Kunstvolles Jubiläumsfest in der Tongrube in Unterstürmig

Am 10. Juni feierte die Umweltstation Lias-Grube ihr 20-jähriges Bestehen

Bei Bratwurst, Kuchen und kühlen Getränken trafen sich am 10. Juni ca. 700 Besucher unter strahlendem Sonnenschein, um den 20. Geburtstag der Umweltstation Lias-Grube zu feiern. 1998 einigten sich die Marktgemeinde Eggolsheim, die Firma Liapor und der Bund Naturschutz, Kreisgruppe Forchheim darauf, dass die ehemalige Liapor-Tonabbaugrube zu einem Naturschutzgebiet mit Umweltbildungsstätte werden sollte. Mittlerweile besuchen über 15.000 große und kleine Gäste im Jahr die umweltpädagogischen Veranstaltungen der Lias-Grube, und lernen inmitten der Streuobstwiese oder mit Kescher am Teich über Nachhaltigkeit und die Natur unserer Region.

Zum Auftakt der Feier gaben Dr. Christoph Goppel, Bayerisches Staatsministerium für Umwelt- und Verbraucherschutz, Rosi Kraus, stellvertretende Landrätin des Landkreises Forchheim und Claus Schwarzmann, 1. Bürgermeister des Markts Eggolsheim und 1. Vorsitzender des Fördervereins Umweltstation Lias-Grube e.V., in ihren Reden die Geschichte der Entstehung der Lias-Grube wieder. Dabei betonten sie die Wichtigkeit der Umweltbildung und der Bildung für nachhaltige Entwicklung für unsere Umwelt und für eine tragfähige Zukunft.

Unter dem Motto „Weiternutzen statt Wegschmeißen“ konnten Kinder auf dem Kinderflohmarkt unter den Streuobstbäumen ihre alten Spielsachen und Klamotten anbieten – und auch das ein oder andere Fundstück selbst kaufen. Gleichzeitig fanden verschiedene Kunstaktionen im Rahmen der allerersten Oframenta statt, eine Mitmachaktion der bayernweiten Kampagne von Umweltbildung.Bayern zum Thema KunstWerkZukunft. Hierbei machten Oberfrankens Umweltstationen und Umweltbildner gemeinsam auf nachhaltige Kunst und Lebensstile aufmerksam. Große und kleine Kunstbegeisterte konnten bei verschiedenen Aktionen unterschiedliche Kunstformen mit Natur- und Recyclingmaterialien anschauen und auch selbst Hand anlegen. So bastelten Besucher beim Stand des LBV Lindenhof aus Bayreuth bunte Holzhühner als Gartendekoration, mit dem Flussparadies Franken aus Bamberg wurden bemalte Kieselsteine zu kleinen Flussmonstern und mit Künstlerin Rosa Brunner meißelten die Kinder fleißig Muster und Formen in Sandsteinblöcke hinein. Am Stand der Jugendgruppe des Landesverbandes Obst- und Gartenbauverein Oberfranken formten Teilnehmer aus PET-Flaschen kunstvolle Blumen und andere Objekte. Mit der Umweltstation Weismain aus dem Landkreis Lichtenfels wurden kleine Werke aus Weidenzweigen geflochten, und alle durften gemeinsam an einer großen Weidenflechtwand arbeiten. Mit Künstlerin Michaela Schwarzmann bastelten Jung und Alt Perlen oder geometrische Formen aus altem Papier und durften sich dann nach getaner Arbeit in einer Hängematte aus Papprollen ausruhen. Beim Schweißstand von Künstler Thomas Dade durften Kinder mit an der Entstehung eines Kunstwerkes aus Altmetall schweißen.

Die Umweltstation Lias-Grube selbst kreierte mit den Kindern zwei lebensgroße Figuren aus Lehm und stellte Traumfänger aus Naturmaterialien her.

Weiterhin gab es passend zu den Jahresthemen der Umweltstation Lias-Grube „Bewegung“ und „Schätze Frankens“ eine Rallye zur Erkundung der Lias-Grube zu Fuß, sowie Pedalos, Stelzen und eine Slackline als Bewegungsangebote für Groß und Klein. Der ADFC Forchheim organisierte eine Fahrradtour von Forchheim in die Lias-Grube und bot vor Ort Elektromountainbikes und Mini-Radls für die Kleinsten zum Ausprobieren an. Auch das Klimamanagement des Landkreises Forchheim und die Allianz Regnitz-Aisch waren dabei und stellten Elektroautos zum Ausprobieren zur Verfügung. Außerdem gab’s noch beim Stand des aktuellen Projektpartners Wildpark Hundshaupten ein Ratespiel zu einheimischen und neueingewanderten Tierarten, und die Naturschutzverbände des Landkreises – Bund Naturschutz und Landesbund für Vogelschutz – informierten zum Artenschutz.

Die Umweltstation Lias-Grube möchte ein ganz herzliches Dankeschön an alle Helfer sagen, aber vor allem an die engagierten Mitglieder, Vorstände und Besucher, die an dem Tag, aber ebenso auch in den vergangenen 20 Jahren den Förderverein mit Ihrem Engagement unterstützt haben.

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