Stel­lung­nah­me: Bunt statt Braun – ver­such­te Abschie­bung von Adet

Sarah Fuchs, Vor­stand von Bunt statt Braun: „Nach 14 Jah­ren geleb­ter Inte­gra­ti­on in Bay­reuth, ist eine Abschie­bung in höch­stem Maße unmenschlich.“

“Unse­re Freun­din Ima­cu­la­te Adet lebt seit 14 Jah­ren in Deutsch­land, hat sich hier her­vor­ra­gend inte­griert, spricht Deutsch und stu­diert an der Kiron Uni­ver­si­tät. Sie hät­te für die Fest­spie­le als Nähe­rin arbei­ten kön­nen, lei­der erhielt sie kei­ne Arbeits­er­laub­nis. Seit vie­len Jah­ren enga­giert sie sich aktiv in unse­rem Ver­ein. Sie ist eines der Grün­dungs­mit­glie­der des Näh­ca­fés, gehört dort zum Lei­tungs­team und unter­stützt weni­ger erfah­re­ne Teilnehmer*innen beim Nähen. Im Schu­lungs­team berei­tet sie neue Ehren­amt­li­che auf Her­aus­for­de­run­gen in ihrem Enga­ge­ment bei Bunt statt Braun vor. Sie ist ein unver­zicht­ba­rer Teil bei­der Teams und eben­so ein unver­zicht­ba­rer Bestand­teil unse­res Ver­eins. Neben ihrem Enga­ge­ment bringt Adet die Per­spek­ti­ve von Geflüch­te­ten in unse­ren Ver­ein ein und ver­bes­sert damit unse­re Arbeit fortlaufend.”

Nach einem acht­jäh­ri­gen Auf­ent­halt in Deutsch­land gibt es für gedul­de­te Geflüch­te­te die Mög­lich­keit, eine Auf­ent­halts­er­laub­nis zu erhal­ten. Vor­aus­set­zun­gen dafür sind ein Pass, gute Deutsch­kennt­nis­se, eine nach­hal­ti­ge Inte­gra­ti­on und eine selbst­stän­di­ge Siche­rung des Lebens­un­ter­hal­tes. All dies kann Adet vor­wei­sen. Das Aus­län­der­amt der Stadt Bay­reuth lehn­te die Auf­ent­halts­er­laub­nis trotz­dem ab. Unmit­tel­bar nach der Ableh­nung durch das Gericht wur­de Adet ver­haf­tet und soll­te abge­scho­ben wer­den. Die Abschie­bung schei­ter­te nur an ihrem gewalt­frei­en Wider­stand, der­zeit befin­det Adet sich in Abschiebehaft.

Chri­sti­an Haas, Vor­stand von Bunt statt Braun: „Ich bin empört dar­über, dass Adet direkt aus dem Gericht abge­scho­ben wer­den soll­te und so ver­sucht wur­de, ihr den Weg zur Här­te­fall­kom­mis­si­on oder zum Peti­tion­aus­schuss des baye­ri­schen Land­tags zu ver­weh­ren. Es wur­de ihr zudem nicht ermög­licht, sich von ihren Freund*innen zu ver­ab­schie­den. Ein sol­ches Vor­ge­hen hal­te ich für höchst unmenschlich.“

Chri­sti­ne Raithel, Vor­stand von Bunt statt Braun: „Wir for­dern die Stadt Bay­reuth und den Innen­mi­ni­ster dazu auf alle Ermes­sen­spiel­räu­me zu Adets Gun­sten zu nut­zen, sie aus der Abschie­be­haft zu ent­las­sen und ihr einen Auf­ent­halt in Deutsch­land zu ermöglichen.“

Wei­te­re Infor­ma­tio­nen fin­den Sie auf unse­rer Home­page unter https://​www​.bunt​statt​braun​-bt​.de/​2​0​1​8​/​0​9​/​0​1​/​a​d​e​t​s​-​a​b​s​c​h​i​e​b​u​n​g​-​v​e​r​h​i​n​d​e​r​n​-​a​d​e​t​-​m​u​s​s​-​b​l​e​i​b​en/.

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