Neu­es Hoch­was­ser­rück­hal­te­becken in Ober­kon­ners­reuth ein­ge­weiht

Stadt Bay­reuth inve­stiert in den Hoch­was­ser­schutz: Rück­hal­te­becken wur­de in zwei Jah­ren für rund 1,4 Mil­lio­nen Euro gebaut

Blick auf die Steuerungszentrale für das neue Hochwasserrückhaltebecken.

Blick auf die Steue­rungs­zen­tra­le für das neue Hoch­was­ser­rück­hal­te­becken.

Die Berich­te über kata­stro­pha­les Hoch­was­ser in ganz Deutsch­land häu­fen sich, die Fol­gen des Kli­ma­wan­dels sind auch in Ober­fran­ken zu spü­ren. Damit Bay­reuth für einen sol­chen Fall gerü­stet ist, inve­stiert die Stadt in den Hoch­was­ser­schutz. Am Mon­tag, 6. August, hat Ober­bür­ger­mei­ste­rin Bri­git­te Merk-Erbe im Bei­sein von Ver­tre­tern des Was­ser­wirt­schafts­am­tes Hof, des Stadt­rats und der betei­lig­ten Bau­fir­men ein neu­es Hoch­was­ser­rück­hal­te­becken im Stadt­teil Ober­kon­ners­reuth in Betrieb genom­men.

An der Dr.-Konrad-Pöhner-Straße ist ein Trocken­spei­cher mit einem Spei­cher­vo­lu­men von 125.000 Kubik­me­tern ent­stan­den. Das neue Damm­bau­werk mit einer Län­ge von zir­ka 290 Metern und einer Kro­nen­brei­te von zwei Metern schließt sich an den bestehen­den Stra­ßen­damm in der Dr.-Konrad-Pöhner-Straße an. Die Kosten belau­fen sich auf rund 1,4 Mil­lio­nen Euro. Das Bau­pro­jekt wur­de vom Frei­staat Bay­ern mit der höch­sten Zuschuss­quo­te in Höhe von 75 Pro­zent geför­dert.

Das neue Hoch­was­ser­rück­hal­te­becken ist das drit­te und zugleich letz­te Pro­jekt eines Gesamt­pa­kets zum Hoch­was­ser­schutz ent­lang des Sen­del­bachs (Aus­bau Gla­sen­wei­her, Über­da­chung des Sen­del­bachs im Zuge des Marktum­baus). Außer­dem ist bereits ein Regen­rück­hal­te­becken in Wolfs­bach und ein Ein­schöpf­bau­werk Roter Main am Flöß­an­ger rea­li­siert wor­den, um für mehr Schutz des Stadt­ge­bie­tes vor Hoch­was­ser­schä­den zu sor­gen. Das Rück­hal­te­becken in Ober­kon­ners­reuth wur­de in Feder­füh­rung des städ­ti­schen Tief­bau­am­tes (Pro­jekt­lei­ter Vol­ker Stol­bin­ger) über eine Bau­zeit von zwei Jah­ren hin­weg errich­tet.

Für die Steue­rung des Becken­be­triebs wur­de am Sen­del­bach ein Ein­lauf in Form eines Schacht­bau­werks mit zwei Schütz­ta­feln erstellt. Beim etwa 25 Meter neben dem Sen­del­bach ver­lau­fen­den Tap­pert wur­de eben­falls ein Ein­lauf­bau­werk mit einem Absperr­schie­ber errich­tet. Außer­dem wur­de bei Destu­ben, süd­lich von Für­setz, eine Über­lei­tungs­mul­de vom Aubach in den Tap­pert zur Ent­la­stung des Aubachs bei Hoch­was­ser­si­tua­tio­nen gebaut. Das Hoch­was­ser, das bis­lang im Aubach Rich­tung Lindenhof/​Röhrensee geflos­sen ist, wird nun über das neue Hoch­was­ser­rück­hal­te­becken Ober­kon­ners­reuth gelei­tet.

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