Fest­pre­digt von Erz­bi­schof Schick zum Hein­richs­fest im Zei­chen des Jah­res der Kultur

„Von Hein­rich und Kuni­gun­de geht der Weck­ruf aus: Erneu­ert die Kul­tur des Evangeliums!“

Im Zei­chen des Jah­res der Kul­tur hat das Erz­bis­tum Bam­berg rund um den Dom­berg sein Hein­richs­fest gefei­ert. In sei­ner Fest­pre­digt im Got­tes­dienst auf dem Dom­platz erin­ner­te Erz­bi­schof Lud­wig Schick am Sonn­tag dar­an, dass der Bis­tums­pa­tron Kai­ser Hein­rich die christ­li­che Kul­tur in sei­nem Reich aus­ge­brei­tet und erneu­ert habe. Hein­rich und sei­ne Frau Kuni­gun­de sei­en zutiefst von der Bot­schaft Jesu Chri­sti über­zeugt gewe­sen. „Des­halb grün­de­ten sie das Bis­tum Bam­berg und stif­te­ten den Kai­ser­dom, bau­ten Kir­chen und Klö­ster, rich­te­ten Schu­len ein, kul­ti­vier­ten die Land­schaft, lie­ßen Bücher schrei­ben, Sta­tu­en schaf­fen und Gemäl­de malen“, sag­te Schick. „Alles soll­te vom Evan­ge­li­um inspi­riert sein, das Chri­sten­tum soll­te das gan­ze Leben durchdringen.“

„Die Absicht und das Wir­ken von Hein­rich und Kuni­gun­de müs­sen uns heu­te neu bewe­gen und sol­len ein Weck­ruf an uns sein, die Kul­tur des Evan­ge­li­ums zu erneu­ern“, beton­te der Erz­bi­schof. Denn in der heu­ti­gen Zeit stell­ten vie­le die Fra­ge nach der Zukunft und nach dem Fun­da­ment der Gesell­schaft. Schick zitier­te Gre­gor Gysi, der sich als Athe­ist beken­ne, aber vor einer gott­lo­sen Gesell­schaft Angst habe, weil in ihr die Soli­da­ri­tät abhan­den­kom­men könn­te. Auch der „reli­gi­ös unmu­si­ka­li­sche“ Phi­lo­soph Jür­gen Haber­mas plä­dier­te dafür, die jüdisch-christ­li­chen Begriff­lich­kei­ten in der All­tags­spra­che der pro­fa­nier­ten Gesell­schaft zu bewah­ren; als Bei­spiel nann­te er die Got­tes­eben­bild­lich­keit des Men­schen, die für die im Grund­ge­setz genann­te „Wür­de des Men­schen“ Vor­aus­set­zung und Garan­tie sei.

Das Hein­richs­fest im Jahr der Kul­tur sol­le zur Erneue­rung der christ­li­chen, huma­nen und men­schen­freund­li­chen Kul­tur die­nen, schloss der Erz­bi­schof sei­ne Pre­digt und rief zur Besin­nung auf das auf, was Hein­rich und Kuni­gun­de an christ­li­cher Kul­tur geschenkt haben.

Nach dem Fest­got­tes­dienst wur­de unter dem Mot­to „Schät­ze auf dem Dom­berg – wir fei­ern“ ein bun­tes Pro­gramm gebo­ten. Das Fest­pro­gramm des Hein­richs­fe­stes begann bereits am Frei­tag­abend mit einem geist­li­chen Stück zum The­ma „Die Kir­che sind wir alle“, bestehend aus spi­ri­tu­el­len Tex­ten von Prä­lat Alo­is Albrecht und Neu­en Geist­li­chen Lie­dern sowie einer „Prai­senight“ auf dem Dom­platz. Am Sams­tag ver­an­stal­te­te der Mal­te­ser-Hilfs­dienst in St. Urban einen Got­tes­dienst mit Kran­ken­sal­bung. Auf dem Dom­platz fand ein Motor­rad­got­tes­dienst mit Erz­bi­schof Schick statt. In der Alten Hof­hal­tung wur­den Kaf­fee und Gegrill­tes bei Jazz und Blues der „Jazz­Pantz“ ange­bo­ten. Bei der „Schnip­pel­par­ty“ wur­den „geret­te­te“ Lebens­mit­tel in der Hof­hal­tung nach alter Klo­ster­tra­di­ti­on zu einem Ein­topf ver­ar­bei­tet und danach gemein­sam geges­sen. Zum Abschluss des Fest­wo­chen­en­des stand eine Pon­ti­fi­kal­ves­per mit dem Erz­bi­schof auf dem Programm.

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