„Flau­schi­ge Land­schafts­pfle­ger“ am Nord­hang der Plassenburg

Schafe am Nordhang der Plassenburg. © Bayerische Schlösserverwaltung

Scha­fe am Nord­hang der Plas­sen­burg. © Baye­ri­sche Schlösserverwaltung

Seit Wochen­an­fang erhält die Baye­ri­sche Schlös­ser­ver­wal­tung „flau­schi­ge Unter­stüt­zung“ bei ihrer Land­schafts­pfle­ge. Am Nord­hang der Plas­sen­burg wei­det seit ver­gan­ge­nem Mon­tag eine klei­ne Schaf­her­de. Die 36 Scha­fe sind für ca. zwei Mona­te vom gegen­über­lie­gen­den Süd­hang am Kli­ni­kum Kulm­bach an den Burg­hang gezo­gen, da es auf­grund der enor­men Trocken­heit in Nord­bay­ern für die Her­de zuneh­mend schwer wird aus­rei­chend Fut­ter zu fin­den. Der Nord­hang der Plas­sen­burg wur­de in die­sem Jahr noch nicht gemäht und bie­tet daher genü­gend saf­ti­ges Grün für die Schafe.

Die Baye­ri­sche Schlös­ser­ver­wal­tung unter­stützt damit nicht nur die orts­an­säs­si­ge Schä­fe­rin, son­dern pro­fi­tiert selbst vom posi­ti­ven Nut­zen der Schaf­be­wei­dung zur Land­schafts­pfle­ge: Die Wan­der­schä­fe­rei steht in der Frän­ki­schen Alb in einer lan­gen Tra­di­ti­on. Sie stellt eine tra­di­tio­nel­le, scho­nen­de aber effek­ti­ve Pfle­ge von Grün­flä­chen dar, ins­be­son­de­re in mit Maschi­nen nur schwer zu errei­chen­den Hang­be­rei­chen. Das Abwei­den ver­min­dert die Ver­bu­schung der Flä­chen, was die Pfle­ge der Hang­be­rei­che erleichtert.

Zudem lich­tet die Bewei­dung mit Scha­fen Grün­flä­chen auf, also die ein­zel­nen Pflan­zen einer Wie­se erhal­ten mehr Licht, was eher das Wachs­tum von krau­ti­gen Pflan­zen för­dert. Durch die­sen selek­ti­ven Ver­biss durch die Tie­re wird eine klein­flä­chi­ge Arten­viel­falt geför­dert. Damit dient die Land­schafts­pfle­ge am Burg­hang mit den „flau­schi­gen Hel­fern“ dem Erhalt des durch die tra­di­tio­nel­le Bewirt­schaf­tung ent­stan­de­nen Land­schafts­bil­des in Kulmbach.

Wei­te­re Infor­ma­tio­nen zur Plas­sen­burg fin­den Sie unter www​.schloes​ser​.bay​ern​.de.

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