See­hof Lec­tu­re: “Der Zier­ra­ten­schnit­zer Fer­di­nand Hundt in Schloss See­hof?”

Die Baye­ri­sche Schlös­ser­ver­wal­tung lädt am Don­ners­tag, den 27. Sep­tem­ber 2018 um 18 Uhr zur See­hof Lec­tu­re in den Wei­ßen Saal von Schloss See­hof ein. Der Ein­tritt zum Vor­trag ist kosten­los.

Fer­di­nand Hundt ist bekannt als einer der bedeu­tend­sten Aus­stat­tungs­künst­ler des deut­schen Roko­ko. Arbei­ten Hundts fin­den sich bei­spiels­wei­se in der Würz­bur­ger Resi­denz und in Schloss Bruch­sal. Es spricht eini­ges dafür, dass Hundt auch wei­te Tei­le der Aus­stat­tung Schloss See­hofs geschaf­fen hat. Rei­ner Schulz wird in einem reich bebil­der­ten Vor­trag im Wei­ßen Saal von Schloss See­hof Leben und Werk Fer­di­nand Hundts aus­führ­lich dar­stel­len.

Auf Grund­la­ge sei­ner 2017 beim Histo­ri­schen Ver­ein für Bam­berg erschie­ne­nen Unter­su­chung wird Schulz dabei ins­be­son­de­re auf die Aus­stat­tung im Wei­ßen Saal und auf wei­te­res bedeu­ten­des See­hofer Mobi­li­ar wie die Treil­la­ge-Gar­ni­tur (heu­te im Metro­po­li­tan Muse­um of Art, New York) ein­ge­hen, die um 1750 von Hundt für Fürst­bi­schof Johann Phil­ipp Anton von Francken­stein ange­fer­tigt wur­de. Die Betei­li­gung Hundts an der unter Francken­stein ent­stan­de­nen Ein­rich­tung zeigt nicht zuletzt die her­aus­ra­gen­de Bedeu­tung Schloss See­hofs für die Kunst des frän­ki­schen Roko­ko an.

Zum Refe­ren­ten:

Rei­ner Schulz lebt in Baden-Baden und befasst sich als Autor von kunst­hi­sto­ri­schen Auf­sät­zen vor­wie­gend mit der Aus­stat­tung von Schlös­sern und Resi­den­zen in Süd­deutsch­land. Sei­nen For­schungs­schwer­punkt bil­den hier­bei die Arbei­ten des Roko­ko-Künst­lers Fer­di­nand Hundt, Kunst­schrei­ner und Zier­ra­ten­schnit­zer.

Das Schloss See­hof

Schloss See­hof wur­de ab 1686 als Som­mer­re­si­denz der Bam­ber­ger Fürst­bi­schö­fe nach Plä­nen von Anto­nio Petri­ni errich­tet. Nach Säku­la­ri­sa­ti­on und Ver­wahr­lo­sung in Pri­vat­be­sitz waren Ende des 20. Jahr­hun­derts umfang­rei­che Sanie­rungs­maß­nah­men nötig. Der Groß­teil des Schlos­ses wird heu­te vom Baye­ri­schen Lan­des­amt für Denk­mal­pfle­ge genutzt. Für Besu­cher sind neun Schau­räu­me des restau­rier­ten Appar­te­ments der Fürst­bi­schö­fe zugäng­lich, dar­un­ter der “Wei­ße Saal” mit dem vir­tuo­sen Decken­ge­mäl­de von Giu­sep­pe Appia­ni. Von der Pracht des ein­sti­gen Roko­ko­gar­tens zeu­gen unter ande­rem die wie­der­her­ge­stell­te Kas­ka­de mit ihren Was­ser­spie­len sowie eini­ge erhal­te­ne Sand­stein­skulp­tu­ren von Fer­di­nand Tietz.

Wei­te­re Infor­ma­tio­nen zum Schloss See­hof fin­den Sie hier.

Die Baye­ri­sche Schlös­ser­ver­wal­tung

Die Baye­ri­sche Ver­wal­tung der staat­li­chen Schlös­ser, Gär­ten und Seen ist eine der tra­di­ti­ons­reich­sten Ver­wal­tun­gen des Frei­staa­tes Bay­ern. Als Hof­ver­wal­tung der Kur­für­sten und der Köni­ge ent­stan­den, ist sie heu­te mit 45 Schlös­sern, Bur­gen und Resi­den­zen sowie wei­te­ren Bau­denk­mä­lern einer der größ­ten staat­li­chen Muse­um­s­trä­ger in Deutsch­land. Dazu kommt noch ein ganz beson­de­res geschicht­li­ches Erbe: die vie­len pracht­vol­len Hof­gär­ten, Schloss­parks, Gar­ten­an­la­gen und Seen. Die ein­zig­ar­ti­gen Ensem­bles euro­päi­scher Archi­tek­tur gepaart mit reich­hal­ti­ger künst­le­ri­scher Aus­stat­tung zie­hen jähr­lich über fünf Mil­lio­nen Besu­cher aus aller Welt an.

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