber­ger Dom unter­stützt wer­den soll.

„Ich freue mich sehr, als Vor­sit­zen­der des Freun­des­krei­ses der Muse­en um den Bam­ber­ger Dom dem Diö­ze­san­mu­se­um die­se Spen­de über­rei­chen zu kön­nen“, so Bür­ger­mei­ster Lan­ge bei der Scheck­über­ga­be. „Damit tra­gen alle Mit­glie­der des Ver­eins gemein­sam dazu bei, nicht nur die Koope­ra­ti­on der Muse­en am Dom­berg zu stär­ken und die Ver­net­zung ins­be­son­de­re mit Schu­len und Bil­dungs­ein­rich­tun­gen zu inten­si­vie­ren, son­dern auch an der Opti­mie­rung der Aus­stat­tung in den ein­zel­nen Häu­sern mit­zu­wir­ken.“

Dom­ka­pi­tu­lar Jung, Lei­ter der Haupt­ab­tei­lung Kunst und Kul­tur im Erz­bi­schöf­li­chen Ordi­na­ri­at, und Muse­ums­lei­ter Kemp­kens nah­men erfreut und dank­bar die Spen­de ent­ge­gen und erklär­ten, dass die Wei­hein­schrift der Tho­mas­ka­pel­le in ihrer neu­en Vitri­ne im Stein­saal des Muse­ums aus­ge­stellt wer­den soll – ganz in der Nähe des Ster­nen­man­tels, den Kai­ser Hein­rich II. von Isma­hel von Bari im Zusam­men­hang mit dem Papst­be­such von 1020 zum Geschenk erhielt.

Für alle, die die Muse­en um den Bam­ber­ger Dom und ihre Ange­bo­te unter­stüt­zen wol­len, bie­tet sich die Mög­lich­keit, Mit­glied im Freun­des­kreis der Muse­en um den Bam­ber­ger Dom e.V. zu wer­den. Das Anmel­de­for­mu­lar steht unter www​.dom​berg​-bam​berg​.de oder kann bei der Dom­berg­ko­or­di­na­ti­on an unter Tel. 0951/ 871150 oder per Mail info@​domberg-​bamberg.​de ange­for­dert wer­den.

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