Blühende Energie auf den Feldern der Landwirtschaftlichen Lehranstalten Bayreuth

Becherpflanze (Silphium perfoliatum)
Becherpflanze (Silphium perfoliatum)

Pflanzenbau-Experten der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) laden am 11. Juli zu einer Feldbegehung unter dem Motto „Blühende Energie – Vielfalt erleben“ auf das Gelände der Landwirtschaftlichen Lehranstalten in Bayreuth ein. Im Fokus steht die Energiegewinnung aus Energiepflanzen, ganz ohne die Nachteile fossiler Ressourcen, dafür aber mit vielseitiger Blütenpracht.

Die Feldbegehung beginnt um 17 Uhr und dauert etwa zwei Stunden. Vorgestellt werden verschiedene Energiepflanzen, Anbausysteme und Wildpflanzenmischungen. Unter anderem wird der Frage nachgegangen, inwieweit der Anbau von Energiepflanzen leistungsfähig sein kann und sich gleichzeitig positiv ins Ökosystem einbringen könne. Hier seien Dauerkulturen und Wildpflanzenmischungen besonders positiv zu beurteilen. Sie trügen aufgrund der ganzjährigen intensiven Durchwurzelung zum Schutz von Boden und Wasser bei, so die LfL.

Die Pflanzenbau-Experten wollen aufzeigen, dass sich Vielfalt und blühende Äcker, die Nahrungsquelle und Lebensraum für viele Lebewesen bieten, mit Biogas vereinen lassen und damit die Akzeptanz der Gesellschaft gegenüber dem Thema „Bioenergie“ erhöht werden kann. Die vorgestellten Kulturen sind nicht nur auf den landwirtschaftlichen Flächen vorzufinden, sondern werden aufgrund ihres Aussehens auch gerne für den heimischen Garten verwendet werden.

Anmeldung unter Tel. 08161/ 71 4487 oder per Mail an Energiepflanzen@LfL.bayern.de.

Die Landwirtschaftlichen Lehranstalten sind seit 2013 ein Informations- und Demonstrationszentrum Energiepflanzenanbau. Forschungsergebnisse zu Energiepflanzen werden dort gebündelt und in anschaulicher Form präsentiert. Bei den Informations- und Demonstrationszentren Energiepflanzenanbau handelt es sich um ein Kooperationsprojekt zwischen der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) in Freising, dem Technologie- und Förderzentrum im Kompetenzzentrum für nachwachsende Rohstoffe (TFZ) in Straubing und der Landesanstalt für Wein- und Gartenbau (LWG) in Veitshöchheim. In ganz Bayern wurden neun Standorte an öffentlichen, landwirtschaftlichen Einrichtungen etabliert.