Raum Bam­berg: Son­nen­ge­fahr für rund 6.200 „Drau­ßen-Job­ber

IG BAU: Auf hohen UV-Schutz ach­ten und viel Was­ser trinken

Auch in der zwei­ten Som­mer­halb­zeit beim Son­nen­schutz am Ball blei­ben: Die Indu­strie­ge­werk­schaft Bau­en-Agrar-Umwelt (IG BAU) warnt Beschäf­tig­te im Raum Bam­berg vor einem wei­ter­hin hohen UV-Risi­ko. „Von der Land­schafts­gärt­ne­rin über den Stra­ßen­bau­er bis zum Dach­decker – etwa 6.200 Men­schen arbei­ten in Stadt und Kreis auf dem Bau oder in der Land­wirt­schaft. In die­sen ‚Out­door-Beru­fen‘ ist man der Son­ne beson­ders aus­ge­setzt“, sagt Gerald Nick­las von der IG BAU Ober­fran­ken. Auch wer schon eine Som­mer­bräu­ne habe, sol­le das UV-Risi­ko nicht auf die leich­te Schul­ter neh­men. „Gefähr­lich ist längst nicht nur der aku­te Son­nen­brand. Die stän­di­ge Ein­strah­lung lässt die Haut frü­her altern und kann zu Haut­krebs füh­ren“, so Nicklas.

Die IG BAU rät allen „Drau­ßen-Job­bern“ zu einer Son­nen­creme mit mög­lichst hohem Licht­schutz­fak­tor. Auch regel­mä­ßi­ges Was­ser­trin­ken sei ein Muss – „min­de­stens zwei­ein­halb Liter am Tag“, betont Bezirks­vor­sit­zen­der Nick­las: „Son­nen­milch und Was­ser­fla­sche gehö­ren genau­so zum Job wie Mör­tel und Mau­rer­kel­le.“ Beson­de­re Vor­sicht sei zur Mit­tags­zeit gebo­ten: Zwi­schen 12 und 14 Uhr soll­te der Groß­teil der Arbei­ten in den Schat­ten ver­legt wer­den. Wich­tig sei außer­dem, mög­lichst vie­le Tei­le des Kör­pers mit Klei­dung zu bedecken. Pra­xis-Tipp der IG BAU: „Ein am Helm fixier­ter Nacken­schutz ist eine Klei­nig­keit, die aber viel bringt“, so Nicklas.

„Hilf­reich ist die Faust­re­gel: Wenn der eige­ne Schat­ten klei­ner ist als die Kör­per­grö­ße, dann ist die Gesund­heits­ge­fahr beson­ders hoch.“ Für Bau­ar­bei­ter, Fas­sa­den­rei­ni­ger oder Gar­ten- und Land­schafts­bau­er sei dann maxi­ma­ler Schutz ange­sagt. Gera­de wer einen hel­len Haut­typ habe, sol­le zu einem Licht­schutz­fak­tor von „min­de­stens 30, bes­ser aber 50“ greifen.

Trotz bekann­ter Gefah­ren hat die IG BAU auf Bam­ber­ger Bau­stel­len in den ver­gan­ge­nen Wochen vie­le Nach­läs­sig­kei­ten beim Son­nen­schutz fest­ge­stellt: „Ganz oft cre­men sich Beschäf­tig­te nicht kon­se­quent ein. Immer wie­der wird auch mit frei­em Ober­kör­per gear­bei­tet. Das ist aber nicht sexy, son­dern auf Dau­er brand­ge­fähr­lich“, sagt Nicklas.

Der Gewerk­schaf­ter for­dert zugleich die Arbeit­ge­ber auf, sich um den Schutz ihrer Beschäf­tig­ten in der hei­ßen Jah­res­zeit zu küm­mern. „Selbst wenn das Haus schnell fer­tig wer­den soll – bei Tem­pe­ra­tu­ren um die 30 Grad kann die Mit­tags­pau­se auch ein­mal län­ger dau­ern. Denn Son­nen­schutz ist Arbeits­schutz – genau­so wie der Bau­helm und der Sicher­heits­schuh.“ Für alle, die unter frei­em Him­mel arbei­ten, hat die Berufs­ge­nos­sen­schaft der Bau­wirt­schaft (BG BAU) eine „Bau­wet­ter-App“ ent­wickelt. Sie zeigt neben dem Wet­ter auch die UV-Ein­strah­lung an und gibt Tipps zum nöti­gen Schutz. Die App gibt es zum kosten­lo­sen Down­load im App Store oder Play Store. Wei­te­re Infos unter: www​.bgbau​.de/​p​r​aev.

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