Podi­ums­dis­kus­si­on in Bay­reuth: “Tau­fe und Kon­ver­si­on im Asylverfahren”

Täufling Frau mit Regionalbischöfin Dr. Dorothea Greiner vom 16.07.2016, Foto Martin Kleineidam

Täuf­ling Frau mit Regio­nal­bi­schö­fin Dr. Doro­thea Grei­ner vom 16.07.2016, Foto Mar­tin Kleineidam

In den ver­gan­ge­nen Jah­ren lie­ßen sich unge­fähr 150 Asylbewerber/​innen in Bay­reuth wäh­rend ihres lau­fen­den Asyl­ver­fah­rens tau­fen, nach­dem sie an ent­spre­chen­den Tauf­kur­sen teil­ge­nom­men hat­ten. Das führt u.a. dazu, dass die Geflüch­te­ten im Asyl­ver­fah­ren ihre Kon­ver­si­on glaub­haft gegen­über dem Bun­des­amt für Migra­ti­on und Flücht­lin­gen oder gegen­über Ver­wal­tungs­ge­rich­ten ver­tre­ten müs­sen. Doch dür­fen oder kön­nen staat­li­che Stel­len oder Gerich­te den Glau­ben eines Men­schen fest­stel­len? Auf Initia­ti­ve und unter der Lei­tung von Regio­nal­bi­schö­fin Dr. Grei­ner fin­det am Frei­tag, 29. Juni 2018 um 17.00 Uhr im Evan­ge­li­schen Gemein­de­haus Bay­reuth eine Podi­ums­dis­kus­si­on über Tau­fe und Kon­ver­si­on im Asyl­ver­fah­ren statt.

Wenn Geflüch­te­te aus vom Islam gepräg­ten Her­kunfts­län­dern sich wäh­rend des Asyl­ver­fah­rens dem christ­li­chen Glau­ben zuwen­den, Glau­bens- oder Tauf­vor­be­rei­tungs­kur­se besu­chen und sich dann tau­fen las­sen, sind die christ­li­chen Gemein­den in beson­de­rer Wei­se gefor­dert. Aus der Tau­fe erwächst auch eine Ver­ant­wor­tung für die neu­en Gemein­de­glie­der. Dem­ge­gen­über steht das Ansin­nen des Bun­des­am­tes für Migra­ti­on und Flücht­lin­ge (BAMF) und der betei­lig­ten Ver­wal­tungs­ge­rich­te, die Echt­heit des Über­tritts zum christ­li­chen Glau­ben zu prü­fen. Staat­li­che Instan­zen gelan­gen damit gewollt oder unge­wollt an ihre Gren­zen bis hin zu Grenzüberschreitungen.

In die­sem Span­nungs­feld zwi­schen dem Selbst­be­stim­mungs­rechts der Kir­chen und dem Anspruch der Ver­wal­tung, die Fra­ge der Glaub­wür­dig­keit der Betrof­fe­nen sowie die Bedeu­tung deren Glau­bens­pra­xis zu über­prü­fen, bewegt sich die­se Podi­ums­dis­kus­si­on. Dabei sol­len Fach­leu­te aus ver­schie­de­nen Berei­chen mit­ein­an­der ins Gespräch kom­men und die in der Pra­xis ent­ste­hen­den Fra­ge­stel­lun­gen einer Lösung näher zu bringen.

Unter der Mode­ra­ti­on von Dr. Dani­el Wag­ner, Pres­se­spre­cher der Dia­ko­nie Bay­ern, kom­men auf dem Podi­um ins Gespräch: Dr. Katha­ri­na Ber­ner, Juri­sti­sche Refe­ren­tin beim Bevoll­mäch­tig­ten des Rates der EKD bei der BRD und der EU; Dr. Tho­mas Boe­se, Prä­si­dent des Ver­wal­tungs­ge­rich­tes Bay­reuth, Bay­reuth; Micha­el Mar­tin, Ober­kir­chen­rat, Mün­chen; Ursu­la Grä­fin Pras­chma, Abtei­lungs­di­rek­to­rin Inter­na­tio­na­le Auf­ga­ben im Bun­des­amt für Migra­ti­on und Flücht­lin­ge, Nürn­berg; Dekan Dr. Ger­hard Schoe­nau­er, Pegnitz

Die Teil­nah­me ist offen für alle Inter­es­sier­ten, der Ein­tritt ist frei.

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