Trick­be­trü­ger am Tele­fon erneut aktiv

BAM­BERG. Mit der bereits bekann­ten Masche des soge­nann­ten Enkel­tricks, als auch als fal­sche Poli­zei­be­am­te, ver­su­chen seit den Vor­mit­tags­stun­den des Diens­ta­ges im Raum Bam­berg wie­der ver­mehrt Betrü­ger am Tele­fon das Geld von gut­gläu­bi­gen Senio­ren zu ergau­nern. Die Ober­frän­ki­sche Poli­zei warnt erneut vor den drei­sten Tätern.

Obwohl ein gro­ßer Teil der Bevöl­ke­rung mitt­ler­wei­le durch die wie­der­hol­ten Warn­mel­dun­gen über die Betrü­ger sen­si­bi­li­siert ist, ver­su­chen die Täter immer wie­der ihr Glück. Seit den Vor­mit­tags­stun­den gin­gen bei der Bam­ber­ger Poli­zei bereits rund 20 Mit­tei­lun­gen von Bür­gern ein, die die Anru­fe der Trick­be­trü­ger durch­schau­ten. In einem Fall konn­ten die Poli­zei­be­am­ten die Über­ga­be von meh­re­ren zehn­tau­send Euro durch einen im letz­ten Moment miss­trau­isch gewor­de­nen Seni­or verhindern.

War­nung der Polizei

Die Poli­zei bit­tet des­halb erneut um ent­spre­chen­de Vor­sicht, denn das Vor­ge­hen der Gano­ven ist immer das glei­che. Durch eine geschick­te Gesprächs­füh­rung am Tele­fon täu­schen die Unbe­kann­ten ihre vor­wie­gend älte­ren Opfer. Die­se sind der Mei­nung mit einem Ver­wand­ten, meist Enkel oder Nef­fen, zu tele­fo­nie­ren. Unter glaub­haf­ter Schil­de­rung, dass sie sich in einer aus­weg­lo­sen finan­zi­el­len Not­la­ge befän­den, wer­den die ahnungs­lo­sen Opfer um die Aus­zah­lung eines angeb­lich drin­gend benö­tig­ten, hohen Bar­geld­be­tra­ges gebeten.

Eine ähn­li­che Betrugs­ma­sche ist die des „fal­schen Poli­zei­be­am­ten“. Unter dem Vor­wand die Erspar­nis­se über­prü­fen zu müs­sen oder mög­li­che Sicher­heits­lücken auf­zu­decken, ver­su­chen die fal­schen Kri­mi­nal­be­am­ten gro­ße Beu­te zu machen.

Um nicht Opfer der­ar­ti­ger Gano­ven zu wer­den, beach­ten Sie bit­te fol­gen­de Tipps:

  • Sei­en Sie miss­trau­isch, wenn sich Per­so­nen am Tele­fon als Ver­wand­te, Bekann­te oder angeb­li­che Poli­zei­be­am­te aus­ge­ben und Geld­for­de­run­gen stellen.
  • Geben Sie kei­ne Aus­kunft über Ihre fami­liä­ren oder finan­zi­el­len Verhältnisse.
  • Las­sen Sie sich zeit­lich und emo­tio­nal nicht unter Druck setzen.
  • Stel­len Sie dem Anru­fer gezielt Fra­gen nach sei­nem fami­liä­ren Umfeld, z.B. nach dem Namen der Mut­ter oder dem Wohn­ort und bestehen Sie auf die Beantwortung.
  • Hal­ten Sie nach einem Anruf mit finan­zi­el­len For­de­run­gen mit ande­ren Fami­li­en­an­ge­hö­ri­gen Rücksprache.
  • Über­ge­ben Sie nie­mals Geld oder Wert­ge­gen­stän­de an unbe­kann­te Per­so­nen – auch nicht, wenn sie angeb­lich im Auf­trag von Verwandten/​Bekannten handeln.
  • Las­sen Sie sich von Amts­per­so­nen immer den Dienst­aus­weis zei­gen und prü­fen Sie die­sen sorgfältig.
  • Rufen Sie im Zwei­fels­fall selbst bei der Poli­zei­dienst­stel­le an und las­sen sie sich von dort den Ein­satz bestätigen.
  • Ech­te Poli­zei­be­am­te wer­den Sie nie­mals zu einer Geld­über­ga­be auffordern.
  • Infor­mie­ren Sie sofort die Poli­zei, wenn Ihnen etwas ver­däch­tig vor­kommt – Not­ruf: 110

Wei­te­re Tipps und Infor­ma­tio­nen zum The­ma fin­den Sie auch im Inter­net unter www​.poli​zei​-bera​tung​.de

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