Erz­bi­schof Schick: „Fron­leich­nam ist Medi­zin gegen lee­re Seelen“

Erz­bi­schof Lud­wig Schick hat die tra­di­tio­nel­len Fron­leich­nams­pro­zes­sio­nen als Medi­zin gegen lee­re See­len und Heil­mit­tel gegen eine „Stadt ohne Gott“ bezeich­net. „An Fron­leich­nam tra­gen wir Jesus durch unse­re Städ­te und Dör­fer, damit sie Orte mit Gott sind, wo Got­tes Reich und Herr­schaft regie­ren“, sag­te Schick hin­sicht­lich des Fronleichnamsfestes.

„Lasst uns Fron­leich­nam fei­ern, dank­bar für die Gabe Jesu Chri­sti in der Eucha­ri­stie, die Gabe für die See­le“, so der Erz­bi­schof. Die mit Jesus erfüll­te See­le hal­te Leib und Geist leben­dig und mache aktiv in Hoff­nung und Lie­be, im Ein­satz für Gerech­tig­keit und Frie­den. „Der Leib Chri­sti in der Hostie ist Medi­zin, die die See­len erfüllt und Freud- und Fried­lo­sig­keit über­win­det in einer Zeit, in der vie­le Men­schen lee­re See­len haben oder see­lisch krank sind. Von Sinn­kri­sen, Depres­sio­nen und Bur­nout wird über­all geredet.“

„Lasst uns den Herrn durch die Stadt tra­gen, damit unse­re Städ­te und Orte mit Gott erfüllt sind und in ihm Frie­de und Gerech­tig­keit, Freund­lich­keit und Wohl­wol­len haben. Städ­te, in denen alle Men­schen wür­dig leben kön­nen“, sag­te Erz­bi­schof Schick.

An Fron­leich­nam fei­ert die katho­li­sche Kir­che seit dem 13. Jahr­hun­dert die leib­li­che Gegen­wart Jesu Chri­sti im Sakra­ment der Eucha­ri­stie. Die Bam­ber­ger Fron­leich­nams­pro­zes­si­on ist eine der größ­ten in Bay­ern und fin­det seit 1390 statt. Dabei wird das 650 Kilo schwe­re Dom­kreuz von 18 Män­nern getra­gen. Die Pro­zes­si­on zieht all­jähr­lich vom Dom­platz über die Resi­denz­stra­ße am Mar­kus­platz vor­bei zum Holz­markt, zum Max­platz und von dort über den Grü­nen Markt und die Obe­re Brücke zurück zum Domplatz.

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