Pfalz­mu­se­um Forch­heim: Son­der­aus­stel­lung zu den Klosterausgrabungen

Forch­heim: Älter als der Rest?

Über­ra­schen­de Ergeb­nis­se erbrach­te die bis­lang größ­te Aus­gra­bung im Forch­hei­mer Stadt­ge­biet – außer­dem eine der größ­ten Stadt­kern­gra­bun­gen in Ober­fran­ken! Erst­mals der Öffent­lich­keit prä­sen­tiert wer­den die Ori­gi­nal­fun­de nun in der Son­der­aus­stel­lung „Forch­heim: Älter als der Rest?“ vom 19. Juli bis zum 28. Okto­ber 2018 (Di. – So. 10:00 – 17:00 Uhr) im Pfalz­mu­se­um Forchheim.

Die Son­der­schau ent­stand in einer Koope­ra­ti­on des Pfalz­mu­se­ums Forch­heim mit dem Lehr­stuhl für Archäo­lo­gie des Mit­tel­al­ters und der Neu­zeit der Otto-Fried­rich-Uni­ver­si­tät Bam­berg, dem Baye­ri­schen Lan­des­amt für Denk­mal­pfle­ge, Dienst­stel­le Bam­berg, Refe­rat B IV – Ober­fran­ken und der Archäo­lo­gi­schen Staats­samm­lung München.

Die umfang­rei­chen archäo­lo­gi­schen Aus­gra­bun­gen wur­den erst durch Bau­maß­nah­men auf dem Are­al des ehe­ma­li­gen Klo­sters St. Anton in den Jah­ren 2013/14 mög­lich. Die Archäo­lo­gen der Fir­ma Pro Arch, Ingol­stadt, kon­zen­trier­ten sich ins­be­son­de­re auf den Bereich des ehe­ma­li­gen Innen­ho­fes des Klo­sters, da gro­ße Tei­le der Gebäu­de wei­ter­ge­nutzt wer­den soll­ten und nur reno­viert wer­den muss­ten. Unter­sucht wur­de eine Flä­che von ca. 3600m². Schon wäh­rend der Arbei­ten wur­de klar, dass es sich hier um her­aus­ra­gen­de Befun­de und Fun­de han­delt, ins­be­son­de­re im Hin­blick auf Forch­heims Bedeu­tung im Früh­mit­tel­al­ter. Zudem konn­te eine Sied­lungs­kon­ti­nui­tät von der Stein­zeit bis hin zur Neu­zeit nachgewiesen
werden.

Aus­stel­lungs­kon­zep­ti­on

Das Aus­stel­lungs­kon­zept sieht eine rück­wärts­ge­wand­te Chro­no­lo­gie vor, der Besu­cher wird Schritt für Schritt von der Gegen­wart in die Ver­gan­gen­heit geführt. Am Anfang der Aus­stel­lung ste­hen Infor­ma­tio­nen zu der Aus­gra­bung und zur Arbeit der Archäo­lo­gen. Nach­fol­gend wird die wech­sel­vol­le Geschich­te des Klo­sters beleuch­tet, die mit dem Fran­zis­ka­ner­or­den 1683 beginnt und nach einer Unter­bre­chung durch die Säku­la­ri­sa­ti­on mit dem Redemp­to­ri­sten­or­den 2013 endet. Neben der Prä­sen­ta­ti­on der Ori­gi­nal­fun­de, die auch zwei Son­der­be­stat­tun­gen beinhal­ten, wer­den zur Ver­deut­li­chung Insze­nie­run­gen wie bei­spiels­wei­se Figu­ri­nen, die Replik eines Ein­baums und Gra­fi­ken gezeigt.

Ziel der Aus­stel­lung ist es, die Besu­cher über die wech­sel­vol­le Geschich­te des Klo­ster­area­les zu infor­mie­ren, die über­re­gio­na­le Bedeu­tung Forch­heims im Früh­mit­tel­al­ter zu zei­gen und Geschich­te für den Besu­cher gera­de auch durch Insze­nie­run­gen, Gra­fi­ken und Repli­ken erleb­bar, leben­dig und ver­ständ­lich wer­den zu lassen.

Pfalz­mu­se­um Forch­heim: Son­der­aus­stel­lung zu den Klosterausgrabungen

Forch­heim: Älter als der Rest?

  • 19. Juli bis 28. Okto­ber 2018, Di. – So. 10:00 – 17:00 Uhr
  • Ein­tritt: 5,00 Euro
  • Pfalz­mu­se­um Forch­heim, Kapel­len­str. 16, 91301 Forchheim

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