Bay­reuth hat einen „Pra­ger Platz“

OB Merk-Erbe ent­hüllt das neue Platz­schild vor der Rot­main­hal­le gemein­sam mit ihrem Pra­ger Amts­kol­le­gen Ondřej Kolář

Ondřej Kolář, Bürgermeister von Prag 6, und Oberbürgermeisterin Brigitte Merk-Erbe bei der Enthüllung des Namensschildes für den neuen „Prager Platz“ in Bayreuth.

Ondřej Kolář, Bür­ger­mei­ster von Prag 6, und Ober­bür­ger­mei­ste­rin Bri­git­te Merk-Erbe bei der Ent­hül­lung des Namens­schil­des für den neu­en „Pra­ger Platz“ in Bayreuth.

Die Stadt Bay­reuth hat ab sofort einen „Pra­ger Platz“. Die rund 1500 Qua­drat­me­ter gro­ße Flä­che zwi­schen dem Rot­main-Cen­ter und der Rot­main­hal­le ist jetzt offi­zi­ell von Bay­reuths Ober­bür­ger­mei­ste­rin Bri­git­te Merk-Erbe auf die­sen neu­en Namen getauft wor­den. Die Platz­be­nen­nung erfolg­te im Bei­sein einer Dele­ga­ti­on aus dem 6. Pra­ger Stadt­be­zirk, mit dem Bay­reuth seit 2008 eine Part­ner­schaft unter­hält. Merk-Erbe ent­hüll­te das neue Platz­schild gemein­sam mit dem Bür­ger­mei­ster von Prag 6, Ondřej Kolář.

Die Platz­be­nen­nung geht auf einen Antrag des SPD-Frak­ti­ons­vor­sit­zen­den im Bay­reu­ther Stadt­rat, Tho­mas Bauske, zurück. Im April hat­te der Gesamt­stadt­rat grü­nes Licht für die Namens­ge­bung gege­ben. Mit ihr sind nun­mehr alle Part­ner­städ­te Bay­reuths sowie das öster­rei­chi­sche Bur­gen­land, mit dem die Stadt eine Kul­tur­part­ner­schaft unter­hält, mit einem eige­nen Platz im Stadt­ge­biet ver­tre­ten. Die Wahl der Stadt­rats­gre­mi­en auf den Platz vor der Rot­main­hal­le fiel mit Bedacht. Hier fin­det der Bay­reu­ther Wochen­markt statt, der wie­der­um gro­ße Par­al­le­len zum „Far­mers Mar­ket“ in Prag auf­weist. Bei­de Märk­te sind ein viel gefrag­tes und viel fre­quen­tier­tes Ange­bot zur Ver­sor­gung der Bevöl­ke­rung und damit auch ein Stück Tradition.

Bay­reuth und der 6. Pra­ger Stadt­be­zirk fei­ern in die­sem Jahr das zehn­jäh­ri­ge Bestehen ihrer Part­ner­schaft. Seit­her ist ein Brücken­schlag gelun­gen, der gera­de in einer Zeit, in der sich Euro­pa in einer mehr als schwie­ri­gen Situa­ti­on befin­de, auch beson­ders not­wen­dig sei, so Ober­bür­ger­mei­ste­rin Bri­git­te Merk-Erbe. Begün­stigt durch die räum­li­che Nähe sind zahl­rei­che Freund­schaf­ten und Koope­ra­tio­nen ent­stan­den, die den Aus­tausch zwi­schen Bay­reuth und Prag 6 zu etwas ganz Beson­de­rem machen.

Die tsche­chi­sche Metro­po­le Prag mit ihren über 1,2 Mil­lio­nen Ein­woh­nern ist in 22 Stadt­be­zir­ke ein­ge­teilt, die weit­ge­hend selbst­stän­dig durch gewähl­te Bezirks­par­la­men­te und Bür­ger­mei­ster ver­wal­tet wer­den, die ihrer­seits Kon­tak­te zu aus­län­di­schen Städ­ten pfle­gen. Prag 6 ist zir­ka 250 Kilo­me­ter von Bay­reuth ent­fernt, hat rund 105.000 Ein­woh­ner und reicht von der Gren­ze des histo­ri­schen Stadt­kerns bis an die äußer­sten west­li­chen Rand­ge­bie­te. Der Stadt­be­zirk wird als “grü­nes”, “diplo­ma­ti­sches” oder auch “Hochschul-“Viertel bezeich­net. Er ist geprägt durch hoch­wer­ti­ge Archi­tek­tur aus der Wen­de des 19. zum 20. Jahrhundert.

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