Sechs Gesundheits- und Krankenpfleger werden vom Klinikum Forchheim übernommen

Kraus Philipp, Hammerand Sophia, Wolf Lea, Berger Bruno, Kaiser Dominik, Göttler Carl (kniend), Siegmund Franziska, Waßmuth Michelle, Zametzer André, Held Anne und Hammill Denise. Foto: Klinikum Forchheim

Kraus Philipp, Hammerand Sophia, Wolf Lea, Berger Bruno, Kaiser Dominik, Göttler Carl (kniend), Siegmund Franziska, Waßmuth Michelle, Zametzer André, Held Anne und Hammill Denise. Foto: Klinikum Forchheim

„Wie stellt man während der Schwangerschaft fest, ob ein ungeborenes Kind einen Gendefekt hat?“ Das war die schwerste Frage in der Abschlussprüfung, kommentiert eine der Schülerinnen der Berufsfachschule für Krankenpflege am Klinikum Forchheim. Mit dem mündlichen Teil endet die staatliche Prüfung in der Krankenpflege. Alle elf Absolventinnen und Absolventen haben bereits einen Arbeitsvertrag in der Tasche: Sechs von ihnen werden als Gesundheits- und Krankenpfleger vom Klinikum Forchheim übernommen. Ein Absolvent wird auf der Intensivstation übernommen, eine Absolventin auf einer internistischen Station, drei auf der Wahlleistungsebene und ein Absolvent geht in die Ambulanz.

Bei der Zeugnisverleihung gratulierte Krankenhausdirektor Sven Oelkers den Schülern zum Erfolg. Er freue sich, dass mehr als die Hälfte der Absolventen im Haus bleiben, so Oelkers. Für diejenigen, die erst einmal in anderen Krankenhäusern Erfahrung sammeln möchten, stünde die Tür immer offen: „Dank der Kooperation mit der Universitätsklinik Erlangen bieten wir auch die Fachweiterbildung zum OP-Pfleger an“, warb er für diesen Beruf.

Der Prüfungsvorsitzende der Regierung von Oberfranken, Medizinaldirektor und Experte für Krankenhaushygiene Bernhard Grüner, überreichte den examinierten Gesundheits- und Krankenpfleger/innen ihr Prüfungszeugnis und beglückwünschte sie zu ihrer Berufswahl. Fünf Schüler/innen – Carl Göttler, Sophia Hammerand, Dominik Kaiser, Franziska Siegmund und Lea Wolf– nahmen von der Schulleitung eine Anerkennungs-Urkunde, die von der Regierung von Oberfranken für einen hervorragenden Abschluss der Berufsfachschule ausgestellt wurde, entgegen

Praktisch mit dem Beruf Vertraut werden

Die Ausbildung an der Berufsfachschule findet in Blockform statt: Theoretischer Unterricht mit Lerneinheiten zu Gesundheits- und Krankenpflege und berufsbezogenen Grundlagen aus den Bereichen Medizin, Recht und Politik wechselt sich ab mit praktischen Einsätzen auf den verschiedenen Stationen im Klinikum Forchheim. Weitere Einsätze in der praktischen Ausbildung finden in der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie im Klinikum am Michelsberg in Bamberg und bei einem ambulanten Pflegedienst in Forchheim statt. Der theoretische und fachpraktische Unterricht richtet sich nach den Lehrplanrichtlinien des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus für die Berufsfachschulen für Krankenpflege Die staatliche Prüfung umfasst jeweils einen schriftlichen, mündlichen und praktischen Teil.
Die Berufsfachschule verfügt über 45 Ausbildungsplätze, die sich auf drei Kurse mit rund 15 Auszubildenden pro Kurs verteilen.

Hervorragende Vergütung

Die Weiterbildungsmöglichkeiten nach Abschluss der Ausbildung in der Krankenpflege in der Krankenpflege sind mannigfaltig. Durch Fachweiterbildungen – beispielsweise in der Onkologie oder Anästhesie/Intensivmedizin, Krankenhaushygiene, Qualitätsmanagement oder in der psychiatrischen Pflege – kann man Zusatzqualifikationen erlangen oder ein Studium in den Bereichen Gesundheits- und Pflegepädagogik, Public Health oder Pflegemanagement absolvieren. Die Ausbildungsvergütung entspricht den Vorgaben des Tarifvertrags für den öffentlichen Dienst und beträgt im ersten Schuljahr bereits 1.091, ab März 2019 1.141 Euro brutto pro Monat. Ein Gesundheits- und Krankenpfleger, der die Berufsausbildung gerade abgeschlossen hat, verdient nach TVöD Pflege (2018) 35.020 Euro brutto pro Jahr (inklusive Jahressonderzahlung, Entgeltgruppe P 7, Stufe 2), ein Stationsleiter erhält nach zehn Jahren als Gesundheits- und Krankenpfleger im öffentlichen Dienst 54.842 Euro (inklusive Jahressonderzahlung, Entgeltgruppe P 12, Stufe 5). Samstags-/Sonntags-/Feiertagszuschläge, Schichtzulage und Zuschläge für Nachtarbeit kommen je nach Leistung hinzu.