Braue­rei Kund­mül­ler fei­ert Ein­wei­hung von neu reno­vier­ter Gast­stät­te, Gäste­haus und Bier­mu­se­um

Staats­mi­ni­ste­rin Mela­nie Huml lobt unter­neh­me­ri­schen Weit­blick

Brauereifest im Brauerei-Gasthof Kundmüller

Braue­rei­fest im Braue­rei-Gast­hof Kund­mül­ler

Ins­ge­samt drei Jah­re wur­de im Braue­rei-Gast­hof Kund­mül­ler in meh­re­ren Schrit­ten die Gast­stät­te reno­viert, das Gäste­haus um- und neu gebaut und das Wei­he­rer Bier­mu­se­um gestal­tet. Nun wur­de die Fer­tig­stel­lung auf dem zwei­tä­gi­gen Braue­rei­fest gefei­ert.

Zur offi­zi­el­len Eröff­nung war neben gela­de­nen Gästen aus Wirt­schaft, Gesell­schaft und einer pol­ni­schen Dele­ga­ti­on des Bam­ber­ger Part­ner­land­krei­ses Jele­nia Góra auch die baye­ri­sche Gesund­heits­mi­ni­ste­rin Mela­nie Huml gekom­men. In ihrer Rede lob­te die Bam­ber­ger Bier­or­dens­trä­ge­rin den Zusam­men­halt der Geschäfts­füh­rer Roland und Oswald Kund­mül­ler sowie das Ergeb­nis der Umbauarbeiten:„Mir gefällt es hier sehr gut. Es ist modern gewor­den und doch gemüt­lich geblie­ben.“ Und dass ein Ort mit 100 Ein­woh­nern nun ein eige­nes Bier­mu­se­um habe, benö­ti­ge unter­neh­me­ri­schen Weit­blick.

Kaplan Chri­sti­an Mon­tag, der die Räu­me offi­zi­ell seg­ne­te, ver­glich den Glau­ben mit den vier Roh­stof­fen des Bie­res: „Der Hop­fen steht für die Wür­ze und die Wir­kung. Das Malz gibt dem Bier sei­nen Geschmack und ver­leiht ihm eine eige­ne Kraft. Was­ser ist Erfri­schung und löscht den Durst. Und mit der Hefe geschieht Ver­wand­lung.“ Beson­ders auf die Details der Reno­vie­rung gin­gen Roland und Oswald Kund­mül­ler in ihrer Rede ein. „Still­stand gab es bei uns noch nie. Aber irgend­wann war die Zeit dann reif für Opti­mie­rung und Neu­ge­stal­tung, um zusätz­li­chen Platz zu schaf­fen und die Abläu­fe gera­de für den Bier­gar­ten­be­reich zu ver­bes­sern.

Frän­kisch und mit viel Holz soll­te es blei­ben, aber hel­ler wer­den und mit zeit­ge­mä­ßen Charme. 2014 ging es los. Die „Wärds­stubn“, der Haupt­raum mit Aus­schank­the­ke, wur­de reno­viert, dazu die „Bräu­stubn“ – der obe­re Neben­raum – und der „Scha­lan­der“. 2015 kam ein wei­te­rer gro­ßer, not­wen­di­ger Schritt im Gast­stät­ten­aus­bau: die Toi­let­ten und auch ein zusätz­li­cher Neben­raum, die jet­zi­ge „Kuckucks­stubn“, wur­de neu gebaut. Den Namen erhielt der Raum, da die Wei­he­rer seit jeher Wei­he­rer Kuckuck geru­fen wer­den und zudem auch eine Kuckucks­uhr an der Wand hängt.

Par­al­lel zum Gast­stät­ten­um­bau wur­den ober­halb des bestehen­den Gäste­hau­ses noch zwei neue Feri­en­woh­nun­gen geschaf­fen „Wir haben die­se the­ma­tisch an die Bier­roh­stof­fe Hop­fen und Malz ange­lehnt – in Braun- und Grün­tö­nen und mit vie­len klei­nen net­ten bie­ri­gen Details.“

Mit dem Wei­he­rer Bier­mu­se­um wur­de dann im ver­gan­ge­nen Jahr das „i‑Tüpferla” auf den Umbau gesetzt. Das Herz­stück bil­det dabei die Krug­samm­lung von Han­si Cölsch. Der Zwei­brückener ist ein Stamm­gast des Braue­rei-Gast­ho­fes, der seit seit über 30 Jah­ren immer wie­der nach Wei­her kommt. 2017 konn­ten die Kund­mül­ler-Brü­der sei­ne wert­vol­le Krug­samm­lung mit rund 2000 Krü­gen, Eti­ket­ten und Musik­in­stru­men­ten über­neh­men und mit dem Wei­he­rer Bier­mu­se­um einen idea­len Raum für Besich­ti­gun­gen, aber auch Ver­ko­stun­gen oder klei­ne Semi­na­re schaf­fen. Den Anstich des extra für das Fest ein­ge­brau­ten Bier­mu­se­um-Son­der­suds über­nahm die ehe­ma­li­ge Bier­kö­ni­gin Sabi­ne Ull­rich zusam­men mit dem Bam­ber­ger Land­rat Johann Kalb, der zusam­men mit der pol­ni­schen Land­rä­tin Anna Konie­c­zyn­ka und einer Folk­lo­re­grup­pe gekom­men war. Das ober­gä­ri­ge, unfil­trier­te Fest­bier war in Anleh­nung an frü­he­re Zei­ten gebraut, als im Braue­rei-Gast­hof noch nicht in Fla­schen abge­füllt wur­de und die Bier­fäs­ser aus Holz noch auf dem Braue­rei­hof selbst gepicht wur­den.

Auch am Braue­rei­fest gab es eine Vor­füh­rung alter Fass­kunst zu bestau­nen. Wer­ner Hof­mann aus Roß­stadt bear­bei­te­te Fäs­ser auf alte Art und Wei­se. Zudem konn­ten sich die Besu­cher auf Schau­ta­feln vor­her-nach­her-Prä­sen­ta­tio­nen des Umbaus anse­hen. Füh­run­gen, kuli­na­ri­sche Genüs­se und Musik von den Asphalt­stür­mern, ROZ-Trio sowie dem Duo M&M mach­ten das Braue­rei­fest zu einer gelun­ge­nen Fei­er.

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