Blaue Flagge für die Badeseen in Ebensfeld, Bad Staffelstein und Michelau

Alleinstellungsmerkmal: Ausgezeichnet sauber

Die zentrale Verleihungsfeier für die Blaue Flagge im Freistaat Bayern fand am Samstag in Ebensfeld statt. Ausgezeichnet wurden der Naturbadesee Ebensfeld, der Ostsee in Bad Staffelstein und der Rudufersee bei Michelau sowie fünf Sportboothäfen. Foto: Landratsamt Lichtenfels/Heidi Bauer

Die zentrale Verleihungsfeier für die Blaue Flagge im Freistaat Bayern fand am Samstag in Ebensfeld statt. Ausgezeichnet wurden der Naturbadesee Ebensfeld, der Ostsee in Bad Staffelstein und der Rudufersee bei Michelau sowie fünf Sportboothäfen. Foto: Landratsamt Lichtenfels/Heidi Bauer

„Das ist für den Landkreis Lichtenfels ein weiteres Alleinstellungsmerkmal: Alle drei Seen, über denen in Bayern die Blaue Flagge weht, liegen im Gottesgarten am Obermain“, freute sich Landrat Christian Meißner bei der Übergabe und zentralen Verleihungsfeier für den Freistaat Bayern am Samstag am Naturbadesee in Ebensfeld. Dieser und der Ostsee in Bad Staffelstein wurden bereits zum achten Mal in Folge von der Deutschen Gesellschaft für Umwelterziehung ausgezeichnet, der Rudufersee bei Michelau zum vierten Mal. „Das erfüllt uns natürlich mit Stolz“, betonte Meißner.

In ganz Bayern sind die drei Seen im Landkreis die einzigen, die die strengen Kriterien für die Vergabe erfüllen. Darüber hinaus ging die Auszeichnung noch an fünf Sportboothäfen in Bayern, nämlich die des Motor und Segelclub Coburg, der Yachtclubs Forchheim und Miltenberg, des 1. Motorsportclubs Obertheres und des Yacht Clubs Bad Wiessee.

„Wenn ich an einem Strand bin, an dem die Blaue Flagge weht, geht es mir gleich besser, denn da kann man beruhigt ins Wasser“, sagte der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Gesellschaft für Umwelterziehung, Klaus Hübner, in seinem Grußwort. Die Kriterien seien anspruchsvoll und müssten jedes Jahr neu erfüllt werden. Die Blaue Flagge sei in dreierlei Hinsicht wichtig: einmal für die Umwelt, einmal für die Gemeinden als Qualitätssiegel und vor allem für die Badegäste.

Wo die Blaue Flagge weht, gelten höchste Maßstäbe für die Wasserqualität, die Sauberkeit der Strände und die Infrastruktur. Die Blaue Flagge darf nur wehen, solange die Werte für eine ausgezeichnete Badegewässerqualität eingehalten werden. Ein zentrales Kriterium ist die Information über die Wasserqualität. Sie wird von den Landkreisen während der Badesaison regelmäßig einmal im Monat gemessen. Weiterhin gehören ausreichend Toiletten, die umweltgerechte Müllentsorgung, eine Notrufsäule und eine Trinkwasserstelle zum verpflichtenden Angebot.

Landrat Meißner wies in seinem Grußwort darauf hin, dass die Hygienekontrolleure des Landratsamtes Lichtenfels, Heiko Stedler und Helmut Zapf, im Landkreis die Badegewässer regelmäßig prüfen. Die Ergebnisse finden sich unter www.lkr-lif.de.

Erster Bürgermeister Bernhard Storath aus Ebensfeld hob hervor, dass durch die Auszeichnung des Naturbadesees inzwischen viele Auswärtige nach Ebensfeld kämen. Er werde von Badegästen und Anglern gleichermaßen genutzt. Die Gemeinde sei um eine nachhaltige Gestaltung bemüht, unterstrich Storath.

Insgesamt 138 „Blaue Flaggen“ wurden 2018 in der Bundesrepublik Deutschland vergeben – 95 an Sportboothäfen und 43 an Badestellen. Weltweit wehen in diesem Jahr in 45 Staaten 4477 Blaue Flaggen, davon 3778 an Badestellen und 699 an Sportboothäfen.

Die „Blaue Flagge“ gibt es seit 1987 in Europa, seit 2001 weltweit. Sie wird jeweils für ein Jahr von der „Foundation for Environmental Education“ (FEB, Stiftung für Umwelterziehung) verliehen. Die Stiftung ist eine Nicht-Regierungsorganisation und wird in den einzelnen Ländem durch entsprechende Organisationen vertreten. In Deutschland ist das die Deutsche Gesellschaft für Umwelterziehung e.V. Weitere Infos gibt es auch unter www.blaue-flagge.de und www.umwelterziehung.de

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