Land­ge­richt Bam­berg: Beginn der Haupt­ver­hand­lung wegen Bil­dung einer kri­mi­nel­len Ver­ei­ni­gung

Die Staats­an­walt­schaft Bam­berg hat gegen drei Män­ner und eine Frau aus dem Raum Bam­berg wegen Bil­dung einer kri­mi­nel­len Ver­ei­ni­gung in Tat­ein­heit mit (u.a.) gefähr­li­cher Kör­per­ver­let­zung, Stö­rung des öffent­li­chen Frie­dens durch Andro­hung von Straf­ta­ten und ver­bo­te­nem Umgang mit explo­si­ons­ge­fähr­li­chen Stof­fen Ankla­ge zur Staats­schutz­kam­mer des Land­ge­richts Bam­berg erho­ben. Mit Beschluss vom 18.07.2018 hat die zustän­di­ge Kam­mer die Ankla­ge unver­än­dert zur Haupt­ver­hand­lung zuge­las­sen.

Die Staats­an­walt­schaft legt den vier Ange­klag­ten im Alter von (jetzt) 24, 26, 32 und 39 Jah­ren zur Last, sich Ende 2014 bzw. Anfang 2015 als Mit­glie­der der sog. Sek­ti­on Bay­ern-Fran­ken der rechts­ra­di­ka­len Ver­ei­ni­gung „Wei­sse Wöl­fe Ter­ror­crew“ (im März 2016 ver­bo­ten durch Ver­fü­gung des Bun­des­mi­ni­sters des Inne­ren) radi­ka­li­siert und das Ziel ver­folgt zu haben, durch straf­ba­re Hand­lun­gen, ins­be­son­de­re durch Roh­heits­de­lik­te, poli­tisch lin­ke Per­so­nen und Grup­pie­run­gen sowie Aus­län­der mili­tant zu bekämp­fen. Die Ange­klag­ten sol­len als Mit­glie­der des Füh­rungs­zir­kels der Sek­ti­on den Ein­satz von Gewalt und ver­bo­te­ner Pyro­tech­nik zur Durch­set­zung ihrer rechts­ex­tre­mi­sti­schen Ideo­lo­gie geplant haben.

Den Ange­klag­ten wird – in unter­schied­li­cher Betei­li­gung – fer­ner vor­ge­wor­fen, im Zeit­raum Dezem­ber 2014 bis August 2015 ver­schie­de­ne wei­te­re Straf­ta­ten began­gen zu haben, etwa Kör­per­ver­let­zungs- und Spreng­stoff­de­lik­te. Am 19.08.2015 soll es durch zwei Ange­klag­te zur Stö­rung des öffent­li­chen Frie­dens durch Andro­hung von Straf­ta­ten in Bezug auf eine Asyl­be­wer­ber­un­ter­kunft in Bam­berg gekom­men sein.

Die Haupt­ver­hand­lung wird ab dem 10.10.2018 unter dem Vor­sitz des Vize­prä­si­den­ten des Land­ge­richts Man­fred Schmidt statt­fin­den. Der Pro­zess beginnt um 09:00 Uhr. Es sind der­zeit bis Ende Janu­ar 2019 wei­te­re 26 Ver­hand­lungs­ta­ge vor­ge­se­hen.

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