4736 Men­schen im Erz­bis­tum Bam­berg sind katho­lisch geworden

Katho­li­ken­zahl sinkt auf 677.545

4736 Men­schen sind im ver­gan­ge­nen Jahr im Erz­bis­tum Bam­berg durch Tau­fe, Ein­tritt oder Wie­der­auf­nah­me Mit­glie­der der katho­li­schen Kir­che gewor­den. Dem stan­den 4819 Kir­chen­aus­trit­te sowie 7203 Ster­be­fäl­le gegen­über. Weil im glei­chen Zeit­raum auch die Gesamt­be­völ­ke­rung zurück­ging, sank die Zahl der Katho­li­ken im Erz­bis­tum Bam­berg ins­ge­samt auf 677.545.

Erfreut reagier­te Erz­bi­schof Lud­wig Schick auf die gestie­ge­nen Zah­len bei der Erst­kom­mu­ni­on (+ 2,08 Pro­zent auf 4902) und der Fir­mung (+ 9,01 Pro­zent auf 4185). Die Zahl der Eintritte/​Wiederaufnahmen lag nahe­zu unver­än­dert bei 219. Getauft wur­den 4517 Men­schen (- 4,83 Pro­zent). Nach­dem die Aus­tritts­zah­len 2015 und 2016 deut­lich zurück­ge­gan­gen waren, sta­gnier­ten sie im ver­gan­ge­nen Jahr. Die Zahl der akti­ven Diö­ze­san- und Ordens­prie­ster blieb unver­än­dert bei 256, sie sind in 363 Pfar­rei­en und Seel­sor­ge­ein­hei­ten tätig.

„Uns schmerzt jeder ein­zel­ne Aus­tritt, dem meist ein lan­ger Pro­zess der Ent­frem­dung vor­aus­ge­gan­gen ist“, beton­te Erz­bi­schof Schick. Es sei eine wich­ti­ge Auf­ga­be der Kir­che, die Ver­bin­dung zu den Men­schen zu hal­ten und zu pfle­gen, auch wenn sie nicht zu den 10,7 Pro­zent regel­mä­ßi­gen Kirch­gän­gern gehö­ren. Das Erz­bis­tum Bam­berg sucht daher den Kon­takt auch mit den fast 90 Pro­zent „pas­si­ven“ Kir­chen­mit­glie­dern durch das kosten­lo­se Maga­zin „Leben im Erz­bis­tum Bam­berg“, das an alle katho­li­schen Haus­hal­te per Post geschickt wird.

Vor allem sei aber der per­sön­li­che Kon­takt der Prie­ster, Dia­ko­ne und pasto­ra­len Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­ter bei Tau­fen, Trau­un­gen, Erst­kom­mu­ni­on und Fir­mun­gen sowie Beer­di­gun­gen wich­tig, an denen auch vie­le Kir­chen­fer­ne teil­neh­men. Jede akti­ve Chri­stin und jeder Christ sol­le für die Kir­che wer­ben und die Distan­zier­ten auf den Wert der Glau­bens- und Gebets­ge­mein­schaft hin­wei­sen. Alle Gläu­bi­gen soll­ten Mis­sio­na­rin­nen und Mis­sio­na­re sein. „Wir wol­len die Ver­bin­dung zu denen nicht abrei­ßen las­sen, die zwar katho­lisch sind, aber aus unter­schied­li­chen Grün­den den Kon­takt zum Gemein­de­le­ben ver­lo­ren haben. Es ist ein Zei­chen der Hoff­nung, dass der Trend der stei­gen­den Aus­tritts­zah­len im Erz­bis­tum Bam­berg der­zeit gestoppt ist“, so Erz­bi­schof Schick. Bun­des­weit sind die Aus­tritts­zah­len im glei­chen Zeit­raum leicht um 3,3 Pro­zent gestiegen.

Die Sta­ti­stik der Deut­schen Bischofs­kon­fe­renz für alle Bis­tü­mer wird auf www​.dbk​.de veröffentlicht.

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