Tag­fal­ter­wan­de­rung mit dem BUND Natur­schutz Neun­kir­chen am Brand

Diplom-Biologin Rotraud Krüger bestimmt einen Falter
Diplom-Biologin Rotraud Krüger bestimmt einen Falter

Die Orts­grup­pe des BUND Natur­schutz Neun­kir­chen am Brand und Umge­bung bot im Rah­men von Bay­ern­Tour­Na­tur bei über­ra­schend ange­neh­men Tem­pe­ra­tu­ren von „nur“ 28 Grad eine Exkur­si­on zum The­ma Tag­fal­ter- Schmet­ter­lin­ge an. Etwa 20 Teil­neh­mer, dar­un­ter Fami­li­en mit Kin­dern, wan­der­ten durch den lich­ten Wald öst­lich des Streit­bau­mes am Hetz­le­ser Berg. Fach­kun­dig führ­te Diplom-Bio­lo­gin Rot­raud Krü­ger, die inter­es­sier­te Grup­pe. Mit gro­ßer Begei­ste­rung fin­gen die Kin­der vor­sich­tig mit Fang­net­zen Tag­fal­ter und ent­lie­ßen sie nach ihrer Bestim­mung wohl­be­hal­ten wie­der in die Frei­heit. Es konn­ten 16 ver­schie­de­ne Arten fest­ge­stellt wer­den, z.B. Kai­ser­man­tel, C‑Falter und Gro­ßes Och­sen­au­ge. Ver­schie­de­ne Weiß­lings Arten wie Gro­ßer und Klei­ner Kohl­weiß­ling sowie der Grün­ader­weiß­ling fan­den sich auf den nicht mehr zahl­reich blü­hen­den Pflan­zen am Weg­rand. Das beson­de­re High­light, der Nie­ren­fleck, ein wun­der­schö­ner, auf der Unter­sei­te oran­ge­far­be­ner Zip­fel­fal­ter, des­sen Rau­pe an Schle­hen frisst, wur­de zur Freu­de aller Teil­neh­mer ent­deckt. Als Ver­tre­ter der Nacht­fal­ter wur­de die schö­ne Spa­ni­sche Flag­ge, ein auch tags­über akti­ver Ver­tre­ter die­ser Art, gesichtet.

Der Rück­weg führ­te ent­lang offe­ner Flä­chen z.B. Brach­flä­chen mit Brennnes­seln, die lei­der immer sel­te­ner wer­den, an denen die typi­schen schwar­zen Rau­pen des Tag­pfau­en­au­ges ent­deckt wer­den konn­ten. Durch die Teil­nah­me am Ver­trags­na­tur­schutz­pro­gramm wer­den die­se arten­rei­chen Bra­chen geför­dert und durch die Anla­ge von Blüh­wie­sen die Arten­viel­falt und Erhal­tung die­ser Insek­ten gefördert.

Die Teil­neh­mer die­ser Wan­de­rung freu­ten sich neben der Viel­falt in der Natur an den guten Erläu­te­run­gen der Refe­ren­tin nach dem Mot­to: Setz ein­fach nur den rich­ti­gen Blick ein, oder „schau hald gscheid hie“.

Ins­ge­samt zeig­te wie wich­tig es ist auch in Zukunft der­ar­ti­ge Natur­re­fu­gi­en wie am Hetz­le­ser Berg nicht nur zu erhal­ten, son­dern auch an ande­ren Stel­len, etwa den Bach- und Acker­rän­dern wie­der auf­zu­bau­en – erste begrü­ßens­wer­te Ansät­ze die­ser Art zei­gen, dass die­ses Den­ken wie­der mehr Ein­zug gefun­den hat.

BUND Natur­schutz
Orts­grup­pe Neun­kir­chen am Brand und Umgebung

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