ADFC Bam­berg wünscht sich Schwer­punkt­kon­trol­len von moto­ri­sier­ten Verkehrsteilnehmenden

In einer Pres­se­mit­tei­lung vom 18.05.2018 berich­tet die Poli­zei­in­spek­ti­on Bam­berg-Stadt von ver­stärk­ten Rad­ver­kehrs­kon­trol­len im Bam­ber­ger Stadt­ge­biet. Der ADFC Bam­berg begrüßt die­se Kon­trol­len und wünscht sich, dass sich alle Rad­fah­ren­den im Stra­ßen­ver­kehr mit z.B. kor­rek­ter Beleuch­tung oder in der rich­ti­gen Fahrt­rich­tung bewegen.

Gleich­sam möch­te der ADFC jedoch, dass die Poli­zei sol­che Schwer­punkt­kon­trol­len auch für moto­ri­sier­te Ver­kehrs­teil­neh­men­de durch­führt und ver­öf­fent­licht, wie Vor­stands­mit­glied und ver­kehrs­po­li­ti­scher Spre­cher Chri­sti­an Hader erläu­tert: “Das zu enge Über­ho­len von Rad­fah­ren­den durch Kraft­fahr­zeu­ge gehört genau­so zum All­tag auf Bam­bergs Stra­ßen wie zuge­park­te Geh- und Rad­we­ge. Im Rah­men der Gefah­ren­ab­wehr soll­te die Poli­zei aus Sicht des ADFC unbe­dingt auch hier regel­mä­ßig aktiv werden.”

Haders Vor­stands­kol­le­ge Harald Pap­pen­schel­ler ergänzt: “Die Bericht­erstat­tung über Schwer­punkt­kon­trol­len nur eines Ver­kehrs­mit­tels sug­ge­rie­ren, dass Ver­stö­ße schwer­punkt­mä­ßig von die­sem Ver­kehrs­mit­tel aus­ge­hen. Wer regel­mä­ßig mit dem Rad in Bam­berg unter­wegs ist, weiß, dass dem abso­lut nicht so ist.”

Der ADFC betont, dass Ord­nungs­wid­rig­kei­ten von aller Ver­kehrs­teil­neh­mer geahn­det wer­den müs­sen. Zu beden­ken geben die ADFC-Ver­ant­wort­li­chen, dass es dar­über hin­aus noch einen nicht uner­heb­li­chen Unter­schied gebe: “Begeht ein/​e Radfahrende/​r eine der genann­ten Ord­nungs­wid­rig­kei­ten, gefähr­det er/​sie in der Regel auch sich selbst. Das Rad­weg­par­ken oder Unter­schrei­ten des Min­de­st­über­hol­ab­stan­des von 1,5 Metern durch Auto­fah­ren­de gefähr­det aus­schließ­lich ande­re, schwä­che­re Ver­kehrs­teil­neh­men­de”, so Pap­pen­schel­ler und Hader.

Der ADFC erin­nert eben­falls dar­an, dass man­che Rad­fah­ren­de gera­de auf­grund von ihrer regel­kon­for­men Fahr­wei­se im Stra­ßen­ver­kehr umkom­men. Bei Unfäl­len mit rechts abbie­gen­den schwe­ren Lkw sind in Deutsch­land älte­re Men­schen und Frau­en bei den Opfern über­re­prä­sen­tiert, und die­se Unfäl­le gesche­hen meist, so Sieg­fried Brock­mann von der Unfall­for­schung der Ver­si­che­rer, “an ampel­ge­re­gel­ten Kreu­zun­gen, wäh­rend der Rad­fah­rer Grün hat­te.” Der ADFC setzt sich mit­hin nicht nur für regel­kon­for­mes Rad­fah­ren ein, son­dern auch dafür, dass die Grund­be­din­gun­gen für siche­res Rad­fah­ren geschaf­fen werden.

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