Zwei­ter Teil des Insek­ten­som­mers startet

Vom 3. bis 12. August wie­der zäh­len, was zählt – Auch am Urlaubs­ort lohnt es sich, Insek­ten zu beob­ach­ten und zu melden

Das gro­ße Krab­beln und Flat­tern, Teil zwei, star­tet: Vom 3. bis zum 12. August ruft der LBV und sein deutsch­land­wei­ter Part­ner NABU unter dem Mot­to „Zäh­len, was zählt“ zur zwei­ten Akti­ons­wo­che der bun­des­wei­ten Insek­ten­zäh­lung auf. Die Sechs­bei­ner kön­nen wie­der unter www​.insek​ten​som​mer​.de online gemel­det wer­den. „Der Hoch­som­mer ist auch die Hoch­zeit der Insek­ten“, sagt LBV-Vor­sit­zen­de Dr. Nor­bert Schäf­fer, „Vie­le der rund 33.000 in Deutsch­land hei­mi­schen Insek­ten­ar­ten kön­nen jetzt beson­ders gut beob­ach­tet wer­den, wie etwa das Grü­ne Heu­pferd, die größ­te hei­mi­sche Heu­schrecken­art. Ihr Zir­pen erfüllt um die­se Jah­res­zeit die Wie­sen – der typi­sche Sound des Hochsommers.“

Das Grü­ne Heu­pferd ist auch eine der acht Kern­ar­ten, auf die beim zwei­ten Teil des Insek­ten­som­mers ganz beson­ders geach­tet wer­den soll. „Die erwach­se­nen Männ­chen sind jetzt unter­wegs, um mit ihrem Zir­pen Weib­chen anzu­locken“, sagt LBV-Arten­schutz­re­fe­rent Dr. Andre­as von Lind­ei­ner. Wei­te­re Kern­ar­ten sind die Tag­fal­ter Schwal­ben­schwanz und Klei­ner Fuchs, der Sie­ben-Punkt-Mari­en­kä­fer, die Acker­hum­mel, die Holz­bie­ne, die Libel­len­art Blau­grü­ne Mosa­ik­jung­fer und die Strei­fen­wan­ze. Andre­as von Lind­ei­ner: „Gemel­det wer­den sol­len aber alle Sechs­bei­ner, die gesich­tet wer­den – jedes Insekt zählt!“

Beson­ders inter­es­sant ist der Insek­ten­som­mer für Teil­neh­mer, die ihren Urlaub in Deutsch­land ver­brin­gen. „Am Urlaubs­ort könn­te es ande­re Insek­ten zu ent­decken geben als im Gar­ten oder Park zuhau­se“, so von Lind­ei­ner. „Beim Insek­ten­zäh­len kann man die Natur am Feri­en­ort beson­ders inten­siv erkun­den – das ist auch eine tol­le Feri­en­ak­ti­vi­tät für Kinder.“

Beob­ach­ten und zäh­len kann man fast über­all: Gar­ten, Bal­kon, Park, Wie­se, Wald, Feld, Teich, Bach oder Fluss. Das Beob­ach­tungs­ge­biet soll nicht grö­ßer sein als etwa zehn Meter in jede Rich­tung vom eige­nen Stand­punkt aus. Gezählt wird eine Stun­de lang.

Der LBV enga­giert sich seit Jah­ren für den Schutz der Insek­ten. Sie sind unver­zicht­bar für unser Öko­sy­stem, tra­gen zur Ver­meh­rung von Pflan­zen sowie zur Frucht­bar­keit des Bodens bei. Stu­di­en zei­gen, dass die Insek­ten in Deutsch­land deut­lich zurück­ge­hen. Inten­si­ve Land­wirt­schaft, der Ein­satz von Pesti­zi­den und die Aus­räu­mung der Land­schaft sind nur eini­ge Grün­de für den Insektenschwund.

Die Daten der Zähl­ak­ti­on „Insek­ten­som­mer“ wer­den in Zusam­men­ar­beit mit der Platt­form www​.natur​gucker​.de erfasst. Die Ergeb­nis­se wer­den vom NABU und LBV aus­ge­wer­tet und zeit­nah veröffentlicht.

Mehr Infor­ma­tio­nen zur Akti­on, eine druck­fä­hi­ge Zähl­hil­fe und häu­fig gestell­te Fra­gen zur Akti­on: www​.lbv​.de/​i​n​s​e​k​t​e​n​s​o​m​mer

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