Melanie Huml wirbt für den Pflegeberuf

Bayerns Gesundheits- und Pflegeministerin diskutierte in Bamberg mit Schülerinnen: Pflegeberuf bietet attraktive Entwicklungsmöglichkeiten

Melanie Huml. Foto: A. Maurer

Melanie Huml. Foto: A. Maurer

Bayerns Gesundheits- und Pflegeministerin Melanie Huml wirbt bei Schülerinnen für die Ausbildung in Pflegeberufen. Huml betonte am Montag anlässlich eines Besuchs am Eichendorff-Gymnasium Bamberg: „Der Pflegeberuf bietet viele Entwicklungs- und Karrieremöglichkeiten. Zudem sind die beruflichen Aussichten in der Pflege so gut wie nie und sie werden auch in Zukunft sehr gut bleiben.“

Angesichts der demografischen Entwicklung erklärte die Ministerin: „Die Zahl der Pflegebedürftigen in Deutschland lag bisher bei knapp drei Millionen Menschen. Im Jahr 2030 werden es deutschlandweit wohl schon 3,5 Millionen sein. Und auch in den Jahren darauf dürfte die Zahl nochmals steigen. Deshalb: Wer sich heute für einen Beruf in der Pflege entscheidet, hat sehr gute Zukunftsperspektiven und Karrieremöglichkeiten.“

Durch die Vereinheitlichung der Pflegeausbildung in Deutschland ab 2020 stehen Absolventinnen und Absolventen künftig alle drei Fachgebiete der Pflege, also Alten-, Kinderkranken- oder Krankenpflege offen. Auch der Ausbildungsort – ob Krankenhaus, Altenheim oder ambulanter Pflegedienst – schränkt die spätere Berufswahl nicht mehr ein.

Die Ministerin fügte hinzu: „Die Reform wird die Pflegeberufe attraktiver machen und ist ein großer Schritt hin zu mehr Flexibilität. Auch die Möglichkeiten einer akademischen Pflegeausbildung auf Bachelor- sowie Masterniveau sind für die neue Generation von Pflegekräften interessant.“

Das Interesse junger Menschen am Pflegeberuf ist in Bayern in den letzten Jahren gestiegen. Huml unterstrich: „Seit Beginn unserer Kampagne ‚HERZWERKER‘ im Jahr 2010 sind die Schülerzahlen in der Altenpflege um rund 34 Prozent gestiegen. Das ist eine sehr gute Nachricht – nicht nur für Pflegebedürftige und deren Angehörige, sondern für unsere Gesellschaft insgesamt.“

Die Ministerin betonte: „‚HERZWERKER‘ heißt unsere Kampagne deshalb, weil wir glauben, dass man die Entscheidung für einen sozialen Beruf vor allem mit dem Herzen trifft. Hier sind Menschen tätig, denen es Spaß macht, anderen Menschen mehr Lebensqualität und Lebensfreude zu vermitteln, sie zu unterstützen und zu begleiten. Mit unserer Kampagne wollen wir zeigen, dass die Arbeit im Pflegebereich eine erfüllende Aufgabe sein kann.“