Der Kreislehrbienenstand Lützelsdorf im Landkreis Forchheim ist eröffnet

Ein großer Tag für die Imker. Foto: A. Dittrich/Wiesentbote
Ein großer Tag für die Imker. Foto: A. Dittrich/Wiesentbote

Nach 3,5 Jahren Planungs- und Bauzeit hat der Kreislehrbienenstand Lützelsdorf im Landkreis Forchheim eröffnet. Zahlreiche Gäste aus Politik und Bevölkerung sind dabei, als Wolf-Dietrich Schröber, Vorsitzender des Kreisverbandes Imker Forchheim e.V., und Kulturreferent Anton Eckert das Eintrittsband in das neue Gebäude durchschneiden.

Der Kreislehrbienenstand ist ein Informations- und Schulungszentrum der Imkerei im Landkreis Forchheim / Fränkische Schweiz. Imker und Bienen stehen im Mittelpunkt, zugleich ist die neue Anlage auch für andere offen und will eine Anlaufstelle für Begegnungen und Austausch in der Region sein.

Im Rahmen des Europäischen Landschaftsfonds haben Europa, der Freistaat Bayern und die Leader-Aktionsgruppe Kulturerlebnis Fränkische Schweiz die Neugestaltung des Kreislehrbienenstandes unterstützt. Großzügig mitfinanziert haben der Landkreis Forchheim und die Oberfrankenstiftung. Die Imker tragen 10% der Gesamtsumme über Eigenmittel.

Impressionen von der Feier

Alle Fotos: A. Dittrich/Der Neue Wiesentbote

Das Programm am Tag der Eröffnung ist abwechslungsreich. Nach einer Begrüßung durch den Kreisverbandsvorsitzenden Wolf-Dietrich Schröber leitet der bekannte Sportmoderator und Medienprofi Andreas Groß (www.redensArt.net) eine Podiumsdiskussion über Möglichkeiten und Probleme der Imkerei. Bürgermeisterin Anja Gebhardt aus Kirchehrenbach berichtet von ihrem Naturgarten, der nicht wöchentlich gemäht werden muss und damit viel Platz für Insekten bietet. Landrat Dr. Hermann Ulm greift dies auf und verweist auf naturnahe Blühflecken in Gemeinden. Hier können z.B. die Bauhöfe bei ihrer Bewirtschaftung der Straßenränder auf Blühzeiten von Bienentrachtpflanzen achten. Der Landtagsabgeordnete Thorsten Glauber (FW) betont, dass das Thema Bienen und Imkern auch ein Wirtschaftsthema ist. Denn Bienen bringen nicht nur Honig, sondern spielen für die Bestäubung, und damit für Erfolge in der Landwirtschaft im Ganzen, eine unabdingbare Rolle. Auch Kulturreferent Anton Eckert unterstreicht die Bedeutung der Bienen für den Obstbauern. Vom Landtagsabgeordneten Michael Hofmann (CSU) werden Erfolge in der Nachwuchsförderung aufgezeigt. Für die Ausbildung der Imker stehe Geld zur Verfügung und Projekte für Kinder wie das Schulimkern werden in Bayern immer zahlreicher. Leaderkoordinator Michael Hofmann vom Amt für Landwirtschaft und Forsten Münchberg verweist auf weitere Fördertöpfe für den Kreislehrbienenstand und betont, dass das engagierte Aufeinander-Zugehen von Politik, Gemeinden, Landwirtschaft, Imkern und Bevölkerung für solche Projekte wichtig ist.

Zu Gast sind auch die Kirschen-, Bier- und Meerrettich-Königinnen aus der Region. Sie erzählen in Interviews von ihren Erlebnissen im Amt. Die Honigkönigin konnte wegen eines defekten Autos nicht kommen. Dann erteilen Pfarrer Haag und Pater Boddu den kirchlichen Segen. Nachdem das Eintrittsband durchschnitten ist, können sich die Besucher, geführt vom Vorsitzenden Schröber, die Räume und Außenanlagen ansehen. Dabei erklärt der Imker auch die ausgestellte Sammlung von Imkerei-Utensilien.

Nachmittags folgt ein buntes Programm, in das die Kinder des Projektes „Schulimkern“ in Pretzfeld eingebunden sind. Mit Richard Rupprecht, Beirat für Kinder- und Jugendarbeit des Kreisverbandes, kann man Blühbomben und Insektenwohnungen bauen. Zauberer Jonas Seidel bringt nicht nur die Kinder zum Staunen und Schmunzeln. Daneben können Besucher ins Bienenvolk schauen und Honig probieren. Die sechs Imkervereine des Kreisverbandes Imker Forchheim e.V. sowie der Bund Naturschutz erteilen Auskünfte. Interessierte können sich bei einem Literaturstand mit weiterem Fachwissen zum Zuhause-Lesen eindecken. Die Spende der Sparkasse Forchheim, die im Laufe des Tages überreicht wird, soll den Schaden abfedern, der während der Bauzeit durch den Sturm „Burglind“ entstanden ist.

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