Jusos Ober­fran­ken unter­stüt­zen Volks­be­geh­ren: „Stoppt den Pfle­ge­not­stand an Bay­erns Krankenhäusern“

State­ment der Jusos Oberfranken:

Dass in vie­len Berufs­be­rei­chen ein deut­li­cher Fach­kräf­te­man­gel herrscht, ist seit Jah­ren ein Pro­blem. Dabei trifft es die Pfle­ge­kräf­te in Kran­ken­häu­sern am här­te­sten. Allein in baye­ri­schen Kran­ken­häu­sern sind in etwa 12.000 Pfle­ge­stel­len unbe­setzt, so die Aus­sa­ge der Gewerk­schaft ver.di. Dass ein gesell­schaft­lich sehr ange­se­he­ner Beruf deut­lich an Attrak­ti­vi­tät ver­lo­ren hat, hat vie­le Grün­de. Über­stun­den, über­füll­te Not­auf­nah­men, Gang­bet­ten, man­geln­de Zeit für die qua­li­ta­ti­ve Ver­sor­gung der Patient*innen und feh­len­des (Fach-)Personal schrecken oft­mals poten­zi­el­le und inter­es­sier­te Aus­zu­bil­den­de ab, die­sen Berufs­zweig zu wäh­len. Durch die Umstel­lung der Kran­ken­haus­fi­nan­zie­rung auf Fall­pau­scha­len wur­den pfle­ge­ri­sche Stel­len abge­baut, um mit gerin­ge­ren Kosten noch mehr Gewinn zu machen.

Aus dem neu­en „Care Kli­ma-Indes“ des Markt­for­schungs­in­sti­tuts Psy­ma in Zusam­men­ar­beit mit dem Deut­schen Pfle­ge­tag geht her­vor, dass Per­so­nal auch kei­ne Wert­schät­zung erfährt. Inter­es­sens­ver­tre­ter for­dern daher mehr Hil­fe aus der Poli­tik, die schnell han­deln muss.

Um das Wohl und die Sicher­heit von Patient*innen, und den Gesund­heits­schutz der Pfle­ge­kräf­te gewähr­lei­sten zu kön­nen, muss ein sofor­ti­ges Maß­nah­men­pa­ket in Kraft treten.

Auch wir Jusos Ober­fran­ken möch­ten die Pfle­ge­be­ru­fe unter­stüt­zen und auf­wer­ten! Wir sind der Mei­nung, dass der Pfle­ge­be­ruf durch eine wesent­lich bes­se­re Bezah­lung auf­ge­wer­tet wer­den muss. Wir sind für die sofor­ti­ge Ein­füh­rung eines festen Personal-Patient*innen Schlüs­sel, der je nach Sta­ti­on rea­li­stisch ermit­telt und erstellt wird. Wir möch­ten Kran­ken­häu­ser ver­pflich­ten, den Per­so­nal­be­darf fort­lau­fend zu ermit­teln und gegen­über der Staats­re­gie­rung zu berich­ten, ob die Vor­ga­ben ein­ge­hal­ten wer­den. Die­se muss dann Kon­se­quen­zen tref­fen und für eine gute Aus­stat­tung sorgen.

Um den Beruf attrak­ti­ver für ange­hen­de Aus­zu­bil­den­de zu machen for­dern wir, dass in Aus­bil­dungs­ein­rich­tun­gen 20% der Pfle­ge­kräf­te Praxisanleiter*innen sein müs­sen, um eine qua­li­ta­tiv hoch­wer­ti­ge und prak­ti­sche Aus­bil­dung aller Aus­zu­bil­den­den sicher­stel­len zu kön­nen. Zudem beto­nen wir hier noch ein­mal unse­re For­de­rung nach einer Min­dest­ver­gü­tung für Auszubildende.

Wir zei­gen uns gegen­über den vie­len flei­ßi­gen Pfleger*innen soli­da­risch, for­dern eine bun­des­wei­te Kam­pa­gne, die zur gesell­schaft­li­chen Ver­bes­se­rung des Beru­fes bei­trägt und unter­stüt­zen das Volks­be­geh­ren „Stoppt den Pfle­ge­not­stand an Bay­erns Krankenhäusern“!

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