Hei­li­gen­stadt star­tet ins Gigabit-Zeitalter

Betrei­ber­ver­trag mit Bisping & Bisping unterzeichnet

Bei der Vertragsunterzeichnung: Hintere Reihe (v.l.): Steffen Strott (LAN-Consult), Martin Leybold (Lemka GmbH), Rüdiger Schmidt (Geschäftsleiter Markt Heiligenstadt i. OFr.), die Marktgemeinderäte Bernd Büttner (Bürgernähe) und Monika Schenk Gräfin von Stauffenberg (CSU). Vordere Reihe (v.l.): Johannes Bisping (Bisping & Bisping), 1. Bürgermeister Helmut Krämer, 2. Bürgermeister Hans Göller und MdB Emmi Zeulner (CSU). Foto: Markt Heiligenstadt

Bei der Ver­trags­un­ter­zeich­nung:
Hin­te­re Rei­he (v.l.): Stef­fen Strott (LAN-Con­sult), Mar­tin Ley­bold (Lem­ka GmbH), Rüdi­ger Schmidt (Geschäfts­lei­ter Markt Hei­li­gen­stadt i. OFr.), die Markt­ge­mein­de­rä­te Bernd Bütt­ner (Bür­ger­nä­he) und Moni­ka Schenk Grä­fin von Stauf­fen­berg (CSU).
Vor­de­re Rei­he (v.l.): Johan­nes Bisping (Bisping & Bisping), 1. Bür­ger­mei­ster Hel­mut Krä­mer, 2. Bür­ger­mei­ster Hans Göl­ler und MdB Emmi Zeul­ner (CSU). Foto: Markt Heiligenstadt

Am Frei­tag, 03. August, wur­de der Betrei­ber­ver­trag mit dem aus Lauf an der Peg­nitz stam­men­dem Unter­neh­men unter­zeich­net. Damit hat der Markt Hei­li­gen­stadt i. OFr. das Tor zum Giga­bit-Zeit­al­ter auf­ge­sto­ßen. Der 1. Bür­ger­mei­ster, Hel­mut Krä­mer, ver­wies stolz dar­auf, dass dies für die Markt­ge­mein­de „das wich­tig­ste Pro­jekt der ver­gan­ge­nen 15 Jah­re“ sei. Auch Johan­nes Bisping freu­te sich auf eine gute Zusammenarbeit.

Nach Sco­ring-Ver­fah­ren, EU-wei­ten Aus­schrei­bun­gen und Ver­hand­lun­gen mit Pla­nern und Betrei­bern konn­te nun, nach ins­ge­samt „zwei Jah­ren har­ter Arbeit“, ein „guter Ver­trag abge­schlos­sen wer­den“. Hei­li­gen­stadt, so Krä­mer, nimmt nun eine Vor­rei­ter­rol­le in der Regi­on ein: die Markt­ge­mein­de baut, mit Hil­fe von För­der­mit­teln des Bun­des und des Frei­staa­tes Bay­ern in Höhe von 5,78 Mio. €, sein eige­nes Breit­band­netz mit 420 Kilo­me­ter Glas­fa­ser. Hilf­reich dabei ist auch die ehe­ma­li­ge „Nato-Lei­tung“, die von Bam­berg nach Gra­fen­wöhr durch das Gemein­de­ge­biet läuft.

Mit der Unter­schrift des Betrei­ber­ver­tra­ges im Bei­sein der Frak­ti­ons­vor­sit­zen­den des Gemein­de­ra­tes Moni­ka Schenk Grä­fin von Stauf­fen­berg (CSU) und Bernd Bütt­ner (Bür­ger­nä­he), dem 2. Bür­ger­mei­ster Hans Göl­ler (SPD) sowie der Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­ten Emmi Zeul­ner (CSU), beginnt der näch­ste Abschnitt. An die Fir­ma LAN-Con­sult aus Ham­burg wur­de die Fein­pla­nung des Breit­band­net­zes ver­ge­ben. Ihr obliegt es nun, die Pla­nung für das 77 km² gro­ße Gemein­de­ge­biet bis zu den ein­zel­nen Häu­sern zu machen. Dazu gehört auch eine Nut­zungs­ver­ein­ba­rung mit den Grund­stücks­ei­gen­tü­mern. Mar­tin Ley­bold von der Lem­ka GmbH ver­wies dar­auf, dass für die Ein­rich­tung eines Anschlus­ses am Haus, jeweils die per Post zuge­stell­te Nut­zungs­ver­ein­ba­rung unter­schrie­ben wer­den müsse.

Bür­ger­mei­ster Krä­mer dank­te der Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­ten Emmi Zeul­ner, die nach Ver­ab­schie­dung des Bun­des­för­der­pro­gram­mes die Markt­ge­mein­de Hei­li­gen­stadt i. OFr. tat­kräf­tig unter­stützt hat. Dar­über hin­aus lob­te er Mar­tin Ley­bold, der für den tech­ni­schen Part zustän­dig ist und bedank­te sich bei Rechts­an­walt Alex­an­der Ruhr­mann für die juri­sti­sche Beglei­tung. Beson­de­rer Dank galt auch den Gemein­de­rä­ten für die zukunfts­wei­sen­den Beschlüs­se, bei denen es um sehr viel Geld für die Kom­mu­ne geht. Die Markt­ge­mein­de hat mit die­sem Pro­jekt eine gro­ße Chan­ce, eine beson­de­re Stel­lung im Städ­te­drei­eck Bam­berg, Bay­reuth, Nürn­berg einzunehmen.

Die Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­te Emmi Zeul­ner beton­te: „Hier in Hei­li­gen­stadt ist ein Bür­ger­mei­ster, der für eine nach­hal­ti­ge Lösung ent­schie­den vor­an­ge­gan­gen ist. Eine ganz gro­ße Her­aus­for­de­rung.“ Dazu ver­wies sie dar­auf, wie wich­tig zukunfts­träch­ti­ge Ent­schei­dun­gen wie der Breit­band­aus­bau für den länd­li­chen Raum sind und lob­te Hei­li­gen­stadt für sei­ne muti­ge Ent­schei­dung, ein eige­nes Glas­fa­ser­netz aufzubauen.

Hei­li­gen­stadt ist vor zwei Jah­ren aus dem baye­ri­schen Pro­gramm aus- und ins Bun­des­för­der­pro­gramm umge­stie­gen. Damit ste­hen für die 8,6 Mio. € gro­ße Inve­sti­ti­on in die Infra­struk­tur Breit­band 4,88 Mio. € Bun­des­för­de­rung und 900.000 € Co-Finan­zie­rungs­mit­tel des Frei­staa­tes Bay­ern zur Ver­fü­gung. Hei­li­gen­stadt hofft auf wei­te­re Co-Finan­zie­rungs­mit­tel aus Mün­chen, womit die Eigen­be­la­stung der nicht sehr finanz­star­ken Gemein­de gemil­dert wer­den könn­te. Die Markt­ge­mein­de hofft, dass nach der Bau­aus­schrei­bung im Herbst eine geeig­ne­te Fir­ma gefun­den wird, die die 1.327 Haus­hal­te und 150 Unter­neh­men mit Glas­fa­ser ver­sorgt. In den näch­sten 2 Jah­ren will der Markt Hei­li­gen­stadt i. OFr. 420 km Glas­fa­ser­ka­bel, davon 74 km im Tief­bau ver­le­gen. In den näch­sten Wochen wird das Anwoh­ner­ma­nage­ment anlau­fen und Bür­ger­infor­ma­ti­ons­ver­an­stal­tun­gen durch­ge­führt werden.

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