Erzbischof Schick feiert Messe mit über 1000 Pilgern in Walldürn

„Friede fängt im Kleinen an“

Der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick hat im Wallfahrtsort Walldürn im Odenwald zum Gebet für den Frieden aufgerufen. In seiner Predigt erinnerte er am Mittwoch insbesondere an die Kriegsgebiete in Syrien, im Irak, im Sudan und im Jemen. „Wir müssen alles tun, dass die Menschen dort in Frieden leben können. Wir müssen den Frieden für alle Welt wollen und fordern“, betonte der Erzbischof.

Schick rief die Menschen auf, für einen dreifachen Frieden zu wirken: „Der Friede mit Gott. Der Friede mit uns selbst. Und der Friede mit unseren Mitmenschen und der Schöpfung.“ Friede fange im Kleinen an: „Wohlwollen, Güte, Hilfsbereitschaft – da wächst Friede, da breitet sich Friede aus“, so der Erzbischof. „Wenn wir diesen Frieden mit Gott spüren, dann sind wir fähig zur Zufriedenheit mit uns selbst, zum Frieden mit unseren Mitmenschen und der Natur, die wir dann nicht ausbeuten, sondern genießen und lieben, bewahren und schützen.“

Die Wallfahrt in Walldürn geht auf ein Blutwunder um das Jahr 1330 zurück. Der Priester Heinrich Otto verschüttete bei der Messe den gewandelten Wein, der sich sofort rot wie Blut färbte und sich zu einem Bild des Gekreuzigten formte. Als Papst Eugen IV. das Wunder über 100 Jahre später anerkannte, war das Bild noch deutlich zu erkennen. Es entstand ein Wallfahrtsort, der bis heute von zahlreichen Pilgern aufgesucht wird. Erzbischof Schick feierte die Messe mit Wallfahrern, die von Fulda, vom Eichsfeld, vom Baunatal und von Unterfranken aus zum Blutaltar in Walldürn im Erzbistum Freiburg gepilgert sind.

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