Brass vom Fein­sten mit einem Welt­re­kord­hal­ter im Kulm­ba­cher Mönchshof

Riesentuba. Foto: Ludwig Angerhöfer

Rie­sen­tu­ba. Foto: Lud­wig Angerhöfer

Seit Diens­tag berei­ten sich die über 30 Teil­neh­mer des Ensem­ble­kur­ses für Blech­blä­ser in Bad Ste­ben auf das Wochen­en­de vor. Zusam­men mit dem Welt­re­kord­hal­ter Prof. Jörg Wachs­muth an der Tuba und dem bekann­ten Brass-Ensem­ble Rek­ken­ze Brass wer­den die Blech­blä­ser am kom­men­den Sonn­tag, 5. August von 11 bis 13 Uhr in der Rei­he Haus Mar­teau auf Rei­sen bei frei­em Ein­tritt im Kulm­ba­cher Mönchs­hof zu hören sein. Wir spra­chen mit Prof. Jörg Wachs­muth über sei­ne Erwar­tun­gen und einen unge­wöhn­li­chen Weltrekord.

Fra­ge: Herr Pro­fes­sor Wachs­muth, Sie kom­men erst­mals als Dozent für den Brass-Work­shop mit Rek­ken­ze Brass nach Ober­fran­ken. Wel­che Fähig­kei­ten wol­len Sie den Teil­neh­mern vermitteln?

Prof. Wachs­muth: Zunächst ein­mal freue ich mich schon dar­auf, den über 30 Teil­neh­mern etwas von mei­ner musi­ka­li­schen Erfah­rung wei­ter­ge­ben zu kön­nen. Ins­be­son­de­re wer­de ich ver­su­chen, die ver­schie­de­nen Mög­lich­kei­ten bei der Inter­pre­ta­ti­on eines Musik­stückes zu ver­mit­teln. Zudem möch­te ich Hil­fe­stel­lun­gen geben und zei­gen, wie die Musi­ker ihre Arti­ku­la­ti­on, Atmung und Luft­füh­rung ver­bes­sern können.

Fra­ge: Sie haben durch Ihren „Hummelflug“-Weltrekord mit der Rie­sen-Tuba für gro­ßes media­les Auf­se­hen gesorgt. Wie kam es zur Idee für die­sen kurio­sen Weltrekord?

Prof. Wachs­muth: Vor gut sechs Jah­ren wur­de die Rie­sen­tu­ba in Mark­neu­kir­chen inner­halb des Inter­na­tio­na­len Instru­men­tal­wett­be­werbs im Fach Tuba der Welt­öf­fent­lich­keit vor­ge­stellt. Im Zuge der Vor­be­rei­tun­gen zu die­sem Kon­zert such­te ich noch nach einer Zuga­be. Da ich den Hum­mel­flug von Rim­ski-Kor­sa­kow auf mei­nen Kon­zer­ten auch auf der nor­ma­len Bas­stu­ba als Zuga­be im Pro­gramm habe, pro­bier­te ich die­sen auch auf der Rie­sen­tu­ba aus. Und sie­he da, es funk­tio­nier­te! Dann kam das Ange­bot von der Rade­ber­ger Export­bier­braue­rei auf dem Dresd­ner Stadt­fest mit der Rie­sen­tu­ba einen Rekord des Hum­mel­flu­ges auf­zu­stel­len. Mein Ziel war es schnel­ler zu sein als David Gar­rett auf der Gei­ge. Dadurch wur­de wann das MDR-Fern­se­hen auf mich auf­merk­sam und ich wirk­te in einer Show von Ste­fa­nie Her­tel mit, in der ich den Welt­re­kord noch­mals ver­bes­sern konnte.

