FDP Forch­heim: „Wir brau­chen ein Recht aus einem Guss“

Dr. Mar­co Busch­mann, MdB, Erster Par­la­men­ta­ri­scher Geschäfts­füh­rer der FDP- Bun­des­tags­frak­ti­on, mach­te im Rah­men sei­ner Bay­ern­tour Sta­ti­on in Forchheim.

 Sebastian Platzek, Christian Weber, Dr. Marco Buschmann MdB, Sebastian Körber, Stefan Schick

Seba­sti­an Plat­zek, Chri­sti­an Weber, Dr. Mar­co Busch­mann MdB, Seba­sti­an Kör­ber, Ste­fan Schick

Zu Beginn berich­te­te Busch­mann von sei­ner Arbeit im Bun­des­tag. Als Par­la­men­ta­ri­scher Geschäfts­füh­rer muss­te er nach dem Wie­der­ein­zug in den Deut­schen Bun­des­tag die gesam­te Frak­ti­on neu auf­bau­en. Er muss­te qua­si von Büro­räu­men über Mit­ar­bei­ter bis zu Com­pu­tern und Fax­ge­rä­ten alles neu orga­ni­sie­ren – wie der Geschäfts­füh­rer eines mit­tel­stän­di­schen Unternehmens.

„Man muss sich nicht wun­dern, wenn hier noch Schlüs­sel für Büros per Fax bei der Bun­des­tags­ver­wal­tung bestellt wer­den müs­sen und bei der Abho­lung dann Kar­tei­kar­ten in Papier aus Akten­schrän­ken gezo­gen und mit der Schreib­ma­schi­ne beschrif­tet wer­den, wel­che Prio­ri­tät das The­ma Digi­ta­li­sie­rung nach wie vor bei der Bun­des­re­gie­rung hat“, so Buschmann.

Der Forch­hei­mer Bezirks­tags­kan­di­dat Chri­sti­an Weber ergänz­te, dass „in vie­len Regio­nen der Frän­ki­schen Schweiz noch immer kei­ne aus­rei­chen­de Netz­ab­deckung für Mobil­funk, aber auch kein schnel­les Inter­net ver­füg­bar ist.“

„Die CSU, wel­che seit Jah­ren die ver­ant­wort­li­chen Mini­ster in Ber­lin und Mün­chen stellt, hat das The­ma kom­plett ver­schla­fen“, so Land­tags­kan­di­dat Seba­sti­an Kör­ber wei­ter, „eine Funk­loch-App, mit der man Funk­lö­cher mel­den soll, ist ein trau­ri­ges Bei­spiel für des eige­ne Ver­sa­gen und eine ech­te Sati­re der eige­nen Unfä­hig­keit, die wich­ti­gen The­men für Bay­ern voranzubringen.“

In sei­nem anschlie­ßen­den Vor­trag ging der FDP- Poli­ti­ker Busch­mann u. a. auch auf den Fall Sami A. ein. Der zustän­di­ge FDP-Inte­gra­ti­ons­mi­ni­ster Stamp hat­te den Gefähr­der Sami A. im Rah­men eines Ver­fah­rens abschie­ben wol­len, „wel­ches auch Ver­wal­tungs­rechts­ex­per­ten mit lang­jäh­ri­ger Erfah­rung im Aus­län­der­recht für recht­mä­ßig halten“.

Das sei ihm nicht vor­zu­wer­fen, im Gegen­teil: „Wir brau­chen mehr Poli­ti­ker, die den Rechts­staat tat­säch­lich durch­set­zen und weni­ger, die dar­über reden.“

Er bekräf­tig­te die For­de­rung der FDP nach einem umfas­sen­den Ein­wan­de­rungs­ge­setz­buch. Dar­in ist vor allem zwi­schen huma­ni­tä­rer Migra­ti­on und der Fach­kräf­te­zu­wan­de­rung in den Arbeits­markt zu unter­schei­den und auch das Aufenthalts‑, Aus­län­der- und Abschie­bungs­recht zu überarbeiten.

„Wir brau­chen ein Recht aus einem Guss“, so Buschmann.

Zu den aktu­el­len Vor­komm­nis­sen in Chem­nitz waren sich die Libe­ra­len einig, dass es kei­ne Ent­schul­di­gung für Het­ze, Gewalt oder Ras­sis­mus gibt. Hier sind alle Demo­kra­ten auf­ge­for­dert, geschlos­sen Flag­ge dage­gen zu zeigen.

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