mdL Ulrike Gote: „Alle Bahnhöfe in Oberfranken stündlich anfahren!“

Taktlücken schließen – Bayern-Takt bayernweit umsetzen

Die Grundphilosophie der Bayerischen Eisenbahngesellschaft ist der sogenannte Bayern-Takt. In ganz Bayern, auch im ländlichen Raum, soll den Fahrgästen von frühmorgens bis spätabends, auch am Wochenende, mindestens ein Stundentakt zur Verfügung stehen.

Wie aus der Antwort der CSU-Regierung auf eine Anfrage der Landtags-Grünen (in der Anlage) hervorgeht, werden 15 Eisenbahnstrecken in Bayern montags bis freitags nur zweistündlich angefahren. In Oberfranken betrifft das die Strecken Bayreuth – Hof und Selb-Plößberg – As. Am Wochenende werden sogar 27 Strecken in ganz Bayern nicht stündlich bedient. „Dieser lückenhafte Stundentakt kann nicht zu mehr Akzeptanz des Schienenpersonennahverkehrs (SPNV) führen,“ so Landtagsvizepräsidentin Ulrike Gote (Grüne, Bayreuth), „Die Bürgerinnen und Bürger, die den SPNV gerne nutzen würden, bleiben auf der Strecke.“

Um die Taktlücken zu schließen haben die Landtags-Grünen in einem Antrag die Staatsregierung aufgefordert, auf allen Eisenbahnstrecken für ein stündliches Zugangebot von frühmorgens bis spätabends, auch am Wochenende zu sorgen. Nur so kann der SPNV auch im ländlichen Raum zu einer ernsthaften Alternative zum Auto werden. Der Antrag wird am morgigen Donnerstag im Ausschuss für Wirtschaft und Medien, Infrastruktur, Bau und Verkehr, Energie und Technologie behandelt. Nach überschläglicher Berechnung und einem durchschnittlichen Zugkilometerpreis von 8,08 Euro dürften für die Schließung der Taktlücken im Bayern-Takt weniger als 20 Mio. Euro pro Jahr ausreichen. Damit kostet die Angebotsausweitung unter zwei Prozent dessen, was die Bayerische Eisenbahngesellschaft derzeit für Bestellentgelte bereitstellt. Die Bayerische Eisenbahngesellschaft bestellt in der Größenordnung von 1 Mrd. Euro pro Jahr SPNV-Leistungen. Ulrike Gote: „Bei den überschaubaren Mehrkosten müsste sogar die CSU sofort zustimmen. Das sollte ihr ein funktionierender Stundentakt wert sein!“

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