Forch­hei­mer Ugan­da-Akti­on: 7.000 Euro „zusam­men­ge­trom­melt“

Die Akti­on zur Ret­tung des Zuhau­ses einer Tanz- und Tromm­ler­grup­pe in Kam­pa­la fällt in Forch­heim auf frucht­ba­ren Boden

1500 Euro für die Sosolya-Hilfe sammelten, von links, Josephine Eschner, Matthias Zipfel, Petra Dietzel, Melanie Rövekamp und Kathrin Grüner. Foto: Mike Wuttke

1500 Euro für die Sos­olya-Hil­fe sam­mel­ten, von links, Jose­phi­ne Esch­ner, Mat­thi­as Zip­fel, Petra Diet­zel, Mela­nie Röve­kamp und Kath­rin Grü­ner. Foto: Mike Wuttke

„Hopp geh’ zu, einen Euro für Ugan­da!“ – Die­ser Appell an die Forch­hei­mer, wäh­rend der Afri­ka-Kul­tur­ta­ge für die Ret­tung der Sos­olya Und­ugu Fami­ly Aca­de­my zu spen­den, fiel auf frucht­ba­ren Boden. Bis jetzt sind rund 7.000 Euro ein­ge­gan­gen, berich­te­te Initia­to­rin Mela­nie Röve­kamp-Rüt­her bei einer Spendenübergabe.

Die­ses Geld ist ein wich­ti­ger Bau­stein, um das Zuhau­se und die künf­ti­ge Exi­stenz einer Tanz- und Tromm­ler­gup­pe in einem Slum der Haupt­stadt Kam­pa­la, die bei den Afri­ka­ta­gen in Forch­heim zum zwei­ten Mal zu Gast waren, zu ret­ten. 32.000 Euro sind nötig, um das bis­her gepach­te­te Grund­stück mit den zwei Häu­sern zu kau­fen. Der Besit­zer will es noch in die­sem Jahr ver­äu­ßern. Die Akti­on wird von dem 2017 gegrün­de­ten Ver­ein „Sos­olya Und­ugu Fami­lie e.V.“ in Wei­mar an der Lahn getra­gen. Aus­lö­ser war das Frei­wil­li­ge Sozia­le Jahr, das die Toch­ter der Ver­eins­grün­de­rin Hei­ke Fels­ke-Zech bei Sos­olya für die Dia­ko­nie Hes­sen absol­vier­te und die danach appel­lier­te, die­ses „wun­der­vol­le Pro­jekt“ zu ret­ten. Inzwi­schen hat sich die Fami­lie Rüt­her in Forch­heim selbst ein Bild vor Ort gemacht und Mela­nie Röve­kamp ver­an­lasst, zuerst im Freun­des­kreis und dann in der Öffent­lich­keit für die­ses Pro­jekt die Trom­mel zu rühren.

Wie sie jetzt auf­li­ste­te, sind bei den Afri­ka-Kul­tur­ta­gen rund 2.000 Euro gespen­det wor­den. Eine Jam-Ses­si­on auf dem Schau­fel-Kel­ler, Samm­lun­gen bei den Auf­füh­run­gen des Musi­cals „Rit­ter Rost“ in der Mar­tin-Schu­le und beim Quatt-FO-Tur­nier auf der Sport­in­sel, Aktio­nen aus der Nach­bar­schaft und Münz­geld aus einem Dut­zend auf­ge­stell­ter Spen­den­schwein­chen sind 2.800 Euro zusam­men­ge­kom­men. Und die Spen­den­ak­ti­on sei noch nicht abge­schlos­sen, „es kom­men auch täg­lich Geld­be­trä­ge aufs Kon­to“ berich­tet Rövekamp.

Jun­ge Geschäfts­leu­te zei­gen Herz

Und jetzt steu­er­ten jun­ge Forch­hei­mer Geschäfts­leu­te 1.500 Euro bei, haupt­säch­lich erzielt wäh­rend der jüng­sten „Lan­gen Ein­kaufs­nacht“. Das Geld über­ga­ben Petra Diet­zel von „La Bou­tique“, Mat­thi­as Zip­fel vom Salon „Pony Club“, Jose­phi­ne Esch­ner von „Haa­re Make up Style“ und die Gastro­no­min Kath­rin Grü­ner, die am 6. August das „Lüb­bis“ in der Apo­the­ken­stra­ße eröff­nen wird.

„Wenn die Leu­te wis­sen, dass das Geld dort ankommt, wo es hin soll, dann spen­den sie ger­ne“ hat Petra Diet­zel erfah­ren. Und sie macht ihrer Schul­freun­din Mela­nie ein gro­ßes Kom­pli­ment: „Sie ist mit Herz­blut dabei, mit ihr hat die Spen­den­ak­ti­on auch ein Gesicht bekommen“.

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