Kreismusikschule Bamberg: Ein fulminanter Abschied bei „Guitarissimo“

Am vergangenen Samstag fand ein besonderes Ereignis in der Steigerwaldhalle Burgebrach statt: Die Fachschaft Zupfinstrumente der Kreismusikschule Bamberg veranstaltete ihr diesjähriges Fachbereichskonzert „Guitarissimo“ – zum letzten Mal unter der Leitung von Frank Bochmann, der seit der Gründung der Kreismusikschule dabei ist und den Fachbereich Gitarre 26 Jahre lang führte.

Guitarissimo (Quelle: Christina Heurik)

Guitarissimo (Quelle: Christina Heurik)

In dem abwechslungsreichen Programm kamen Freunde der Gitarrenmusik auf ihre Kosten. Zu hören waren Gitarrenspielkreise, Folkband, Solisten und Preisträger des Wettbewerbes „Jugend Musiziert“. Sie gaben Gitarrenmusik aus fünf Jahrhunderten, von Renaissance bis Jazz, Folk, Bossa Nova sowie Pop und Rock zum Besten. Obwohl alle Beiträge von hoher Qualität waren, sollte man den Auftritt von Jonas Waldmüller hervorheben, der nach insgesamt 15 Jahren Unterricht an der Kreismusikschule mit „Ocean“ von John Butler sein Meisterstück vortrug.

Zum großen Finale spielte schließlich das erweiterte Gitarrenorchester, das mit „When I am 64“ und „If I fell“ von den Beatles das populäre spanische Stück „Asturias“ von Isaac Albéniz, sowie den Jazzklassiker „Spain“ von Chick Corea in neuen, frischen Interpretationen zu Gehör brachte. Zu den aktuellen Mitgliedern des Orchesters gesellten sich viele Ehemalige, die noch einmal dabei sein wollten, wenn Frank Bochmann das Orchester nach 26 Jahren in jüngere Hände gibt. Der allseits beliebte Musiklehrer, der seine Schüler stets mit Witz, Liebe, Hingabe und allerlei Lebenstipps begleitet hatte, wurde mit großem Applaus in eine neue Ära seines Lebens entlassen, in der er der Musik auch weiterhin als freischaffender Musiker und Lehrer treu bleiben wird.

Nach Ende des Konzertes konnten die Besucherinnen und Besucher weiterhin dem Gitarristen und Sänger Sebastian Descartes lauschen, der eigene Songs und Bluesklassiker zum Besten gab. Im Anschluss kamen die Musikinteressierten noch in den Genuss einer Jamsession mit vier Gitarren, zu der sich Frank Bochmann mit Kollegen und Freunden spontan zusammenfanden.

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