Ab sofort: Ori­gi­na­le Hand­schrift der Lohen­grin-Par­ti­tur erst­mals im Richard Wag­ner Muse­um ausgestellt

Das Richard Wag­ner Muse­um Bay­reuth prä­sen­tiert Richard Wag­ners Par­ti­tur-Hand­schrift des „Lohen­grin“ erst­mals öffent­lich in sei­ner Schatzkammer

Seite 108 und 109 der Partitur-Handschrift des „Lohengrin“; Nationalarchiv der Richard-Wagner-Stiftung, Bayreuth

Sei­te 108 und 109 der Par­ti­tur-Hand­schrift des „Lohen­grin“; Natio­nal­ar­chiv der Richard-Wag­ner-Stif­tung, Bayreuth

Mit dem „Lohen­grin“ ent­wickel­te Richard Wag­ner die Form der durch­kom­po­nier­ten Oper ent­schei­dend wei­ter, in der es im Unter­schied zur tra­di­tio­nel­len Num­mern­oper kei­ne ein­zel­nen, von­ein­an­der abge­setz­ten Abschnit­te gibt. Er kom­po­nier­te das Werk ab Früh­jahr 1846 und voll­ende­te es am 28. April 1848, die Urauf­füh­rung fand im Juli 1850 in Wei­mar unter der Lei­tung von Franz Liszt statt. Die­sem wid­me­te Wag­ner den „Lohen­grin“ auf dem Titel­blatt der Par­ti­tur mit den Wor­ten „Sei­nem ‚alter ego‘ – Richard Wag­ner (1853)“

Das Richard Wag­ner Muse­um Bay­reuth prä­sen­tiert die 402-sei­ti­ge auto­gra­phe Rein­schrift der Par­ti­tur aus Anlass der dies­jäh­ri­gen Neu­in­sze­nie­rung des Werks bei den Bay­reu­ther Fest­spie­len. Sie wird über­haupt erst­mals öffent­lich im Richard Wag­ner Muse­um aus­ge­stellt – in des­sen Schatz­kam­mer im Unter­ge­schoss von Haus Wahn­fried. Dort sind die Sei­ten 108 und 109 auf­ge­schla­gen, auf denen der „Zwei­te Act, Erste Sce­ne“ beginnt. Außer­dem gibt es wei­te­re wert­vol­le ori­gi­na­le Text- und Noten­hand­schrif­ten Richard Wag­ners auf dem Weg zur Par­ti­tur des „Lohen­grin“ zu sehen: den Pro­sa­ent­wurf, die Kom­po­si­ti­ons- und die Orche­ster­skiz­ze sowie den Erst­druck des Klavierauszuges.

Beson­der­hei­ten der „Lohengrin“-Partitur

Die weit­ge­hend durch­kom­po­nier­te Form des „Lohen­grin“ zeigt sich nicht erst im fer­ti­gen Werk, son­dern ist bereits in des­sen Ent­ste­hung ersicht­lich: Die Blatt­zäh­lung im ersten Gesamt­ent­wurf zeigt, dass Wag­ner die­se Kom­po­si­ti­on, im Unter­schied zu sei­nen frü­he­ren Opern, rela­tiv durch­gän­gig von der ersten bis zur letz­ten Sze­ne schrieb. Erst anläss­lich der Urauf­füh­rung strich Wag­ner noch 56 Tak­te der ursprüng­lich zwei­stro­phi­gen „Gral­s­er­zäh­lung“. Eine Son­der­stel­lung nimmt das Vor­spiel ein, das als letz­tes Stück der Oper kom­po­niert, jedoch als erstes instru­men­tiert wurde.

Richard Wag­ner Muse­um mit Natio­nal­ar­chiv der Richard-Wag­ner-Stif­tung, Wahn­fried­stra­ße 2, 95444 Bayreuth

Web: www​.wag​ner​mu​se​um​.de

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