Forch­hei­mer Grü­ne mit neu­em Vorstand

Edith Fießer, Steffen Müller-Eichtmayer, Emmerich Huber, Dr. Daniel Thieme, Dr. Petra Nathan, Fabiola Reges-Huber. Foto: Ulli Eichler

Edith Fie­ßer, Stef­fen Mül­ler-Eicht­may­er, Emme­rich Huber, Dr. Dani­el Thie­me, Dr. Petra Nathan, Fabio­la Reges-Huber. Foto: Ulli Eichler

Spre­cher Emme­rich Huber konn­te im „Alex­an­dros“, dem ehe­ma­li­gen Bräust­überl, bei der erfreu­lich gut besuch­ten Mit­glie­der­ver­samm­lung der Forch­hei­mer Grü­nen Liste einen sehr posi­ti­ven Rück­blick geben. Im Vor­der­grund stand der enga­gier­te und mit dem Bun­des­tags­man­dat für Lisa Badum gekrön­te Wahl­kampf. Huber beton­te die gute Zusam­men­ar­beit und den Ein­satz der vie­len Akti­ven im gan­zen Land­kreis und bedank­te sich bei den Anwe­sen­den. Das Man­dat für Lisa Badum sei nicht nur ein rie­si­ger Erfolg, son­dern auch Rücken­wind für die wei­te­re Arbeit in der Regi­on. Mit dem neu­en Büro in bester Lage am Para­de­platz habe man nun auch wie­der einen Mittelpunkt.

Als wei­te­ren Schwer­punkt nann­te Huber das erfolg­rei­che Enga­ge­ment für das Grü­ne Volks­be­geh­ren gegen die Beton­flut. Die Forch­hei­mer Akti­on der Flä­chen­ver­sie­ge­lung mit Kar­tons und die Info­stän­de mit Unter­schrif­ten­samm­lun­gen hät­ten viel Auf­merk­sam­keit erzeugt und sei­en in meh­re­ren Städ­ten in Fran­ken von Nürn­berg bis Bam­berg kopiert wor­den. Die Betei­li­gung an den Aktio­nen bezeich­ne­te er als geni­al und mit dem neu gegrün­de­ten „Bünd­nis gegen Flä­chen­fraß“ sein man im Land­kreis aus­ge­spro­chen breit aufgestellt.

Ein Desa­ster nann­te Huber aller­dings aus Grü­ner Sicht die Ent­wick­lun­gen auf Lan­des- und Bun­des­ebe­ne, wie auch glo­bal. Von einem wirk­sa­men Umwelt und Kli­ma­schutz sei man weit ent­fernt und unse­re Lebens­grund­la­gen welt­weit gefähr­de­ter denn je. Hart ging er auch mit der CSU ins Gericht. Deren Stra­te­gie der Angst­ma­che­rei , Abschot­tung und Kon­zen­tra­ti­on auf ein The­ma, näm­lich Asyl, sei erbärm­lich und dür­fe nicht auf­ge­hen. Mit star­ken Grü­nen in Bay­ern müs­se wie­der ver­ant­wor­tungs­vol­le Zukunfts-Poli­tik gemacht wer­den, ihm feh­le aber die Phan­ta­sie für eine Zusam­men­ar­beit mit den momen­ta­nen Expo­nen­ten der CSU.

Kas­sier Stef­fen Mül­ler-Eicht­may­er berich­te­te über den zufrie­den­stel­len­den Kas­sen­stand und die Prü­fer bestä­tig­ten eine „her­vor­ra­gend über­sicht­li­che“ Kas­sen­füh­rung, so daß der Kas­sier ohne Gegen­stim­me unter Bei­fall ent­la­stet wurde.

Enga­giert dis­ku­tier­ten die Mit­glie­der nach einem kur­zen Bericht aus dem Stadt­rat über das schwie­ri­ge Ver­hält­nis zwi­schen Stadt­rat und Ober­bür­ger­mei­ster. Vor dem Hin­ter­grund der teil­wei­sen Über­for­de­rung der Ver­wal­tung und der finan­zi­el­len Gren­zen des städ­ti­schen Haus­halts gab es auch unter­schied­li­che Sicht­wei­sen zur Fra­ge, ob Forch­heim eine Lan­des­gar­ten­schau durch­füh­ren soll. Mehr­heit­lich sieht auch die Grü­ne Basis die Gar­ten­schau eher skep­tisch und unter­stützt die Linie der Fraktion.

Eine inter­es­san­te Sat­zungs­än­de­rung wur­de nach kur­zer Dis­kus­si­on ein­stim­mig beschlos­sen: auch Nicht-Par­tei­mit­glie­der kön­nen im Orts­ver­band nun bei kom­mu­na­len The­men gleich­be­rech­tigt mit­re­den und entscheiden.

Haupt­punkt des for­ma­len Teils der Ver­samm­lung war die anste­hen­de Neu­wahl des Stadt­vor­stan­des. Weil Sabi­ne Skle­nar wegen hoher beruf­li­cher und fami­liä­rer Bela­stung nicht mehr kan­di­dier­te, stell­te sich schließ­lich Dr. Petra Nathan, eine 35-jäh­ri­ge Bio­che­mi­ke­rin und Phar­ma­re­fe­ren­tin zur Wahl. Die Nach­fra­ge, wie denn Phar­ma­in­du­strie und Enga­ge­ment bei den Grü­nen zusam­men­pas­se, amü­sier­te sie sicht­lich. „Der Job bedeu­tet doch nicht, daß man sein Hirn aus­schal­ten und die Augen z.B. vor den rie­si­gen Umwelt-Pro­ble­men ver­schließt“ ent­geg­ne­te sie. Ihre Wahl zur neu­en OV-Spre­che­rin erfolg­te dann ohne Gegen­stim­me und sie nahm die Wahl unter gro­ßem Bei­fall an.

Als OV-Spre­cher wur­de Emme­rich Huber eben­falls ohne Gegen­stim­me wie­der gewählt und eben­so im Amt bestä­tig­ten die Mit­glie­der Stef­fen Mül­ler-Eicht­may­er als Kas­sier. Inter­es­sant wur­de es dann bei der Wahl der 3 Bei­sit­zer, denn es gab über­ra­schend 6 Vor­schlä­ge, bzw. Bewer­bun­gen, was Huber als erfreu­li­ches Zei­chen von Enga­ge­ment im OV deu­te­te. Als Bei­sit­ze­rin­nen zum Zug kamen wie bis­her Stadt­rä­tin Edith Fie­ßer und Fabio­la Reges-Huber. Neu­er Bei­sit­zer ist Dr. Dani­el Thie­me, aus Kersbach.

Nathan und Huber bedank­ten sich abschlie­ßend bei den Mit­glie­dern für die enga­gier­ten Dis­kus­sio­nen und die kon­zen­trier­te Abar­bei­tung der Tages­ord­nung. Die bei­den Spre­cher sehen den OV bestens gerü­stet für die anste­hen­den Auf­ga­ben, sowohl bei den The­men vor Ort und beson­ders für den anste­hen­den Landtags-Wahlkampf.

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