Auch Ste­fan Raab lud mich in sei­ne Sen­dung TV Total auf Pro­Sie­ben ein. Dort konn­te ich den Rekord noch­mals ver­bes­sern. Seit­her sind die Namen Rie­sen­tu­ba aus Mark­neu­kir­chen, Hum­mel­flug von Rim­ski-Kor­sa­kow und Jörg Wachs­muth auf das Eng­ste mit­ein­an­der ver­bun­den. Des­halb darf der Hum­mel­flug auch auf klei­nem mei­ner Kon­zer­te feh­len, auf dem die Rie­sen­tu­ba zum Ein­satz kommt. So auch am Sonn­tag im Kulm­ba­cher Mönchshof.

Fra­ge: Am Sonn­tag sind Sie zusam­men mit Rek­ken­ze Brass und den Work­shop-Teil­neh­mern im Kulm­ba­cher Mönchs­hof zu erle­ben. Auf was freu­en Sie sich anläss­lich des Kon­zerts am mei­sten und auf was dür­fen sich die Zuhö­rer freuen?

Prof. Wachs­muth: Ich freue mich auf das Kon­zert im Kulm­ba­cher Mönchs­hof, weil es in einer sehr schö­nen Umge­bung statt­fin­det und ich freue mich auf die Zusam­men­ar­beit im Kon­zert mit Rek­ken­ze Brass und den Kurs-Teil­neh­mern. Die Zuhö­rer dür­fen sich auf ein tol­les Pro­gramm mit vie­len unter­schied­li­chen Beset­zun­gen freu­en: vom Blech­blä­ser­quin­tett bis hin zum Big-Brass-Ensem­ble sowie natür­lich auf die Rie­sen­tu­ba aus dem Musik­in­stru­men­ten­mu­se­um Mark­neu­kir­chen, gespielt von mei­ner Person.

Zur Per­son:
Prof. Jörg Wachs­muth ist Solo­tu­bist der Dresd­ner Phil­har­mo­nie. Er unte­rich­tet in aller Welt, ist Preis­trä­ger ver­schie­de­ner natio­na­ler und inter­na­tio­na­ler Wett­be­wer­be und auch als Juror sehr gefragt. „Wir freu­en uns, dass mit Prof. Wachs­muth ein Künst­ler von Welt­ni­veau zum Kurs unse­rer Inter­na­tio­na­len Musik­be­geg­nungs­stät­te nach Ober­fran­ken kommt“, sagt Bezirks­tags­prä­si­dent Dr. Gün­ther Denzler.

INFO:
Seit über 10 Jah­ren lädt die Blech­blä­ser­for­ma­ti­on Rek­ken­ze Brass aus Hof Gast­do­zen­ten zum Work­shop „Brass im Fran­ken­wald“ ein. Tra­di­tio­nell gibt ein stim­mungs­vol­les Abschluss­kon­zert mit allen Teil­neh­mern am Sonn­tag­vor­mit­tag im Kulm­ba­cher Mönchs­hof. „Die zahl­rei­chen Zuhö­rer, die am Sonn­tag­vor­mit­tag zum Abschluss­kon­zert zu uns in den Mönchs­hof kom­men, sind jedes Jahr auf’s Neue ein Beweis dafür, dass wir alle gemein­sam mit die­sem Kon­zert im Mönchs­hof Bier­gar­ten den Bogen von der Brau- und Bier­kul­tur hin zu höchst­wer­ti­ger Musik­kul­tur schla­gen. Das kommt an und gefällt,“ erklärt Dr. Hel­ga Met­zel, Geschäfts­füh­re­rin der Muse­en im Kulm­ba­cher Mönchshof.

Kon­zert mit Rek­ken­ze Brass, Prof. Jörg Wachs­muth und Teil­neh­mern des Ensemble-Kurses

  • So 5.8. | 11 Uhr Mati­née | Haus Mar­teau auf Reisen
  • Kulm­ba­cher Mönchs­hof, Baye­ri­sches Braue­rei­mu­se­um, Hofer Stra­ße 20, Kulmbach
  • Ein­tritt frei!

Schreibe einen Kommentar