Fal­scher Nef­fe ergau­nert Gold und Schmuck

OBER­FRAN­KEN. Seit län­ge­rer Zeit ist die Poli­zei mit ver­schie­de­nen Facet­ten des soge­nann­ten Call­cen­ter-Betrugs beschäf­tigt. Am Don­ners­tag­abend schlu­gen die orga­ni­sier­ten Täter im Land­kreis Bay­reuth zu und ergau­ner­ten Gold und Schmuck im Wert eines sechs­stel­li­gen Euro­be­trags. Bei wei­te­ren Fäl­len in ganz Ober­fran­ken kam es zu kei­ner­lei Geld­über­ga­ben.

Als angeb­li­che Enkel, hil­fe­be­dürf­ti­ge Ver­wand­te oder fal­sche Poli­zei­be­am­te gaben sich min­de­stens 18 Anru­fer in den letz­ten 24 Stun­den bei Senio­ren in Ober­fran­ken aus, um an deren Geld zu kom­men.

So gelang es höchst pro­fes­sio­nel­len Straf­tä­tern, einen Senio­ren im Land­kreis Bay­reuth durch geschick­te Gesprächs­füh­rung von einer angeb­lich finan­zi­el­len Not­la­ge eines Nef­fen zu über­zeu­gen. In der Hoff­nung die­sen von einem hohen wirt­schaft­li­chen Ver­lust zu bewah­ren, über­gab der Herr an einen ver­meint­li­chen Bekann­ten sei­nes Nef­fen wert­vol­len Schmuck und Gold­mün­zen im Wert eines sechs­stel­li­gen Euro­be­trags.

Der Abho­ler wird fol­gen­der­ma­ßen beschrie­ben:

Etwa 30 – 35 Jah­re alt, 168 Zen­ti­me­ter groß, unter­setz­te Figur, kur­ze, dun­kel­blon­de Haa­re, ost­eu­ro­päi­sches Aus­se­hen. Er trug Jeans und ein blau-weiß karier­tes Hemd.

Die Kri­mi­nal­po­li­zei Bay­reuth hat die Ermitt­lun­gen dazu über­nom­men.

Das Poli­zei­prä­si­di­um Ober­fran­ken rät daher den, vor allem älte­ren Mit­bür­gern:

  • Sei­en sie skep­tisch, wenn sie tele­fo­nisch um Geld gebe­ten oder sie über ihre Ver­mö­gens­ver­hält­nis­sen aus­ge­fragt wer­den! Die ech­te Poli­zei wür­de so etwas nie­mals tun!
  • Über­ge­ben sie kei­nem Frem­den Geld, auch wenn er angeb­lich von Ver­wand­ten geschickt wur­de!
  • Ver­ge­wis­sern sie sich durch einen Rück­ruf, ob ein Ver­wand­ter tat­säch­lich finan­zi­el­le Hil­fe benö­tigt oder holen sie sich Rat bei Ver­trau­ens­per­so­nen oder Freun­den!

An die Mit­ar­bei­ter von Kre­dit­in­sti­tu­ten appel­liert die Poli­zei:

  • Sei­en sie miss­trau­isch, wenn eine älte­re Per­son einen hohen Geld­be­trag abhe­ben möch­te. Beden­ken sie, dass die Senio­ren ihre finan­zi­el­le Lebens­lei­stung ver­lie­ren könn­ten. Infor­mie­ren sie umge­hend die Poli­zei, wenn sie einen Betrugs­ver­dacht hegen!

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