Sonntag beim Internationalen Bayreuth-Wettbewerb im Segelfliegen

Max Kollmar von der FG Donzdorf konnte bei der Aufgabe vom Sonntag vielen erfahreneren Piloten sein Können vorführen und den Tagessieg heimfliegen. Damit ist er nun auch Gesamtführender der Offenen Klasse.
Max Kollmar von der FG Donzdorf konnte bei der Aufgabe vom Sonntag vielen erfahreneren Piloten sein Können vorführen und den Tagessieg heimfliegen. Damit ist er nun auch Gesamtführender der Offenen Klasse.

Variable Aufgabe für alle Klassen

Am Sonntagmorgen war die Entwicklung des Wetters schwierig einzuschätzen. Auch Gewitter am späten Nachmittag schienen möglich. Der Sportleiter des Bayreuth-Wettbewerbs, Wolfgang Clas, entschied sich daher dazu variable Aufgaben (Assigned Area Tasks) auszuschreiben, bei denen Geschwindigkeit und erreichte Strecke gewertet werden. Hierzu waren mindestens 2,5 Stunden zu fliegen, so dass eine frühe Ankunft der Segler absehbar war.

Dabei ging es für die Standardklasse auf eine 157 bis 321 km lange Strecke über den Bischofsberg bei Mellrichstadt (30 km Radius) und Eltmann-Limbach im Maintal (25 km Radius). Enrique Levin (LSV Homberg/Ohm), der Pilotensprecher der Standardklasse, konnte diese Aufgabe mit 117,97 km/h und 303,7 km am besten bewältigen. In der Gesamtwertung führt nun Achim Reuther (FLC Schwandorf), der auch lange Zeit Fluglehrer in Bayreuth war, in seiner Schwandorfer Zeit auch schon Nationalmannschaftsmitglied.

In der 18-Meter-Klasse ging der Tagessieg ebenfalls an den Pilotensprecher, Claus Triebel vom SFZ Ottengrüner Heide aus Helmbrechts mit 118,83 km/h und 297,8 km. Zu fliegen war hier eine 202 bis 404 km lange Aufgabe vom Abflugpunkt Weidenberg über das tschechische Staňkov (Radius 17 km) und das Kloster Wiesenfelden bei Regensburg (Radius 45 km). Die Gesamtführung der 18-Meter-Klasse konnte Dirk Windmüller vom SFC Schwäbisch Hall übernehmen.

Die Offene Klasse hatte im Prinzip die gleiche Aufgabe vor sich, durch den abweichenden Abflugpunkt Bayreuth Flugplatz jedoch 210 bis 412 km lang.

Der Tagessieger vom Samstag, Alexander Müller (LSG Bayreuth), hat sich jedoch an einer Stelle verspekuliert und wurde nur Tagesfünfundzwanzigster mit 104,96 km/h und 262,4 km. Ihm wurde besonders die Mindestzeit von 2,5 Stunden zum Verhängnis, da er den Zielkreis bereits nach 02:23:29 Stunden überquert hat und ihm somit in der Wertung 6,5 Minuten drauf gerechnet wurden. Während es eigentlich strategisch geschickt ist, genau nach Ablauf der Mindestzeit den Zielkreis zu passieren, war Müller auf dem letzten Stück einfach schneller als er geschätzt hatte. Auch die anderen Bayreuther Uwe Förster und Heiko Hertrich landeten mit den Plätzen 14 und 20 nur im Mittelfeld.

Der Tagessieg der Offenen Klasse ging an Max Kollmar von der FG Donzdorf aus Baden-Württemberg, ein junger Pilot, der vielleicht dieses Mal die Rolle des Favoritenschrecks übernehmen kann. Er erreichte 309,0 km und 123,24 km/h und lag damit knapp vor Altmeister Bruno Gantenbrink mit 315,8 km und 122,52 km/h. Max Kollmar hat auch die Führung der Gesamtwertung vor Gantebrink übernommen. Müller sinkt auf Rang 10, Förster liegt auf Rang 8, Hertrich auf Platz 24.

Für Montag standen wieder kurze, klassische Rennaufgaben Richtung Rhön und Oberpfalz auf dem Programm des Bayreuth-Wettbewerbs.

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